
(Opium) Morphin
Rohopium ist der eingetrocknete Saft der Mohnpflanze (Papaver somniferum). Nur die orientalischen Mohnsorten mit walnussgroßen Fruchtkapseln enthalten Opium, wildwachsender Feldmohn in unseren Breitengraden jedoch nicht. Die Mohnpflanzen werden auf größeren Feldern gezüchtet, um Opium zu gewinnen. Nur ein geringer Teil der Plantagen dient der legalen Herstellung von opiumhaltigen Arzneimitteln und Mohnsamen zum Backen. Nach der Blüte entwickelt die Mohnblume mehrere Fruchtkapseln, die reichlich mit Pflanzensaft versorgt werden, um die Samen herzustellen. Der Opiumzüchter muss die Samenbildung unterbrechen, da die Wurzeln und Samen nur mikroskopisch kleine Mengen Opium enthalten. Statt dessen werden die jungen Fruchtkapseln mit Messern angeritzt, bis der Saft austritt. Diesen weißen Saft lässt man sodann, an der Pflanze klebend, in der Sonne eintrocknen. Später werden die nunmehr braun-schwarzen Opiumharze abgekratzt und gesammelt. Die Tagesernte für eine thailändische Bäuerin beträgt etwa eine Handvoll Rohopium. Gelegentlich wird Opiummohn auch von Benutzern in den USA und Europa gezüchtet. Es handelt sich dabei um die private Züchtung von 10 bis 100 Pflanzen, die noch unbemerkt im Garten für den privaten Konsum wachsen können. Größere Plantagen können nicht unbemerkt bleiben. Opiummohn wird gezüchtet, indem die Samen für Backwaren (meist von Mohnsorten aus Madagaskar) in die Erde gesetzt werden und weiterwachsen dürfen. Zu betonen ist jedoch, dass die Züchtung von Mohn zur Opiumgewinnung illegal ist. Größere Plantagen fallen fast immer durch das klassische Aussehen der Pflanzen auf, und die heimische, illegale Herstellung auf Eigenbedarfsmengen-Niveau wird dadurch begrenzt.