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Die Familien Malvieux - Bassenge - Hilchenbach
Ein genealogischer Überblick
Die
Vorfahren der Familie Malvieux
stammten ursprünglich aus der Dauphiné in
Südostfrankreich:
David Malvieux (+ vor 1713) lebte in La Mure/Dauphiné. Ein Sohn
des David Malvieux, der Kaufmann Pierre
(* ung. 1662 La Mure, + 15.12.1732 Lausanne) hatte seinen Wohnsitz in
der
Schweiz und war mit Susanne Barrier verheiratet. Sechs Kinder hatte das
Ehepaar,
darunter Simon
Francois Isaac Malvieux
(* 1691 Nverdon, + 17.6.1746 Erlangen).
Simon heiratete am 20. 11.1725 in Erlangen Simone (1711-1794), eine
Tochter des Erlanger Apothekers Peter Brostaret. Simon war Prediger der franz-ref. Gemeinde
in Erlangen und Hofkaplan der
Markgräfin von Bayreuth.
Sein Sohn, Georg Louis Malvieux
wurde am 24.12.1735 in Erlangen geboren und
heiratete am 6. September 1762 in Dresden Anna Maria Ludovika Honorata Bassenge. Auch die Vorfahren von Anna
Bassenge stammten aus Frankreich. Ihr Urgroßvater,
Jacques Bassenge, 1646 in Sedan geboren, hatte sich als Kaufmann in
Berlin-Prenzlau niedergelassen. Einer seiner Söhne, der
spätere Ölmüller und Gewürzhändler in
Prenzlau, Paul Bassenge, war 1673 noch in Sedan geboren worden (+
26.9.1737 Prenzlau). Paul heiratete am 15.6.1699 in Prenzlau
Marie d' Alencon, Tochter des Jacques d' Alencon, Kolonierichter
in Haag (Holland); aus dieser Ehe gingen 11 Kinder hervor, darunter
wieder ein Kind namens Paul:
Dieser Paul Bassenge ( * 10.11.1715
Prenzlau;+3.7.1779
Dresden), ebenfalls Kaufmann zu Prenzlau war in erster Ehe (Mai 1740)
mit Judith
Battré (+ Nov. 1740) verheiratet, in zweiter Ehe (6.4.1741) mit
Jeanne Bocard (1723-1787) Tochter des Brauers Isaac
Bocard und der Jeanne Hérand.
Von
den 11 Kindern aus
dieser Ehe, war Anna Maria Ludovika Honarata Bassenge das dritte Kind,
geboren am 26.2.1746 in Dresden (+ 17.8.1816 Rosenau/Ungarn).
Georg Louis Malvieux
war zunächst Leder- und
Handschuhfabrikant in Dresden. Während der Regierungszeit von
Kaiser Joseph II. kam Georg Malvieux 1768
nach Prag, um dort eine Weisgerberei und
Handschuhmacherei nach französischer Art zu gründen. 1774 zog
er weiter nach Wien, wo er zu den Pionieren der Handschuhmacherei
gehörte.
Georg Malvieux war Mitglied der ref.
Gemeinde Wien und Meister in der Freimaurer-Loge "Zum Heiligen
Joseph" am Wiener Bauernmarkt. Später übernahm Georg
Malvieux ein Eisenwerk in Rimabrzó/Ungarn,
das er erfolgreich gemeinsam mit seinem Sohn Jacob Matthäus und
dem Schwiegersohn Johann Michael Gerber betrieb. Georg Louis MALVIEUX
starb am 15.4.1802 in Rimabrzó/Ungarn. Aus der Ehe mit Anna Maria
Bassenge gingen insgesamt 18
Kinder hervor, darunter auch Paul Simon Jakob Malvieux (1763-1791),
Kupferstecher
in Leipzig und Aimée
(Amalie) Henriette Malvieux.
Diese heiratete am 25.10.1786 in Wien den reformierten Theologen Karl Wilhelm HILCHENBACH.
Karl
Wilhelm HILCHENBACH, geboren am
19.4.1749 in Frankfurt/M., gestorben am 13.4.1816 in
Wien war
holländischer Gesandtschaftsprediger und 1. Pfarrer der ref.
Gemeinde Wien. Er war der Sohn des ref. Predigers Carl Balthasar HILCHENBACH und
dessen Frau Susanna Jacoba
Behagel.
Aus der Ehe Karl Wilhelm
Hilchenbach mit Aimée Malvieux gingen 5 Kinder hervor:
1. Karl
Ludwig * 1787 Wien
2. Marie Wilhelmina Johanna * 21.4.1789 Wien o-o Wien Johannes
Gullmann, Kaufmann
3. Karl Alexander * 5.6.1791 Wien
4. Amalie Henriette * 15.3.1799 Wien, + 15.2.1802 ebd.
5. Marie Amalie *1 3.7.1800 Wien, + 22.4.1873 ebd. o-o Wien
27.4.1824 Johannes Wilhelm Heß (* 5.6.1797 Frankfurt/M. +
25.7.1875 Altlengbach/Wien), Associé von "Arthaber &
Ribarz",
Wien
Der biographische
Werdegang Karl Wilhelm Hilchenbachs wurde
in einem Artikel für das Biographisch-Bibliographische
Kirchenlexikon erstellt, kann dort (BBKL) bzw. hier
als PDF abgerufen werden.
Empfohlene Zitierweise: Rumpler,
Ursula: Hilchenbach, Karl, Art. in Biographisch-Bibliographisches
Kirchenlexikon, Bd. XXVII, Nordhausen 2007,
Sp.650-661; Internet:http://www.bbkl.de/h/hilchenbach_k_w.shtml
Quellenangaben: s.
Art. Hilchenbach BBKL
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