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Wissenswertes über das Geschlecht Eisenlohr

 

 

Das Geschlecht EISENLOHR verbreitete sich von Reutlingen aus im damaligen Württemberg; seit 1702 durch den Hofprediger Johann Jakob Eisenlohr auch in der Markgrafschaft Baden-Durlach und im 19 Jahrhundert über das übrige Deutschland, die USA und Brasilien. Der Name Eisenlohr, früher auch Eisenlower und Ysenlawer (mit lokalen Abwandlungen) geschrieben, dürfte von dem Weiler Eiselau (früher Isenlow oder auch Isenloch benannt) im Oberamt Ulm abzuleiten sein, von wo das Geschlecht vermutlich herstammt.
Die frühesten Namensträger erscheinen im Stadtarchiv der alten Reichsstadt Ulm. In einer dort befindlichen Urkunde wird mit Datum vom 20. März 1368 ein Johannes Ysenlocher, Meister, genannt, dessen Spuren sich allerdings wieder verlieren. Erst mit 6. Oktober 1511 wird dann der Hausbesitzer Stefan Ysenlawer aktenkundig. Wenig später tritt der Name zu Marbach und zu Reutlingen auf. Im Reutlinger Meister-Register erscheint mit Datum 18. August 1578 ein Thomas Eisenlohr (Eyssenlawer), Kürschner; und derselbe nochmals 1883 mit Handschuh und Harnisch. Mit ihm beginnt die ununterbrochene, dokumentierte Stammfolge des Geschlechts EISENLOHR.

1702 siedelte Johann Jakob Eisenlohr, geb. am 3. November 1655 zu Reutlingen, seit 1684 dortselbst Hauptprediger auf Berufung durch den Markgrafen Friedrich Magnus von Baden-Durlach nach Durlach (bei Karlsruhe) über, um die Ämter als Kirchenrat & Hofprediger sowie Professor für Theologie & Philosophie am Gymnasium ebd. zu übernehmen. Zuvor war er u.a. Dozent an der Universität zu Wittenberg. Von ihm geht der sog. badische Hauptast des Geschlechts aus ( er hatte, in erster Ehe mit Anna Margarete Wunderlich, 12 Kinder). Angehörige des Geschlechts Eisenlohr sind heute (2001) auf allen Kontinenten der Erde zu finden.

(Angaben nach: Deutsches Geschlechterbuch, C. A. Starke, Görlitz).