Das
Kirchspiel Freudenberg 1389-1969
Mit den Gemeinden Anstoß, Büschergrund, Freudenberg,
Herlingen, Heuslingen, Hohenhain, Mausbach, Plittershagen
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Ursprünglicher
Name Freudenbergs: Freidenberg - Freide von Freith abgeleitet = Schutz.
Vom bzw. zum Freudenberg(e) (15./16. Jhr.), zom Freudenberghe (1423),
Vroethdenberch (1472), Freudenburg (1476), Zum Fraudenberge (1428),
Freudenberg (1482, endgültig ab 1715), (tom) Freudenbergh (1499
bzw.
1633/24), zum Fredenbergk (1552), Freidenberg (1562), Freudenberg
(1696).
Wappen: Im blauen Schilde ein goldenes Stadttor mit offenem Torbogen,
darüber ein von 2
Zinnentürmen flankierter Stufengiebel. Verliehen 1911
in genauer Nachbildung des Freudenberger Schöffensiegels von 1473
und den nassauischen Farben Blau-Gold.
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500
vor - ca. 200 n. Chr.
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Erste
Besiedelung des Siegerlandes ist nachgewiesen. Kelten betrieben die
ersten Eisenschmelzöfen - auch aus dem
Freudenberger Raum sind Verhüttungsplätze bekannt.
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1389
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Landesherrliche
Burg, erste urkundliche Erwähnung: 28.8.1389.
Graf Reinhard II. von Westerburg wird durch die Grafen von
Nassau beschuldigt, die Burg Freudenberg 1388 überfallen zu haben.
Verpfändung der zerstörten Burg Freudenberg an Siegfried von
Seelbach u. Robin und Johann v. Bicken, um sie neu aufzubauen.
Die Burg Freudenberg war ursprünglich durch den Grafen v. Nassau
als Grenzburg errichtet worden - gleichzeitg begann vermutlich die
Besiedelung des Flecken Freudenbergs. Mit der Errichtung der Burg
Freudenberg erfolgt die Rechtsprechung von hier aus für das ganze
Amt Freudenberg.
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1417
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Der
Landesherr hat in Freudenberg eine Hütte - man zählt 48
Feuerstellen = Haushalte.
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1421/23
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Als Verwaltungsmittelpunkt
belegt: Amts- und Gerichtssitz, Angliederung eines gräflichen
Wirtschaftshofes.
Wüste Hofsiedlungen in der Nähe: Halmenhof, Ohrendorf,
Herlingen, Gambach, Uebach und Weningen.
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1442-1447
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Das
Abgabenverzeichnis verzeichnet 27 Gärten vor dem
Schloß, für jeden Haushalt muß ein Huhn und eine halbe
"meste" Öl entrichtet werden.
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1456
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17.11.
Bürgerbrief des Grafen Johann IV. von Nassau. Darin erneuert er
die Freiheitsrechte der Freudenberger Einwohner, die diese schon
länger inne haben. Die Bürger sind zum Schutz der Burg
verpflichtet.
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1463
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Burglehen
der "von Selbach" genannt. Die Bürgermeisterwahl findet am Montag
nach Walburgis statt. Eine Lederverarbeitung lässt sich in
Freudenberg nachweisen. Die gräfliche Hütte wird an "Heite
Schumecher" und "Roprecht" verpachtet. "Heite Schumecher zom
Freudenberg van der Hutten zu Astorf offhalben wasser 6s"
wird genannt. Einführung einer Getränkesteuer: pro verzapftem
Ohm Bier ist 1 Albus zu entrichten.
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1465
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....man
kauft auf Befehl der Gräfin 150 Schafe, die nach Freudenberg
gebracht werden, der Landesherr lässt einen Hauberg bearbeiten,
dazu werden aus der Umgebung 100 Frohnarbeiter herangezogen.
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1469-1489
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Die
Pest, die in den folgenden Jahren mehrmals auftritt, führt zu
einer Dezimierung der Bevölkerung.
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1472
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Freudenberg wird "oppidum"
genannt.
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1473
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Ein
Schöffensiegel ist belegt.
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1476
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Bezeichnung:
"in valle F.", in den folgenden Jahrhunderten als "Flecken"
bezeichnet. Es ist ein Burglehen der von Se(e)lbach verzeichnet.
5.10.1476: Präsentationsurkunde des Grafen Johann V. von Nassau
für den "Rector" Johannes von Müsen, nachdem sein
Vorgänger Henrich von Eckenshagen gestorben ist - ältestes
erhaltenes Dokument zur Vorgeschichte der Kirchengemeinde.
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1482
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Neunzehn
Zeugen "zo dem Freudenberge ander dem gerichts hagedorne" bezeugen vor
dem Notar Irle die Grenze zwischen den Grafschaften Nassau und Sayn.
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1492
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Burglehen der von Selbach
immer noch nachweisbar.
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1500
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Aufrüstung
der Bevölkerung - es werden Harnische, Pickelhauben,
Armbrüste und eiserne Hakenbüchsen angefertig, Kanonen werden
gegossen.
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1504
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Freudenberg
zählt 55 Häuser, die nicht mehr innerhalb der befestigten
Mauern Platz haben. Weiters werden erwähnt zwei
Eisenschmelzhütten, eine Korn- und eine Ölmühle - im Amt
selber stehen weitere Eisenhütten, Loh- und Kornmühlen, die
Einwohner leben vornehmlich von Landwirtschaft und ihrem Hauberg.
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1517
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31.10.,
Luther schlägt seine 95 Thesen in Wittenberg an.
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1518
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Die
Burgmauer fällt teilweise ein und ist, als gräfliche
Beamte diese 1602 besichtigen, immer noch nicht aufgebaut.
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1527/28
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wird Laurenz Siebel,
der spätere "Canzler" von Paderborn, geboren.
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1528
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Tilchen Schumacher hat
Streit mit Paul Stalsmydt wegen
4 Gl. Lohn.
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1530
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REFORMATION, Freudenberg wird,
wie ganz Nassau, LUTHERISCH.
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1540
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Durch einen Brand wird die
Burg und die Burgmannsiedlung erheblich beschädigt. Die Burg wird
auf Anordnung Wilhelm des Reichen neuaufgebaut.
Die "Hobstatt" ist auf einer neuen "Platzung", ausserhalb des
Burgrings zu errichten - der neue Ort entsteht, 4 Tore:
Hohenhains-, Wieher-, Brass- und Schultor, zwei abwärts
führende Straßen und 4 Querstraßen, Markt-, Mittel-
und Unterstraße stammen aus jener Zeit.
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1549
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Hans Stahlschmidt
(vermutlicher Stammvater der Siegerländer Stahlschmidts) kommt von
auswärts ungefähr um diese Zeit nach Freudenberg.
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1557
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Die Gräfliche
Hütte liefert 31 1/2 Wagen Eisen. Hans Stahlschmidt arbeitet zu
diesem Zeitpunkt in der gräflichen Hütte als Schmied.
Weiteres zu Hans Stahlschmidt siehe auch hier »»»
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1586
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Das Schatzungsregister
zählt 48 "Feuerstellen" (Häuser) in Freudenberg -
sieben weniger als vor dem Stadtbrand.
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1559
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6.10. Tod Wilhelm des
Reichen - unter seinem Nachfolger Johann VI. wieder Diakone in
Freudenberg.
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1563
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55 Häuser, 237
Einwohner.
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1568-1648
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Niederländischer
Befreiungskrieg, in
den das Haus Nassau eingebunden ist.
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1568-1571
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Vergebliche Bemühungen
Freudenbergs um ein eigenes Kirchspiel, 1569 neuerlich die Pest.
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1569
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Berüchtigtes
"Freudenberger Sterben" (Pest). 1566 zählt man noch 65
Steuerzahler, 1577 sind es nur noch 55, selbst 30 Jahre nach der Pest
sind die Verluste noch nicht ausgeglichen.
Ein Wagen mit Stahlstein aus Müsen, der bis Freudenberg 4 Stunden
benötigt, kommt auf 3 Gulden, einschl. Fuhrlohns.
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1572
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Der Niederländische
Freiheitskrieg gegen Spanien wird von den Nassauer Landesherrn
unterstützt, es werden Truppen zur eigenen Verteidigung
aufgestellt: Im "Muester Zettell Freudenberg" wird der Schütze Hans
Stahlschmidt zu Niedderndorff
notiert, Rottmeister über 22 Personen mit Büchsen und Degen,
Spiesser ist ein Hen Stalschmidt.
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nach 1580
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Freudenberg wird REFORMIERT.
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1582
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Die Gemeinde Freudenberg
klagt Ebert Siebel (I.) wegen Schmähung gemeindlicher Aufgaben.
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1584
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Die Eisenindustrie erlebt
großen Aufschwung, es werden 5 Stahlhämmer erwähnt -
über drei Jahrhunderte ist Freudenberg nun für seine
Stahlschmiederei bekannt.
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1585
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Am 19.2.1585 erhält
Freudenberg eine eigene Pfarrei (bis dahin zu Oberholzklau
gehörig), festgehalten im Protokoll der
Gemeidegründungsversammlung vom 19. Februar 1585 durch Inspektor
Crellius.
Am 20.2.1585 berichtet der Inspektor in einem Brief an den Grafen von
den Vereinbarungen und Vorschlägen. Bei dieser Versammlung sind
folgende Bürger Freudenbergs anwesend: Bach, Erich -
Schulheiß zum Freudemberg, Johann Seybel der Elter,
Burgemeister;- Hermann Heese;- Adolph Lohr;- Johann
Muller;- Henn Michael;- Cornelius Frisenhain;- Peter Seybel
der Junger.
Als Pastoren sind erwähnt: "Cunradt Luth. Pastor zu Holtzclaw,
mitt seinem aedituo Er johan
Tiburtius Pastor zu Obern Vischbach, Er Henrich Zeidembach".
Es heisst, dass der Pastor "Schule halten soll".
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1586
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48 Häuser, sieben
weniger als vor dem Stadtbrand. Im Verzeichnis der Freudenberger
Schöffen ist Wilhelm Stahlschmidt, Sohn des Hans
Stahlschmidt zu
Niederndorf verzeichnet.
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1597
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Büschergrund,
Plittershagen, Stöcken, Mausbach, Hohenhain kommen zur Pfarre
Freudenberg, Kreissynode Siegen.
1 Schulmeister wird verzeichnet,
der zugleich in der Kirche "die Gesänge halten soll".
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1599
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62 Haushaltungen - 1 Kuh kostet 8
Gl., 1 Schaf oder Schwein 1 Gl., 1 Elle Wollentuch 13-15 Alb., 1 Meste
Acker 3 Gl., 1 Meste Hauberg 30 Gl. In der Stadt kann man
für 50-90 Gulden ein kleines Haus erwerben.
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Ende 16. Jh.
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4 Stahlhämmer, 2
Lohmühlen, 2 Schleifmühlen.
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1601
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Gemeinde Büschergrund wird
von der Pfarrei Oberholzklau getrennt und dem Kirchspiel Freudenberg
zugeteilt. Das gleiche geschieht mit den Gemeinden Plittershagen, Ober-
und Niederstöcken, Herlingen, Öhndorf und Mausbach.
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1601-1606
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Bau einer Kirche, welche als
Wehrkirche dient, sie ist voll in die Verteidigungsanlage Freudenbergs
integriert. Am 1. April 1602 berichtet Philipp Schomler an den Grafen
Johann VI. zu Nassau über den Kirchenbau.
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1603
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Das Freudenberger
Schöffenverzeichniss verzeichnet einen "hanns stalschmidt
zu Blitterßhain".
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1614
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In den Freudenberger
Kirchenbücher lassen sich die ersten Geburts-Eintragungen zu dem
Namen "Stahlschmidt" nachweisen. Diese wie die
nachfolgenden Geburtseintragungen unter "Stahlschmidt"
sind jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach der Familie Stahl
zuzuordnen.
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1615
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Pest in Freudenberg.
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1617
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Die "Naßawische Chronick"
durch Johannem Textorem aus Häger wird veröffentlicht, darin
auch eine ausführliche Beschreibung Freudenbergs.
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1618-1648
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30jähriger Krieg
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1618
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Zunftprivileg, Zunftbrief der
Stahl-, Waffen- und Sensenschmiede.
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1623
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Freudenberg wird Witwensitz der
Gräfin Margaretha von Nassau-Siegen.
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1626-1632
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Erste
katholische Zeit unter Johann VIII. des Jüngeren (zur
Rekatholisierung des Siegerlands s. Beitrag Haus Nassau).
Es finden sich Bemerkungen des katholischen Geistlichen, des Jesuiten
Johannes Bilstein, über seine Kirchengemeinde im
Freudenberger Kirchenbuch. 1630 klagt dann Caspar Berghoff über
"Difficultates parochiae Freudenbergensis".
Soldaten des Regiments des Herzogs von Lüneburg dringen in das
Siegerland ein, mehrere Kompanien wollen sich in Freudenberg
einquartieren, können jedoch erfolgreich zurückgeworfen
werden.
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1635
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Neuerlich die Pest - eine
Reihe Freudenberger fällt ihr zum Opfer, so auch der "Klockener
zum Freudenberg, Peter Sybell"; - es herrscht Lebensmittelknappheit und
Hungersnot; - es ist für die Freudenberger das schlimmste
Kriegsjahr. Truppen der Armee des Marquis di Grana liegen in
Freudenberg. Beginn der Hexenprozesse.
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1636-1645
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Zweite katholische Zeit - 4 kath.
Pfarrer folgen - (Anm.: die konfessionellen Streitigkeiten werden
endgültig erst 1739 mit der Absetzung Fürst Hyazinths (+1743)
beendet).
1638 Freudenberger Schöffenverzeichnis weist "Antonius
Stahlschmidt von
Niederndorff"
aus, Urenkel Hans Stahlschmidts. Die Bürgermeister
Johann
Siebel und Johann Stock werden 1644 durch die verwitwete Gräfin
abgesetzt, da die beiden Rechte Freudenbergs gegen die
Landesherrschaft
verteidigen.
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1651/1653
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Höhepunkt der
Hexenverfolgung - auch Freudenberger Bürger fallen ihr zum Opfer:
Johann Herlings Frau und Margareta, Peter Steinseifers Tocher aus
Freudenberg werden als Hexen verurteilt, die Hinrichtung erfolgt mit
dem Schwert. 1652 werden Johann Stock und Johann Herling vor den
Richter gestellt, enthauptet und die Körper an der
Gerichtstätte verbrannt.
1653: der Freudenberger Bürgermeister Bernhard Müller wird
zum Tode verurteilt und
verbrannt.
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1653
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Hanna Stahlschmidt,
geborene Zeidenbach, Witwe des Antonius Stahlschmidt
ehelicht den Witwer Eberhard Mott.
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1657
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Wiederherstellung des
Jahrmarktes.
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1662
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Erster Geburtseintrag in
den Freudenberger Kirchen-Matrikel eines "Stahlschmidts" (Johannes
Stahlschmidt, Sohn d. Johann Georg St./Anna Catharina
Cuntze), den man als Nachkomme von Hans Stahlschmidt aus
Niederndorf zuordnen kann.
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1666
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Am 9. 8. 1666 brennt die
Stadt mit Kirche und Burg durch Blitzschlag ab. Die Burg wird
nicht mehr aufgebaut. Die Stadt und die einschiffige Kirche werden
"einheitlich" neu aufgebaut, der Landesherr Moritz von Nassau
stiftet ein neues Rathaus.
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1684
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Ein neuer Churbrief wird
von Fürst Wilhelm Moritz den Freudenberger Stahlschmieden
verliehen, weiters gibt es Zunftbriefe für Schuhmacher,
Lohgerber, Sattler, Schneider, Krämer, Bäcker, Bierbrauer und
Wirte.
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1687
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Neuer Freiheitsbrief durch
Fürst Moritz v. Nassau-Siegen über die Bürgerlichen
Rechte der Freudenberger.
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1696
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Man zählt 64
Häuser, Handel und Handwerk blühen, 8 Stahlhämmer
liefern ausgezeichneten Stahl, Schmiede- und Schlosserhandwerk auf dem
Höhepunkt; - der Landesherr besitzt im Kirchspiel Freudenberg
52.369 Ruten Hauberg und 59.600 Ruten Hochwald.
Wasserzins haben zu entrichten:
4 Gl. Cornelius Friesenhain, Stahlhammer mit 2 Herden
5 Gl. Michael Loer, Stahlhammer auf des
Grafen Grund
4 Gl. Hans Eckhardt von desgl.
2 Gl. Ebert Seibel von einem Hammer auf
eigenem Grund und Boden
Arnold Sohlbach ist Rotgerber und betreibt in Oberholzklau eine
"lohe Werkstatt".
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1698
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....läuft ein
Verfahren "gegen sämbtliche Stahlschmidts Zunft Reitmeister und
Einige Fuhrleute alhir in specie Georg Demant und Tiel Siebel"
(Sie hatten Eisen-Fuhren aus Remscheid übernommen, was
verboten war).
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Ende 17. Jhr.
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7 Stahlhämmer, 3
Lohmühlen, 4 Schleifmühlen.
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1702
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Lassen sämtliche
Freudenberger Stahlschmiede einen Teich auf der Eicher Wiese anlegen,
um im Sommer über ausreichend Wasser für ihre Hämmer zu
verfügen.
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1703
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2 Schmiede, 3 Rotgerber, 6
Zimmerleute, 5 Schuhmacher, 4 Leinweber, 2 Waffenschmiede, 2 Fuhrleute,
mehrere Huf- u.Kleinschmiede, 1 Schneider, 1 Maurer, 1 Faßbinder
und 1 Branntweinbrenner.
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1704
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Eine Sonnenfinsternis im
Jahr 1704 wird als Verursacher des Notjahrs 1709
angesehen, in dem Kälte und Trockenheit zu massiven
Ernteausfällen führt; Mühlen, Hütten und
Hammerwerke können auf Grund von Wassermangel nicht
arbeiten.
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1707
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74 Haushaltungen.
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1712
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Die Freudenberger
Reidemeister müssen ein Darlehen v. 1000 Rtl. aufnehmen, um den
gesetztlich verordneten Vorschuss auf die Loher Hütte bezahlen zu
können (s. dazu Beitrag: Siegerländer Stahlproduzenten und
Wirtschaftsbeziehungen Bergisches Land).
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1716
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Johann Georg
Stahlschmidt tauscht sein Haus mit Hermann Gerhard, der sich
verschuldet hat.
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1738
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28 Familien werden von
Pfarrer Göbel ins Freudenberger Totenbuch als "nach Georgia
der neuen Insul unter Ihrer Königlichen Majestät von
Engellandt Schutz, verreiset" eingetragen. Der Nachtrag
erklärt: " weil wir sie nicht mehr wiedersehen werden.....".
In einer Siegener Zeitung wird eine Liste der Auswanderer
veröffentlicht.
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1740
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Einer der bekanntesten
Freudenberger wird geboren: Johann
Christian Stahlschmidt,
Pietist, Prediger, Kaufmann u. Abenteurer.
Sein Vater ist der Stahlgewerke,
Gerichtsschöffe, Landhauptmann u. kaiserl. Notar Johannes
Stahlschmidt.
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1742
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Seit 1742 unter
Oranischer Herrschaft.
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1751
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Johann
Peter Stahlschmidt wird in Plittershagen geboren; er und seine
Söhne erringen als Freudenberger Uhrmacher Ansehen.
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1756-1763
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7jähriger Krieg.
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1772
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Neuerliche Bestätigung
des Freiheitsrechts der Freudenberger .
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1788
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Johann Eberhard
Stahlschmidt, Sohn des Uhrmachers Johann Peter Stahlschmidt
wird in Freudenberg geboren. Er erlernt ebenfalls das Uhrmacherhandwerk.
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1789
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Beginn der franz.
Revolution, ab 1792 - 1796 erfolgen regelmässige
Truppendurchzüge.
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1791
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15 Gerbereien im Amt
Freudenberg werden gezählt.
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1795
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Tillmann Stahlschmidt,
Sohn des Freudenberger Uhrmachers Johann Peter Stahlschmidt
wird geboren - auch er wird Uhrmacher.
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1796
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Freudenberger Kassenraub.
Französische Truppen, die auf ihrem Rückzug durch Freudenberg
kommen und die franz. Kriegskasse mit sich führen, werden von
Bauern überfallen und ausgeraubt.
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1804
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Tillmann Siebel
wird am 28.7. geboren, Vorkämpfer der Siegerländer
Erweckungsbewegung (s. Beitrag Gustav Siebel).
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1807-1813
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Französische Besatzung unter
Napoleon
zugehörig zum Großherzogtum Berg.
Kontinentalsperre führt zu einer Wirtschaftskrise.
1811 franz. Besatzung hebt die Fronarbeit auf.
1813 Russische Truppen von Blüchers Armee kommen als Befreier nach
Freudenberg.
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1812
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Der später in den USA und
Kanada tätige prot. Prediger Daniel Stahlschmidt wird
geboren.
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1813/15
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Befreiungskriege.
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1815
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Freudenberg fällt an
Preussen, 113 Häuser und ca. 600 Bewohner.
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1816
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Der Feldmesser Siebel
erstellt einen "Okularplan über den Amtsbezirk
Freudenberg mit seinen Ortschaften, Hammerwerken, Mühlen, Baechen,
Felder, Wiesen, Bergen, Landstrassen, Commuications, Dorf, Feld und
Fuswege".
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1817
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Eingliederung in die
Provinz Westfalen.
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1818
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618 Einwohner, 3 Katholiken.
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1819
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Der Name "Stahlschmidt"
ist im Kirchenstuhlregister von Freudenberg mehrmals
verzeichnet.
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1822
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Erweckungsbewegung in
Freudenberg. |
1826
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Der Freudenberger Pietist Johann
Christian Stahlschmidt stirbt in Saarn/Mülheim.
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1830
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Der Pietist Jacob Gustav Siebel
wird geboren.
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1833
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Der Uhrmacher Johann
Peter Stahlschmidt stirbt zu Freudenberg.
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1840
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Es gibt einen Lehrer in
Freudenberg, der zugleich Organist ist. Die Schule wird zweiklassig,
1880 dreiklassig, 1884 vierklassig geführt.
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1841
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Urkataster von Freudenberg
wird erstellt.
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um 1845
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9 Stahlhämmer, die in
den 1850er Jahren eingehen.
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1848
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Der Küfer Wilhelm
Stahlschmidt möchte
nach Amerika auswandern.
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1849
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913 Bewohner.
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1852
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"Regelmäßige
Packetschifffahrt zwischen Bremen und Amerika. Lüdering
& Comp., Schiffsrheder Kaufleute und Consuln in Bremen
befördern am 1. , 7. und 15. Tage jeden Monats mit großen
dreimastigen Schiffen erster Klasse direkt nach New York, so wie am 1.
und 15. auch nach Baltimore, New-Orleans und Galveston, Auswanderer zu
billig festgesetzten Preisen bei vollständigster freier
Beköstigung. Wechsel, gleich bei Vorzeigung zahlbar, werden auf
alle bedeutende Plätze Amerikas ausgestellt; Waaren dahin prompt
spedirt. Feste Passage Contrakt könnten sowohl bei ihnen als
bei ihren Herren Agenten abgeschlossen werden in Freudenberg bei L.
Stutte" (Intelligenznachrichten für die
Kreise Siegen, Wittgenstein, 1852).
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1859
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Missionspfarrei.
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1861
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Donnerstag, den 16.Mai
c., Morgens 11 Uhr, sollen bei Wirth F. Müller zu Freudenberg 1
vierrädriger Wagen, 1 Karrn, 1 Karrn-Rumpf, eine acht Tage in
einem Aufzug gehende Hausuhr nebst Untersatz, 1 Kleiderschrank, 3
vollständige federn Betten, 1 Schnellwaage und 1 milchgebende
Ziege gegen Barzahlung verkauft werden" (Intelligenznachrichten, 1861).
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1867
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Chaussee nach Siegen
wird gebaut.
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1870/71
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Deutsch-Französischer
Krieg.
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1871
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1086 Einwohner.
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1874
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Bau einer kath. Kirche.
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1878
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Tillmann Stahlschmidt,
Uhrmacher, stirbt zu Freudenberg.
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1878
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Jünglingsverein
Freudenberg gegründet.
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1879
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Bauantrag zur Errichtung
einer Backstube durch Ernst Stahlschmidt.
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1888
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Eröffnung der
Bahnstrecke Kirchen - Freudenberg, erste Omnibuslinie nach Siegen.
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1891
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Höhepunkt der
Lederverarbeitung in Freudenberg. Das dort produzierte Sohlleder ist
bekannt und wird vornehmlich an die Heeresverwaltung verkauft. Bis zum
1. Weltkrieg entstehen 10 Leimsiedereien im Bereich
Freudenberg-Büschergrund, auch eine bedeutende Flizfabrikation
besteht in Freudenberg.
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1903
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Elektrifizierung
Freudenbergs.
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1905
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2137 Einwohner
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1898-1907
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Zeche Freudenberg in
Betrieb, gefördert werden Zink- und Bleierz.
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1907
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2014 Bewohner
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1914/1918
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1. Weltkrieg.
Gefallen 51 Männer,
vermisst Heinrich Börner in Russland und Max Krämer in
Frankreich.
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Selbständige Pfarre,
Dekanat Olpe, Erzbt. Paderborn.
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1916
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Erstes Ortsstatut für
Freudenberg.
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1939-1945
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2. Weltkrieg.
Gefallen 101 Personen,
darunter Ernst Stahlschmidt *1909. Kriegstote durch
Artilleriebeschuß und sonstige Kriegshandlungen: 11 Personen
vermißt 36 Personen.
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1946
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zugehörig zum Land
Nordrhein-Westfalen.
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1950
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3694 Einwohner.
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1966
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Die historische Altstadt
Freudenbergs, der "Alte Flecken", wird in den Kulturatlas des Landes
NRW aufgenommen.
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1969
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Die Stadt Freudenberg
wird bei der kommunalen Gebietsreform aus 17 ehemaligen
selbständigen Gemeinden gebildet, heute spielt der Tourismus eine
bedeutende Rolle.
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Nähere Beschreibungen
einzelner Personen Stahlschmidt aus Freudenberg können auch der
u.a. Publikation "Stahlschmidt" entnommen werden.
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