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FAMILIEN- u. HISTORISCHE FORSCHUNG
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Autor: Ursula Rumpler


FERNDORF 1067-1969


mit den Gemeinden Ahe, Bottenbach, Buchen, Buschhütten, Fellinghausen, Ferndorf, Langenau, Irlenhof, Kredenbach, Kreuztal, Lohe, Littfeld, Osthelden, Weiden

1067
Älteste Erwähnung von Ferndorf wird in einer Urkunde d. Erzbischof Anno II von Köln, in der er Einkünfte u.a. von "Berentraph" notiert.
Ferndorf ist bereits ein Kirchdorf, 1067 steht dort ein gr. erzbischöflicher Hof. Die Siedlung AHE ist wohl später entstanden. Auch der Irlenhof, der zum Kloster Drolshagen gehört, geht vermutlich auf den erzbischöflichen Hof zurück. Es werden Hütten und Hämmer an den Wasserläufen errichtet.

13. Jh.
Ev. Kirche wird in der ersten Hälfte des 13. Jhd. als St. Laurentius erbaut. Es handelt sich um einen spätromanischen Hallenbau mit einem Westturm und einem dreijochigen Langhaus mit vorgebauten Turm.
1304
Die Kirche St. Georg verkauft ihren Ferndorfer Hof an Heinrich von Nassau - diesmal Ferndorf als "Verentrefh" notiert.
1319
Der Bach "Vernentref" wird erwähnt.
1339
Älteste Urkunde, die sich auf die Ferndorfer Kirche bezieht.
1345
Graf Otto von Nassau verkauft dem Erzbischof Walram v. Köln das Kirchspiel Ferndorf (Veerentraf), der Bach wird in dieser Urkunde Veerentref genannt.
1417-1419
Der "Aher Hammer" wird erstmals urkundlich erwähnt.
Im Siegener Rentei-Einkunfts-Verzeichnis unter "kirspel van F.: Gisel van F. van eyme gude daselbes, Gerlach Kyp vam gude daselbes schatzungspflichtig" (SUB II).

1451
Casperus Pherntorff ist an der Universität Erfurt immatrikuliert.
1461
Das Siegener Herbst-Schatzungsregister nennt für F. und Hof Irlen 17 schatzungspflichtige Personen. (SUB II).
1463
Der "Berger Hammer" wird erstmals urkundlich erwähnt: "...hamer zu Pherntorff", der em "Henne van den Irlen gehört".
1466
Beginn der Steuerlisten für Getränkeausschank, erste Erwähnung eines Wirtes: "Ewert van den Irlen hait gezapt seß ame birß je ame 1b = 6b.
1467
18 Steuerzahler.
1493
lt. Achenbach erhält ein "Frohlich von Ferndorf" einen Fuhrlohn von 1 gl.12 alb dafür, dass er ein Fass Schlehenwein nach Köln fährt, welches von dort nach Breda befördert werden soll. Im gleichen Jahr transportiert dieser Fuhrmann 2 Tonnen Heringe und einen Korb Bollichs nach Siegen, wo 72 Priester zum Begräbnis der Landesherrin anwesend sind und bewirtet werden müssen (es ist anzunehmen, dass hier der ganze Hofstaat verköstigt wurde, denn 72 Priester allein hätten - selbst wenn sie 500 gr. Hering/ Tag verzehrt hätten - doch mehr als 55 Tage benötigt diese Menge zu essen).
1499
"Johann Stailsmith von Pherntorff und Fiege, sine eliche husfrauwe" pachten  Wiesen, Äcker und eine Haubergsgerechtigkeit in Hilchenbach.
1500
Der Feldhof wird gebaut, man zählt 21 Steuerzahler.
Ab 1530 langsamer Übergang zur Reformation

1542
Ein Heimann Stahlsmit wird erwähnt.
1561
Hieronymus Stahlschmidt wird Vormund des jüngsten Sohnes des verstorbenen Heilmanns, des alten Wirts zu Ferndorf.
1562
Andreas Rauting "Rautingus Andreas Ferndorfensis" hat sich an der Univeristät von Marburg immatrikuliert.
1564
Die Pest wütet in Ferndorf.
1568-1648
Niederländischer Befreiungskrieg, in den das Haus Nassau eingebunden war
1569
Die Ämter Ferndorf, Krombach, Hilchenbach werden zur Absicherung der Finanzierung für den Niederländischen Befreiungskrieg, den der  Graf v. Nassau unterstützt, für 14.122 1/2  Gulden verpfändet.
1575
Die Ferndorfer müssen Frondienste leisten: auf dem gräflichen Gut Küchtal bei Marienborn müssen sie säen und ernten.
Immer noch werden evangelische und katholische Riten in der Kirche gemischt.

1578
Nochmalige Verpfändung der Ämter Ferndorf, Hilchenbach u. Krombach.
1579
Erster Eintrag im Totenbuch des Kirchspiels Ferndorf.
1599
Ein Schatzungsregister gibt Auskunft über den Tierbestand: 
Hans Rauting verfügt über 1 Pferd, 9 Rindviecher, 10 Schafe und 2 Schweine - auffallend der große  Bestand an Pferden, die vermutlich für den Transport von Holzkohle, Eisenerz und sonstigen Gütern gehalten wurden.

Die Pest und Rote Ruhr fordern viele Opfer. Pastor Stoever notiert in seinem Sterbebuch zwischen Juli bis zum Jahresende 125 Bestattungen, davon im ganzen Jahr allein 50 Tote, welche an der Pest gestorben sind.

1618-1648
30jähriger Krieg, der auch Ferndorf nicht verschont.
1621
Wieder raffen Seuchen ganze Familien hin.
1627
Vom Krsp. F. werden das neugegründete Müsen abgetrennt.
1626-1632
1636-1645

1. Rekatholisierung
2. Rekatholisierung
Anm.: die konfessionellen Streitigkeiten werden erst endgültig 1739 mit der Absetzung von Fürst Hyazinths (+ 1743) beendet.

1636
An der Pest sind 126 Personen gestorben.
1641-1662
Johannes Stahlschmidt, der spätere Begründer der Ferndorfer Stahlschmidt-Linie wird in Niederndorf geboren. 1661 heiratet er die Ferndorferin Catharina Rauting;  es folgen aus dieser Ehe 5 Kinder, davon 4 Söhne, darunter Johann-Peter Stahlschmidt (*1662).
Aus einer zweiten Ehe mit Anna Pfaffrath - 1671- gehen 8 Kinder hervor, einige Söhne treten in die Fussstapfen ihrer Vorfahren und werden Stahlschmiede. Johannes Stahlschmidt wird durch seine Heirat mit Catharina Rauting zum Teilhaber am Aher-Hammer, der heute noch als "Lochanstalt Aherhammer Stahlschmidt & Flender GmbH" existiert.

1678
Der Gerichtsschöffe Johannes Stahlschmidt hat zwei Hüttentage vorm Berg und wird in die Hammerschmiedezunft aufgenommen.
1707
kurhannoversche Truppen  kommen durch Ferndorf.
1708
290 Einwohner.
1710/11
Der Stahlschmied Johann-Peter Stahlschmidt ist in einen Rechtsstreit verwickelt, da er ein Darlehen nicht zurückgezahlt hat .
1715
Die Ausschweifungen in den Ferndorfer Gaststätten geben Anlass zu Beschwerden, "dass in keinem Kirspel mehr schwelgens vorgehe als eben hier und wurde sonderlich Anthonius Stahlschmidtt als ein incorrigibler trunckenbolt angesehen".
1716-1720
Zuvor gen. Stahlschmied und Wwr. Johann-Peter Stahlschmidt wandert mit 5 Kindern in die Grafschaft Mark nach Plettenberg aus. Seine Söhne Johann Georg und Jost Henrich Stahlschmidt gelten als die Begründer der Plettenberger Linie der "Stahlschmidts".
1731
Kaiserliches Regiment auf dem Weg nach Köln kommt durch Ferndorf.
1740-1748
Habsburger Erbfolgekrieg.
1749
Größere Feuersbrunst, der mehrere Wohnhäuser zum Opfer fallen.
1745-1763
7jähriger Krieg.
1758
Philipp Henrich Stahlschmidt , Urenkel Johann-Peter Stahlschmidts wird zu Ferndorf geboren, Reidemeister, Pächter der Hütte zu Burgholdinghausen, 1809 Mairie und Munizipaldirektor.
1760
Das Amt Ferndorf-Krombach hat für französische Truppen hohe Kontributionszahlungen nach Siegen zu leisten.
1776
Der Jahresbeginn ist durch eine Kältewelle gekennzeichnet, es werden minus 22,5 Grad gemessen.
1781
Gemeindevorsteher ist Johannes Stahlschmidt.
1784
Erster Ferndorfer Wächter ist der Schneider Georg Schmidt.
1786
Wilhelm Stahlschmidt kauft einen Hammertag für 1200 Rtl. am Berger Hammer:

Bekanntmachung:
"VI. Hans Henr. Münker der jung. zu Ferndorf, einen Hammertag in dem Berger Eisenhammer zu Ferndorf, cum appertinentiis, dem Wilh. Stahlschmidt,  dah. fur 1200 Rthlr." (Dillenburgische Intelligenz-Nachrichten, Sonnabend, 28. Okt. 1786).
1787
Bekanntmachung: Amt Hilchenbach: Da bisher die wahre Ursache des in der Nacht vom 26. v. M. März auf dem Aher Stahlhammer [Stahlschmidt] entstandenen unglücklichen Brands noch nicht zu entdecken gewesen: so wird hiermit demjenigen, welcher die wahre Ursache dieses Brands dem hiesigen Amt entdecken  wird, mit Verschweigung seines Namens eine Belohnung von 1 Karolin zugesichert, und dieses hiermit öffentlich bekannt gemacht. (Dillenburgische Intelligenznachrichten, Sonnabend, 5. Mai 1787).
1791
Eine Quittung der Ferndorfer Gemeinderechnung:  "Gerichts Schöffen Stahlschmidt Predentiret für Versäumniß und Ritt nach Hilchenbach, um der kriegskosten Berechnung wegen dem im Monath Oct. 1790 gehabten Durchmarsch der kayerl. Königl. Truppen beizuwohnen 2 gl.  Den 2 t Merz bin ich der Vorsteher Müncker nochmalen wegen mehrgedachter Kriegskosten Berechnung nach Hilchenbach gewesen seyn für Gang und Versäumniß 15 alb".
1794
...geht der Irlenhof in Ferndorf als freies Eigentum an die ehemalige Pächterin, Anna Christine, Johan Henrich Kleins Witwe bzw. deren Erben über. Die Pächterin ist berechtigt, den fünften Teil  des Hofes an den Gerichtsschöffen Jost Friedrich Stahlschmidt in Ferndorf zu verkaufen, der auch Mitunterzeichner des Vertrags ist.
1795
Ludwig Carl Stahlschmidt, Sohn des o.a. Stahlhändlers und Pächters der Burgholdinghausener Hütte Philipp Henrich Stahlschmidt wird geboren, 1832 zum Bürgermeister von Ferndorf gewählt, 1837 in den Vorstand des Kreuzthaler Walzwerks-Vereins gerufen. Verfasser zahlreicher Schriften auf wirtschaftspolitischem und landwirtschaftlichem Gebiet, Autobiographie, Vertrauter des westf. Oberpräsidenten Freiherrn v. Vincke.

Erste Ferndorfer Todesanzeige in den Dillenburgischen Intelligenznachrichen.

1806-1815
Französische Regierungszeit.
1809
Die Municipalität Ferndorf mit ihrem "Direktor" Philipp Henrich Stahlschmidt gehört nun zum Canton Netphen, zum Arrondissement Siegen und wird dem Großherzogtum Berg eingegliedert - mit der Landeshauptstadt Düsseldorf. Das Büro der "Mairie Ferndorf" befindet sich im Haus der Fam. Schweisfurth in Ernsdorf;- die Zeiten sind durch grosse Not, bedingt durch die vielen Kriegsdienste, Verköstigung der Truppen, Abgabenleistungen gekennzeichnet.
1813/15
Befreiungskriege
1813
Einquartierung von Kosaken, Infanterie, Dragonern, Kalmücken - an den Befreiungskriegen nehmen auch Ferndorfer teil
Die Municipalität zählt nun 3080 Einwohner.

1832
Ludwig Carl Stahlschmidt wird Bürgermeister.
1834
Justus Stahlschmidt (1809-1874, Sohn o.a. Philipp Henrich Stahlschmidt) handelt mit Eisenwaren, hat in Kochers Haus zuvor mit einer Schlosserei begonnen.
1837
...wird in Kreuztal der Plan eines Walzwerkes unter Obhut des Bürgermeisters Stahlschmidt realisiert: Der Kreuztaler Walzwerkverein, eine Aktiengesellschaft, nimmt den Betrieb 1840 auf und verarbeitet Eisen aus dem Hilchenbacher Raum.
1844-1845
Friedrich Stahlschmidt ist Gemeindevorsteher.
1848
Märzrevolution.
1849
688 Einwohner in Ferndorf, im Amt Ferndorf 4424 Einwohner.
1852
Bekanntmachung: "Der Kleinschmiede-Geselle Gustav Jacob Stahlschmidt aus Ferndorf hat nach den bestehenden Prüfungs-Vorschriften die Meister-Prüfung abgelegt und vollkommen genügend bestanden, welches hierdurch bekannt gemacht wird. Siegen, den 24. Februar 1852.
Die Kreis-Prüfungs-Kommission für das Kleinschmiede-Handwerk, Heinr. Schleifenbaum, stellv. Vorsitzender".

(Intelligenzbl. für die Kreise Siegen, Wittgenstein u. Altenkrichen, Freitag, 27. Januar 1852).
1853
Kreuztaler Walzwerkverein geht an die Gebürder Dresler über.
1855
Bekanntmachung: "Die Gewerkschaft des Berger Rohstahlhammers zu Ferndorf beabsichtigt unter der Firma Gebrüder Stahlschmidt zu Ferndorf und Heinrich Behner zu Kreuzthal, unmittelbar an den Rohstahlhammer auf der ihr eigenthümlich zugehörigen Parzelle Flur III. No. 236 eine Fruchtmühle mit zwei Mahlgängen, so wie eine Holzsägemühle anzulegen.
Nach Vorschrift der §§ 27 und 29 der Allgemeinen Gewerbe-Ordnung wird dies Vorhaben hierdurch unter der Aufforderung zur öffentlichen Kenntniß gebracht, etwaige Einwendungen dagegen innerhalb 4 Wochen gemäß der Amtsblattbekanntmachung vom 6. März 1847 No. 106 gehörig begründet und mit den nöthigen Beweismitteln versehen, bei mir anzumelden.

Situations- und Nivellements-Zeichnungen liegen auf dem hiesigen Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht offen. Krombach, den 24. Januar 1855.
Der Bürgermeister Schreiber"
(Intelligenzbl. für die Kreise Siegen, Wittgenstein u. Altenkirchen, Freitag, 26. Januar 1855)
1859
....es droht erneut Krieg, die Landwehrmänner werden einberufen...
1861
Bekanntmachung:"Ein neues eisernes, ca. 450 Fuß großes Kühlschiff habe ich in der Brauerei des herrn Friedrich Haas in Crombach aufgestellt und erlaube mir solches hierdurch den Herren Brauerei-Besitzern zur gefälligen Ansicht und Begutachtung zu empfehlen.
Ferndorf, den 10. April 1861. Justus Stahlschmidt.
(Intelligenzbl. f.d. Kreise Siegen, Wittgenstein..., Dienstag, 16. April 1861)

Bekanntmachung: "In den nachstehenden Zeugnissen erlaube ich mir die Resultate der Anwednung neuer Apparate in den Brauereien der Herren Fr. Haas in Crombach und zu Schloß Schnellenberg, mitzuteilen. Ferndorf, den 15. Mai 1861, Justus Stahlschmidt:

Das, aus der Fabrik des Herrn Justus Stahlschmidt zu Ferndorf in meine Brauerei bezogene eiserne, ca 450 Fuß große Kühlschiff und Senkboden, sind in allen Beziehungen so zu meiner Zufriedenheit ausgefallen, daß ich darüber mit Vergnügen gegenwärtiges Zeugnis ertheile. Crombach, den 24. April 1861. Fr. Haas.

Die von dem Fabricanten Herrn Justus Stahlschmidt zu Ferndorf für die hiesige Bierbrauerei bezogene Malzdarre - 460 Fuß groß - , Senkboden - 30 Fuß groß - und Hopfenseyhe, aus gelochtem Eisenblech, sind in Zweckmäßigkeit und Leistungsfähigkeit, so wie in Material und Arbeit so zur allseitigen Zufriedenheit ausgefallen, daß ich darüber gerne gegenwärtiges Zeugniß ertheile. Schloß Schnellenberg, den 7. Mai 1861 (L.S.) M. Schneidersmann.
(Intelligenzbl. 17.5.1861)

Bekanntmachung: "Verkauf eines Hammerwerks:  Das Ferndorfer Hammerwerk, auf einem der vorzügichsten Wasser-Gefälle des Siegerlandes und in Nähe des Kreuzthaler Bahnhofs gelegen, mit ca. drei Morgen Grundeigenthum und vielen auch zum Fabrikbetriebe und einem Hüttenwerk geeigneten Gebäulichkeiten versehen, wovon das bedeutend vergrößerte Hammer-Gebäude noch ganz neu ist, wollen die Besitzer am 15. Juni, Nachmittags 3 Uhr, im Behner´schen Hause zu Kreuzthal unter den dort niedergelegten näheren Bedingungen zum öffentlichen Verkaufe bringen und im Falle annehmbaren Gebots die Genehmigung ertheilen."
(Intelligenzbl. f.d. Kreise Siegen, Wittgenstein..., 14. Mai 1861)

Anm.: Es handelt sich hierbei um den Berger Hammer, im Besitz der Gebrüder Stahlschmidt und Johann Heinrich Behner, (vgl. "Ludwig Carl Stahlschmidt").

1862
Johann Hermann Stahlschmidt & Ludwig Karl Stahlschmidt werden als Wahlmänner für die Abgeordnetenwahl (Preuß. Nat. Versammlung) im Kreis Siegen gewählt.
1863
Justus Stahlschmidt wird  alleiniger Eigentürmer des Aher Hammers, Gründer der Justus Stahlschmidtschen Werke.
1865
Freitod Johann Hermann Stahlschmidt, Hüttendirektor a.D. Hasslinghausen.
1870/71
Deutsch-Französischer Krieg
1870
Bekanntmachung:"Meine Wohnung und Comptoir sind von heute ab bei meinem Werke (Aher Hammer). Der bisher neben meinem Fabrikgeschäft betriebene Detail-Verkauf von Colonial-Farb-, Eisen- und Kurz-Waaren hört vorläufig auf. Ferndorf 6. Juli 1870 Justus Stahlschmidt ". (Siegener Kreisblatt, Dienstag 12.7.1870, S. 4, Sp. 1).
1876
Wilhelm Stahlschmidt: Wächter von Ferndorf für 180 Mark.
1877
Ernst Heinrich Stahlschmidt, Gründer der "Lochanstalt Aherhammer" wird geboren.
1882
Ludwig Karl Stahlschmidt stirbt.
Haubergsvorsteher Münker bietet zum ersten Mal über eine Zeitungsannonce Weihnachtsbäume zum Verkauf an.

1884
Eintrag der Firma Eberhard Stahlschmidt in das Handelsregister.
1910
4 Straßenlampen werden in Ferndorf aufgestellt
1914-1918
1. Weltkrieg, unter den Kriegstoten: Ewald Stahlschmidt.
1919
Im Amt Ferndof werden 12.260 Einwohner gezählt.
1956-1961
Im Gemeinderat: Otto Stahlschmidt.
1939-1945
2. Weltkrieg
Am 18.3. einer der schwersten Luftangriffe auf Ferndorf,12 Häuser zerstört, viele beschädigt, 80 haben kein Dach mehr, 36 Zivilisten und 7 Soldaten finden den Tod. Zu den Gefallenen im 2. WK zählt auch Eberhard Stahlschmidt.

1969
Ferndorf ist seit dem 1. Januar 1969 im Rahmen der kommunalen Neugliederung durch den freiwilligen Zusammenschluß der vier im mittleren Ferndorftal gelegenen Gemeinden Kredenbach, Kreuztal und Buschhütten, der vier Gemeinden des Littfetales, Burgholdinghausen, Littfeld, Krombach und Eichen (mit Stendenbach und Bockenbach) sowie der vier Heestalgemeinden Oberhees, Mittelhees, Osthelden und Fellinghausen zur Stadt Kreuztal zusammengeschlossen.
Nähere Beschreibungen einzelner Personen Stahlschmidt aus Ferndorf können auch der u.a. Publikation "Stahlschmidt" entnommen werden.

Quellen/Bibliographie (Auswahl):

StA Münster, StadtA Siegen, KB ev. Kirche Ferndorf
Achenbach, Heinrich von:
Aus des Siegerlands Vergangenheit, Siegen 1895
Berk, Werner:
Hineingeschaut [..] .in die Buschhütter Ortschronik, 2002
Böttger, Hermann:
Alte Höfe in Ferndorf und Ahe, in: SL Bd. 18, 1936, S.127 ff.
Engelbert, Herman:
Hinterhüttsche Chronik, Kreuztal 1994
Gemeinde Ferndorf (Hrsg.):
900 Jahre Ferndorf, Hilchenbach 1967
Irle, Lothar:
Ferndorf. Ein Dorfbuch, Ferndorf 1963
DGB 139
Manger, Eduard:
Geschichtliche Nachrichten über Ferndorf, Junkernhees, Langenau und Burgholdinghausen, Siegen 1881
Philippi, Friedrich (Hrsg.):
Siegener Urkundenbuch, Bd. I (SUB I), Siegen 1887, Bd. II (SUB II), Siegen 1927
Rumpler, Ursula
Die Stahlschmidts. Eine historisch-genealogische Archiv- und Quellenforschung, Baden 2005
Verein zur Pflege der Dorfgemeinschaft in Ferndorf
Ferndorfer Dorfchronik; Kreuztal 2002

Intelligenzbll. für die Kreise Siegen, Wittgenstein und Altenkirchen, 1786, 1852, 1855, 1861
Siegener Kreisbll.,1870

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