MDMA
Formeln

MDMA-Formel
(MDMA) 3,4-Methylen-Dioxy-n-Methylamphetamin

MDA-Formel
(MDA) 3,4-Methylen-Dioxy-Amphetamin

MDEA-Formel
(MDEA,MDE) 3,4-Methylen-Dioxy-n-Ethylamphetamin

Herstellung

Bei Zugang zu MDA oder Piperonal ist die Synthese relativ einfach. Diese Substanzen sind jedoch nicht leicht in ausreichenden Mengen erhältlich. Statt dessen wird häufig versucht, entsprechende Vorstufen durch Sassafrasöl oder andere ätherische Öle zu gewinnen. Am häufigsten wird sicherlich gegenwärtig illegales MDMA aus Safrol hergestellt, was leicht aus Sassafrasöl zu gewinnen ist. Die anschließende Umwandlung erzeugt am ehesten MDA (Reaktion mit Ammoniak). Da Methylamin schwer erhältlich ist und somit selbst hergestellt werden muss, ist die Umwandlung in MDMA komplizierter. Die Zunahme von MDA-haltigen Ecstasy-Tabletten ist durch diese Herstellungsschwierigkeiten teilweise zu erklären. Da MDA nur eine diskrete amphetaminähnliche und eine etwas stärkere halluzinogene Wirkung hat und von unerfahrenen Ecstasy-Benutzern kaum von Ecstasy zu unterscheiden ist, bleibt meist offen, welche Substanzen eingenommen worden sind, wenn nur angegeben werden kann, dass man Ecstasy gekauft hat. Die Herstellung ist nicht so einfach wie diejenige von Amphetaminen, da Safrol und seine Derivate bei sehr hohen Temperaturen destilliert werden müssen. Bei der einfachsten Methode wird Safrol mit Natrium- oder Kaliumbromid behandelt, um anschließend Ammoniak oder Methylamin binden zu können. Diese "Standardmethode" ist jedoch sehr wenig ergiebig. Andere Methoden sind effektiver, verlangen jedoch einen besseren Zugang zu Chemikalien (Zyanide, hochspezifische Lösungsmittel). Reines MDMA hat die Form von weißen, nadelförmigen Kristallen. Gelbliche oder bräunliche Verfärbungen zeigen entweder eine unvollständige Synthese oder Oxidation und Verfall.