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Autor: Ursula Rumpler

Hilfskreuzer Hansa, vormals "Meersburg" u. "Glengarry"

hilfskreuzer_hansa
Abb.: Hilfskreuzer Hansa
Gemälde v. Klaus Rainer Forst. In Privatbesitz Kiel. Repro.:K.H. Vorndamme


Seit dem  2 .4. 1944 gehörte mein Vater, Gerhard Hübner, als Kadett (Reservemarine-Sanitätsoffiziersanwärter) zur 2./3. Schiffstammabteilung, Stralsund  und absolvierte seine Ausbildung seit dem Juli 1944 auf dem Kadettenschulschiff und Hilfskreuzer "Hansa".

Technische Daten:
Länge: 153 m, Breite: 20,1 m, Tiefgang: 8,7 m,
Tonnage: 19.200 ts/9.138 BRT,
Maschinenanlage: Dieselmotor,
Leistung: 9.000 PS, Geschwindigkeit:18 kn,  
Besatzung: ca. 400 Mann Stammbesatzung, ca. 400 Kadetten

Kommandanten:
April 1943 - August 1943, Kpt. zur See: Hans Henigst
Februar 1944 - Mai 1945, Kpt. zur See: Fritz Schwoerer


Geschichte:
1939
Neubau als Nr. 643 unter dem Namen "Glengarry" auf der Werft Burmester & Wain, Kopenhagen für die engl. Reederei "Ocean Steam-Ship Company".
1940
Bei Besetzung Dänemarks im April 1944 wurde das noch nicht fertiggestellte Schiff durch die deutsche Kriegsmarine beschlagnahmt.
Probefahrt am 5.11.1944. Umbenennung in "Meersburg".
1941-1942
Einsatz mit ziviler Besatzung als Zielschiff für die 27. U-Boot-Flottille in der Ostsee. Das Schiff wurde als Hilfskreuzer geeignet befunden u. erhielt die Bezeichnung "Schiff Nr. 5". Erneute bauliche Veränderungen wurden in der Werft Wilton Fijenoord/Rotterdam vorgenommen.
1943
Das Schiff wird in die Werft Blohm & Voss, Hamburg verlegt und mit Waffen, Tarnanlagen etc. ausgestattet. Ab November soll es als Kadettenschulschiff verwendet werden, da es nicht nur Platz für 400 Pers. Stammbesatzung, sondern für weitere 500 Mann Platz bietet.
1944
Erst am 12. Februar kann es als Kadettenausbildungschiff mit 216 Offiziersanwärtern als Hilfskreuzer "Hansa" in Dienst gestellt werden. Der Kommandant ist Kapitän zur See Fritz Schwoerer.
1945
Nach Kriegsende wird die Hansa von den Engländern übernommen und als Handelsschiff eingesetzt - bis 1946 fährt sie unter dem Namen "Empire Humber".
1947-1971
Das Schiff fährt unter dem Namen "Glengarry" und "Dardanos".
1971
Abwrackung des Schiffs.
Über die Ausbildung und Alltag an Bord gibt u.a. Bibliographie Auskunft.

Ich danke an dieser Stelle ganz herzlich Herrn K.H. Vorndamme für seine Unterstützung!


Quellen/Bibliographie (Auswahl):

Hilfskreuzer "Hansa", in: SMS (Schiffe-Menschen-Schicksale), Stade 2005, Nr. 135
Brennecke, Jochen
Die deutschen Hilfskreuzer im Zweiten Weltkrieg, Hamburg 2001
Urbach, Wolf-Dieter
So war das damals. Gemeinschaft Crew 44, Hamburg o.J.

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