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Oben abgebildetes Siegel befindet sich auf der Rückseite eines
Medaillons1 mit Reliquie. Es stellt
das Wappen der Südtiroler Familie Arz (d' Arsio, Artz)
dar. Vermutlich war diese Reliquie ursprünglich im Besitz von
Edmundo Leonardo Maria (Edmund Leonhard Maria Josef) Graf Ar(t)z von
und zu Vasegg und gelangte später offenbar in den Besitz v.
Dechant Alois Schmidt (Pfarrer v. Alt-Pölla, NÖ).
Geboren wurde Edmundo Artz am 12.5.1739 in
Arsio/Trentino als Sohn des Sigismondo Gerolamo Arz und seiner
zweiten Frau Barbara Orsola von Württemberg. In erster Ehe (Meran
o-o 1708) war sein Vater, Sigismondo Arz mit der Tochter des Baron
Giovanni Guglielmo Vintler, Elisabeth, verheiratet
gewesen.
Edmondo Arz studierte Theologie, es folgte die Promovierung zum Doktor
der Theologie; 1766
wurde er in Trento ordiniert; er war Bischof zu Teja, Suffrageneus,
Dompropst des hl. Erzstiftes zu St. Stephan in Wien, Kanzler der
Universität Wien. Er starb am 11. März 1805 in Wien.
Die Familien Arz (d' Arsio, Artz) können heute
bis in das Jahr 1185 zurückverfolgt werden, wo sich "Warimberto
d'Arsio"
über das Urkundenbuch des Stiftes Trient dokumentieren lässt.
Im Valle di Non (Trentino) wo die Familie ursprünglich
ansässig war, existiert noch heute das "Castello di Sant'
Anna", welches von Nicolo d' Arsio vermutlich um 1334 erbaut wurde.
Der Titel Arz von und zu Vasegg (d'Arsio e Vasio) wurde 1561 verliehen.
Die Tiroler Linie der von Arz starb 1926 mit dem Tod von Antonio
Arz aus.
Oben beschriebenes Medaillon wurde offenbar von Pf. Alois Schmidt an
Pf. Johannes B. Mühler (1807-1888) weiter gegeben. Mühler
hatte seine klerikale Laufbahn als Kaplan - unter seinem späteren
Mentor Dechant Schmidt - begonnen. Er war Pf. v. Alt-Pölla, Krumau
und Gföhl, Ehrenbürger v. Gföhl, Konsistorialrat,
Träger des Goldenen Verdienstkreuzes mit Krone und Jubelpriester.
Nach Mühlers Tod gelangte das Medaillon in den Besitz seines
Neffen.
1) das Medaillon wurde - wie weitere
Gegenstände aus dem Nachlass Pfarrer Mühlers - 2006 dem
Museum für Altagsgeschichte, Neupölla gestiftet.
Weitere Informationen auf Anfage.
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