Psilocybin
Formeln

Psilocybin-Formel
(Psilocybin) 4-Phosphoryloxy-N,N-dimethyltryptamin

Psilocin-Formel
(Psilocin) 4-Hydroxy-N,N-dimethyltryptamin

Herstellung

Psilocybin kann mit Indolen als Ausgangsmaterial vollsynthetisch hergestellt werden. Die meisten Indolpräparate und Tryptamine, die benutzt werden können, sind leicht erhältlich. Die weiterführenden chemischen Reaktionen bedürfen jedoch mehr als nur der Chemiekenntnisse eines Amateurs. Da die Züchtung von psilocybinerzeugenden Pilzen im Vergleich zur Synthese so viel einfacher ist, ist die Menge an illegal verkauftem, vollsynthetisch hergestelltem Psilocybin minimal und stellt eine absolute Rarität auf dem Schwarzmarkt dar. Eine Extraktion von Psilocybin aus Pilzmycelium mit Essigwasser oder Methanol ist denkbar einfach, aber auch dieser Schritt wird meist ignoriert, da getrocknete Pilze kaum andere störende Wirkstoffe enthalten und somit einfach pulverisiert verkauft werden. Nach dem Erhalt der Sporen von eindeutigen Stämmen, die per Versand oder in der Natur zur Verfügung stehen, wird auf Agarplatten weitergezüchtet. Hier können Kolonien von anderen Substanzen wie Schimmel oder Bakterien leicht erkannt werden und durch Weiterimpfung des Myceliums auf neue Agarplatten umgangen werden. Nachdem eine wachstumskräftige, reine Myceliumskolonie gezüchtet worden ist, wird sie auf sterilisiertem Roggen oder Reiskörnern weitergezüchtet. Hier verbreitet sich das Pilzmycelium als große weiße Masse. Anschließend müssen die Roggenkulturen lediglich mit etwas sterilisierter Erde bedeckt werden, und nach etwa 2-3 Wochen treten die Fruchtkörper der Pilze reichhaltig auf. Diese Technik könnte theoretisch innerhalb von sechs Wochen zu einem kontinuierlichen Bestand an Pilzen führen und hundertfache Einzeldosierungen als Pilzernten erzeugen. Da jedoch eine große Genauigkeit bei jedem Einzelschritt notwendig ist und die Kulturen, besonders anfangs, vollständig steril gezüchtet werden müssen, scheitern die meisten Benutzer an der Selbstherstellung dieser Substanz. Die professionellen Pilzzüchter für essbare Pilze dagegen müssen lediglich kleinere Umstellungen in Kauf nehmen, um anschließend den Schwarzmarkt mit Psilocybinpilzen zu versorgen. Die meisten getrockneten Pilze auf dem Schwarzmarkt sind somit entweder semiprofessionell gezüchtet oder vom engeren Freundeskreis in der Natur gepflückt worden. Psilocybin oxidiert und denaturiert in Verbindung mit Licht oder Sauerstoff. Getrocknetes Pflanzenmaterial kann hierdurch rasch an Wirkung verlieren. Eine weitere Gefahr stellt der erheblich schwankende Psilocybingehalt der Pilze dar - unter denselben Bedingungen gezüchtete Pilze können Konzentrationsunterschiede in zehnfacher Höhe aufweisen. Der übliche Gebrauch, Dosierungen in Anzahl von getrockneten Pilzen oder Gramm Trockenmaterial anzugeben, birgt in sich eine große Gefahr von Fehldosierungen.