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Der internationale Verband Pueri Cantores

Im Zuge der spirituellen und liturgischen Erneuerung, die der hl. Papst Pius X. zu Anfang des vorigen Jahrhunderts initiierte, sollte den Kindern ihr früherer Platz als Sänger in der Liturgie wiedergegeben werden. Zu den Chören und Schulen, die in jener Zeit neu gegründet wurde, zählten auch die "Petits Chanteurs à la croix de bois" in Paris. Von ihnen ging während des 2. Weltkriegs ein Funke aus, der inzwischen viele tausende Junger Menschen in aller Welt angesteckt und begeistert hat. Unter seinem 2. Chorleiter, Abbé Fernand Maillet, nahm dieser Chor freundschaftliche Kontakte mit Chören in anderen Ländern auf und konnte so den Grundstein für die heutige weltumspannende Vereinigung der Pueri Cantores legen. Das Engagement für den Frieden war damals die entscheidende Triebkraft. Angesichts der Verwüstungen und Katastrophen des 2. Weltkriegs sah sich dieser französische Priester dazu gedrängt, die Kinder und Jugendlichen für den Frieden zu engagieren.

Abbé Maillet wusste, dass die Musik über alle Grenzen hinweg verbindet, zumal, wenn man in einem Chor mit Sängern unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen gemeinsam singt. Er hatte die Idee, die Kinder und Jugendlichen, die überall auf der Welt im Gottesdienst singen, zu einer großen Familie zum Lob Gottes und im Gebet für den Frieden zu vereinen, Der französische Priester war fest davon überzeugt, dass die Pueri Cantores durch ihren Gesang, der die Herzen der Menschen anrühren und zu Gott hinlenken kann, echte Botschafter des Friedens Christi sind, und gab ihnen als Leitwort mit auf den Weg: "Morgen wird die Jugend der ganzen Welt den Frieden Gottes singen." Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg gründete Msgr. Fernand Maillet den Internationalen Verband der Pueri Cantores und veranstaltete in Paris 1947 das erste internationale Chortreffen mit 3.000 jungen Sängerinnen und Sängern. In den Jahren darauf schlossen sich immer mehr Chöre, die sich in Nationalverbänden zusammengetan haben - der österreichische Verband um 1953 - dieser Bewegung an. Heute umfasst sie etwa 800 Chöre in mehr als 30 Ländern auf allen Kontinenten mit insgesamt rund 30.000 jungen Sängerinnen und Sängern.

 
   Präsident:
   Josef Döller
 
 Burggasse 2, 8010 Graz
 
 
 
 domchorstudio@utanet.at

 

 

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