Bild 

FAMILIEN- u. HISTORISCHE FORSCHUNG
Startseite
FAMILIENFORSCHUNG
Freytag -  Bugge
Hübner
Rumpler
Stahlschmidt
Sonst. Forschung Westfalen
Wormsbächer - Tennert
HIST. FORSCHUNG
Arz v. u. zu Vasegg
Franck
Haeffelin v.
Hilchenbach -  Malvieux
Holmberg v.
Kulmer v. Rosenbichl
Schneider auf Nägelsfürst
Wladár v.
WEITERES
Publikationen
Dank
Impressum - Kontakt
Autor: Ursula Rumpler

Edmund(o) Leonardo Maria Josef Graf Ar(t)z von und zu Vasegg

1739-1805

arz siegel    
Siegel mit Wappen der Grafen von Arz (Arz von und zu Vasegg)

Oben abgebildetes Siegel befindet sich auf der Rückseite eines Medaillons1 mit Reliquie. Es stellt das Wappen der Südtiroler Familie Arz (d' Arsio, Artz) dar. Vermutlich war diese Reliquie ursprünglich im Besitz von Edmundo Leonardo Maria (Edmund Leonhard Maria Josef) Graf Ar(t)z von und zu Vasegg und gelangte später offenbar in den Besitz v. Dechant Alois Schmidt (Pfarrer v. Alt-Pölla, NÖ).

Geboren wurde Edmundo Artz am 12.5.1739 in Arsio/Trentino als Sohn des Sigismondo Gerolamo Arz und seiner zweiten Frau Barbara Orsola von Württemberg. In erster Ehe (Meran o-o 1708) war sein Vater, Sigismondo Arz mit der Tochter des Baron Giovanni Guglielmo Vintler, Elisabeth, verheiratet gewesen.
Edmondo Arz studierte Theologie, es folgte die Promovierung zum Doktor der Theologie; 1766 wurde er in Trento ordiniert; er war Bischof zu Teja, Suffrageneus, Dompropst des hl. Erzstiftes zu St. Stephan in Wien, Kanzler der Universität Wien. Er starb am 11. März 1805 in Wien.

Die Familien Arz (d' Arsio, Artz) können heute bis in das Jahr 1185 zurückverfolgt werden, wo sich "Warimberto d'Arsio" über das Urkundenbuch des Stiftes Trient dokumentieren lässt. Im Valle di Non (Trentino) wo die Familie ursprünglich ansässig war, existiert noch heute das "Castello di Sant' Anna", welches von Nicolo d' Arsio vermutlich um 1334 erbaut wurde. Der Titel Arz von und zu Vasegg (d'Arsio e Vasio) wurde 1561 verliehen. Die Tiroler Linie der von Arz starb 1926 mit dem Tod von Antonio Arz aus.

Oben beschriebenes Medaillon wurde offenbar von Pf. Alois Schmidt an Pf. Johannes B. Mühler (1807-1888) weiter gegeben. Mühler hatte seine klerikale Laufbahn als Kaplan - unter seinem späteren Mentor Dechant Schmidt - begonnen. Er war Pf. v. Alt-Pölla, Krumau und Gföhl, Ehrenbürger v. Gföhl, Konsistorialrat, Träger des Goldenen Verdienstkreuzes mit Krone und Jubelpriester. Nach Mühlers Tod gelangte das Medaillon in den Besitz seines Neffen.

1) das Medaillon wurde - wie weitere Gegenstände aus dem Nachlass Pfarrer Mühlers - 2006 dem Museum für Altagsgeschichte, Neupölla gestiftet.

Weitere Informationen auf Anfage.


Auswahl zu Quellen & Bibliographie :
De Festi, Cesare:
Genealogia clesiana, Trento 1900
Kink, Rudolf (Hrsg.):
Codex Wangianus. Urkundenbuch des Hochstiftes Trient, begonnen unter Friedrich von Wangen, Bischofe von Trient und Kaiser Friedrich's II., Reichsvicar von Italien, fortgesetzt von seinen Nachfolgern, Wien 1852 (Sprache Lateinisch)

Heraldische Genealogische Gesellschaft Adler, Wien
Archivo di Stato di Trento


Erstes Österreichisches Museum für Alltagsgeschichte, Neupölla
Ich danke an dieser Stelle dem italienischen Autor Bruno Ruffini für seine freundliche Unterstützung und verweise auf seine Arbeiten zur Geschichte des Valle di Non unter dem Link:
http://www.girovagandointrentino.it/puntate/2005/primavera/val_di_non/val_di_non.htm   

zurück zum Seitenanfang





http://members.kabsi.at/familienforschung  © Ursula und Kurt Rumpler 2003-2012
Alle Rechte,
Irrtum und Änderung vorbehalten