2CB
Zur Substanz:
Die synthetisch hergestellte Substanz 2CB ( 4-Bromo-2,5-dimethoxyphenetylamin) gehört zur Stoffklasse der Phenetylamine und ist von seiner chemischen Struktur her dem Meskalin ähnlich. Es wird in Pillenform angeboten. Die Pillen sind in der Regel um einiges kleiner als MDMA Pillen. Zuweilen ist 2CB auch in Pillen enthalten, die als XTC angeboten werden.
Einnahme:
2 CB kann oral eingenommen oder geschnupft werden. Eine Wirkung ist ab ca. 4 mg. Festzustellen. Eine übliche Dosis liegt zwischen 12 und 30 mg(oral!). Geschnupft wirkt 2CB wesentlich stärker, daher muss man hier um so vorsichtiger dosieren. Die Wirkung hält ca. 6 Stunden an. Nach Einnahme kann es häufig zunächst zu Übelkeit kommen, diese vergeht jedoch in der Regel mit Einsetzen der Hauptwirkung nach ca. einer Stunde. Vorsicht mit dem Nachlegen !!! Die Wirkung steigert sich unverhältnismässig schneller als bei MDMA. Ab 10mg oral/ 5 mg nasal sollte man sich nur in 2,5 mg Schritten an seine "persönliche" Dosis herantasten.
Wirkung:
Der Rausch kann grob als eine Mischung zwischen einem LSD und einem MDMA Trip beschrieben werden. Es kann zu optischen Wahrnehmungsveränderungen ähnlich wie beim LSD kommen, alles scheint in fliessender Bewegung zu sein. 2CB ändert ausserdem Körperschemata, so können z.B. markante Gesichtsausdrücke besonders hervorgehoben werden. Auf der körperlichen Ebene ähnelt es sehr dem MDMA. Berührungen werden als sinnlicher empfunden. Es steigert den Kommunikationsdrang jedoch nicht so sehr wie MDMA. Die 2CB Erfahrung wird häufig als sehr erotisch beschrieben.
2CB kann eine tiefgreifende psychedelische Erfahrung bewirken insbesondere wenn es nicht als Partydroge sondern zur Erforschung innerer Räume benutzt wird. Interessanterweise scheint es so zu sein, dass die Wirkungsaspekte stark von der Tageszeit der Einnahme abhängen. Abends oder Nachts tritt die halluzinogene Wirkung mehr in den Vordergrund, während Tagsüber die Wahrscheinlichkeit grösser ist in archaische, perinatale oder frühkindliche Erlebnisse einzutauchen. Man muss damit rechen auch dunklen, bis dahin unbekannten Seiten seines Selbst zu begegnen. Personen ohne Erfahrung mit Selbstexploration sollten sich genau überlegen ob sie sich dieser Erfahrung stellen wollen. In jedem Falle sollte eine solche Sitzung gut vor- und nachbereitet werden. Am besten man sucht sich eine Vertrauensperson, die die Reise nüchtern begleitet.
Wie bei allen psychoaktiven Substanzen gilt es auch hier, sich selbst zu fragen ob man im Moment in der Stimmung bzw. psychischen Verfassung für solch eine Erfahrung ist und ob die Umwelt in der man sich gerade befindet einen angenehmen, sicheren Rahmen bietet.
Gefahren:
2CB hat, was den momentanen Erkenntnisstand angeht, eine geringere allgemeine Toxizität als MDMA und ist daher vom medizinischen Standpunkt her als weniger, aber nicht ungefährlich einzustufen. Da es sich um eine relativ neue Substanz handelt sind noch keine genauen Aussagen möglich. Da 2CB, ähnlich wie LSD, ein Schlüssel zum Unbewussten darstellt, kann es passieren, dass Du von der Erfahrung überwältigt wirst, dir der Trip zu viel wird. Sieh zu das du immer mit Leuten unterwegs bist, denen du vertraust und die für dich da sind, wenn die Reise mal nicht so verläuft, wie Du es Dir gewünscht hast.