Methamphetamin
Methamphetamin wird üblicherweise durch die Reduktion von Ephedrin z.B. mit Jodwasserstoff oder Jod + Phosphor gewonnen. Der letzte und effektivste Reinigungsschritt bei einer chemischen Synthese ist die Umkristallisation, dabei erhält man das Reaktionsprodukt in kristalliner, hoch reiner Form. Ephedrin ist der psychostimulierende Wirkstoff im Epedrakraut. Es ist auch in einigen freiverkäuflichen Medikamenten enthalten z. B. als unsinnige Kombination in Wick MediNait. Der Chemikalienhandel mit Ephedrin wird seit 1995 durch das Grundstoffüberwachungsgesetz (GÜG) staatlich kontrolliert, um die Drogenherstellung im Vorfeld zu verhindern. Ein offensichtlich gescheiterter Versuch, der nicht die Menge der auf dem Betäubungsmittelmarkt erhältlichen Drogen aber deren Qualität zumindest zeitweise deutlich reduzierten kann. Als Beispiel seien hier die als Ecstasy angebotenen Speedpillen genannt, die vermehrt 1997 (Nov. u. Dez bei über 50% der "E´s") auftraten, nachdem man in den Niederlanden begann, das GÜG konsequent durchzusetzen und gleichzeitig in Berlin das Drugchecking von Eve & Rave verboten hatte.
Bei "Normal-Speed" handelt es sich um Amphetamin und nur selten um Methamphetamin Zubereitungen. Meistens wird Speed als weißes Pulver angeboten. Es ist in der Regel stark gestreckt. Bei der von Eve & Rave bis 1996 in Berlin zur Analytik gegebene Speedproben schwankte die Amphetamin/Methamphetamin Konzentration zwischen 11% und 83%, durchschnittlich liegt sie bei ca. 20%. Damit ist Crystal fünfmal so stark konzentriert wie "Normalspeed". Beim ziehen einer "Normalline" eines uninformierten Drogengebrauchers kommt es dann schnell zu einer Überdosierung. Das kann u.a. zur Folge haben, daß der Drogengebraucher tagelang nicht "runter kommt". Denn Amphetamine bleiben sehr lange im Körper bioaktiv.
Nachweisbarkeit und Führerschein:
Methamphetamin wirkt stärker psychostimulierend und noch länger als Amphetamin. Je nach pH-Wert des Urins liegt die Halbwertszeit im Blut zwischen 8 Stunden bei saurem Urin (z.B. bei Fleischessern) über 30 Stunden bei basischem Urin (z.B. bei vegetarischer Ernährunsweise). Die Nachweisbarkeit im Urin beträgt (je nach pH) bis zu drei Tage. Auch der "drugwipe", eine Art Teststreifen der von der Polizei über die Haut "verdächtiger Personen" gestrichen wird, spricht auf Amphetamin an. Der Test stellt Spuren der Substanz fest, die mit dem Schweiß ausgeschieden werden. Eine Farbreaktion zeigt innerhalb einer Minute ein positives Ergebnis an. Wird bei einem Autofahrer ein positiver Nachweis geführt, ist der Führerschein in der Regel weg. Aber auch wenn man mit ein paar Drogenkrümeln in der Tasche und völlig abseits vom Straßenverkehr erwischt wird, gilt man als "charakterlich ungeeignet" ein Fahrzeug zu führen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf für die Rotgrüne Bundesregierung, wenn ihr das Thema Bürgerrecht nur einen Pfifferling Wert ist. Mehr Informationen zur Führerscheinproblematik unter www.hanflobby.de/recht/fuehrerschein-ade/ .
Schnelltests:
Schnelltests haben eine beschränkte Aussagekraft. Man tropft ein bis zwei Tropfen einer bestimmten Reagenslösung auf einen Krümel seiner Droge. Eine Farbbildung zeigt an, daß die Droge eine bestimmte Stoffgruppe enthalten kann. Allerdings können auch andere nicht erwartete Stoffe zu einem falsch positiven Ergebnis führen. Man bekommt auch keine Aussage über die Konzentration der Wirksubstanzen und die Reinheit der Droge. Stoffgemische wie z.B. Speed und Ecstasy lassen sich als solche mit einem Schnelltest nicht erkennen.
Marquis Reagens (Formaldehyd Schwefelsäure nach Deutschen Arzneibuch) zur Unterscheidung von Speed und Ecstasy:
Wirkstoffe der Ecstasy-Gruppe (MDMA, MDE, MDA, MBDB) reagieren mit Marquis-Reagens zu einem
blau-violett-schwarzen Produkt; Speedwirkstoffe Amphetamin und Methamphetamin reagieren zu einem orage-braunen Produkt.
Simons Reagens (Acetaldehyd und Dinatriumpentacyanonitrosylferrat (II)- Lösung)
Zur Unterscheidungsmöglichkeit von Amphetamin und Methamphetamin:
Sekundäre Amine wie Methamphetamin (aber auch MDMA, MDE u. MBDB) führen mit Simons Reagens zu einer blauen Farbstoffbildung, bei primären Aminen wie Amphetamin (und MDA) kommt es nicht zur Farbstoffbildung.