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Des Drachens Wiederkehr
Hätt' mir gesagt in meinem Leben,
daß ich würd' geh'n den Weg der Macht,
sei's Freund oder Bekannter auch,
ich hätte einfach nur gelacht.
War glücklich dann und auch zufrieden
mit dem was mir das Leben gab.
Ein Weib, ein Kind, daß hatte ich,
bis zog herauf des Schicksals Tag.
Es brennt ein Feuer nun in mir,
geboren aus des Zeichens Macht.
"Wo kommt es her?", das frag' ich mich,
was stiehlt nun meiner Seele Kraft.
"Zu binden nun die Macht in Dir",
spricht jetzt der Ursprung meiner Pein,
der Menschen Schicksal ist ihm gleich,
der Zorn der Alten, der ist sein.
Laß ab von mir lebend'ge Qual,
Du bringst mir Schmerz und Agonie.
Nie werd' ich sein der Diener Dein,
Dein Ziel wirst Du erreichen nie.
Der Alten Stimmen hör' ich nun,
wie scharfe Klingen in meinem Geist.
Von altem Wissen sprechen sie,
daß nur zu hören mich zerreißt.
Den Sturm zu rufen lehren sie,
des Feuers Zorn, der Erde Macht.
Die Lieder, die zum Meer gesandt,
entfachen seiner Wogen Kraft.
O nimm die Schmerzen weg von mir,
ich will die Worte nicht mehr hör'n,
durch die nur Leid und Tod entstehn
und gar die Schöpfung selbst zerstör'n.
"Mein Herz ist stark, ich bin noch frei",
sprech ich, obwohl mein Glaube fehlt.
Wie soll ich trotzen solcher Macht?
Der Freiheit Tage sind gezählt.
Nun seh' ich uns're Welt entsteh'n,
die gibt den Alten dann Gestalt.
Sie kennen keine Liebe zart,
kein Mitleid sondern nur Gewalt.
Die zweiten Kinder dieser Welt,
der Sklaven Schicksal war ihr Los.
Ihr Leben war der Alten Pfand,
ein falsches Wort ihr Todesstoß.
Doch kommt hervor der Freiheit Willen,
in Zeiten stärkster Tyrannei,
denn selbst wer schwach ist hat das Streben,
daß leben seine Kinder frei.
Im ersten Krieg nun seh' ich stehlen,
die Sklaven ihrer Herren Macht,
mit der trotz Schmerz und großem Leiden,
den Alten ward der Tod gebracht.
Mit Grauen nun in meinem Herzen,
seh' ich der letzten Alten Tat.
Den Zweiten ward ein Fluch gegeben,
durch den nun ihre Rache naht.
Der Fluch, der ihrer Rache Samen,
durchwand des Lebens glorreich Band.
Vom Vater zum Kind, zahllose Jahre,
bis dieser dann sein Opfer fand.
"Verschone uns, hab' doch Erbarmen",
fleh' ich zum Ursprung meiner Qual.
Doch ist mein Flehen nun vergebens,
wird nicht mehr ändern seine Wahl.
Und ungeseh'n vergieß ich Tränen,
für all die Menschen auf der Welt.
Denn was ich bin wird jetzt verändert,
wie es dem Zeichen hier gefällt.
Ich schreie nun vor Schmerz und Pein,
als mein schwacher Leib zerreißt.
Er bricht und heilt, für viele Male,
bis er dann Angst und Tod verheißt.
Die Welt um mich, die ich gekannt,
vergeht in Flammen, Chaos, Tod.
Mein Weib, mein Kind vergehen grausam,
mein Ohr ist taub für ihre Not.
Die Stadt, die mein Zuhause war,
verbrannt, hat nur den Tod gebor'n.
Reue, Schmach die sind mir fremd,
ich bade in der Rache Zorn.
Ein Schrei des Grußes verläßt mein Maul,
zur Welt, der Mutter meiner Macht.
Sie kennt der Alten letztes Kind,
erbebt und jubelt ob meiner Kraft.
Stolz öffnen sich jetzt meine Schwingen,
sie tragen mich nun durch mein Reich.
Die Menschen sehen ihren Meister,
sie winseln, die geworden weich.
Der Alten Rache bring ich Euch,
die Ihr nun schwach und ohne Wehr.
Werd' strafen Euch bis Ihr verflucht
den Tag des Drachens Wiederkehr.
-- Fürchtet die Drachen, die Herren des Zorns.
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