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Autor: Ursula Rumpler


HILCHENBACH 1250-1969

mit den Gemeinden: Allenbach, Altenteich, Bruch, Grund, Haarhausen, Hadem, Helberhausen, Hof Schreiberg, Hof Ginsberg, Hof Stöcken, Lützel, Oberndorf, Oechelhausen, Ruckersfeld, Sterzenbach, Stift Keppel, Vormwald, Watzenseifen.

Name: Heylichinbach (1292), Helchinbach (1311) mdal. Helchemich, seit 18. Jh. Helchebach.

Wappen: In Blau ein stehender goldener Wolf. Dieser Schild zeigt das 1485 benutzte Schöffensiegel, genehmigt in den Nassauischen Landesfarben 1910. Bis dahin zeigten die Siegel den hl. Veit mit einer Kirchenfahne, wachsend aus einer von 2 Türmen flankierten Stadtmauer vor landschaftlichen Hintergrund über einen Bach.

um 1250
St. Veit Kirche mit eckigem Chor und starkem Westturm
1292
Erste urkundliche Erwähnung der  Burg Ginsburg, die der Abwehr kriegerischer Angriffe aus dem Osten diente.
Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Hilchenbach, welcher an einer wichtigen Straßenkreuzung liegt:
Ost-West-Verbindung Marburg-Lützel-Ferndorf-Köln
Es wird der Kirche und dem Konvent zu Keppel eine bei Hilchenbach liegende Mühle mit Wiese und Acker geschenkt

1313
Bergbau im Stahlberg Müsen wird urkundlich erstmalig erwähnt
1328
Erwähnung Hilchenbch als Kirchort, Hilchenbach  erhält einen Pfarrer
Eine Städtegründung nahe der Ginsburg wird überdacht
Kloster Keppel hat das Patronat über die Kirche Hilchenbach

1337
Heinrich Kolbe v. Wilmsdorf verkauft dem Nassauer Grafen Einkünfte aus Hilchenbach (30 Pfennige, 1 Huhn u. 3 Malter Hafer (ca. 450 kg))
14. Jh.
im 13/14. Jahrhundert längere Zeit mit anderen Orten nördlich der Ferndorf verpfändet an den Erzbischof von Köln
1417
Abgaben sind für die Mai- und Herbsbede zu zahlen.
Es liegen Angaben über bestehende Anlagen zur Erzerzeugung und -verarbeitung vor, insgesamt werden 25 Hütten in der Grafschaft Siegen erwähnt, davon zwei im Hilchenbacher Raum  in Allenbach u. Hilchenbach, vermutlich eine dritte in Müsen.

1437
Johann v. Kolbe aus Hilchenbach vermacht dem Kloster Keppel einen Hof (die Abgabepflicht sind 18 Turnosen = ca. 350 kg Roggen).
1444
In der Hüttengeldliste der Rentei Siegen werden 36 Hütten aufgelistet, davon die beiden zu Hilchenbach und Allenbach.
1461
43 Steuerpflichtige,  davon 2 Schneider, 2 Schmiede, 1 Stahlmann.
Die Hofmänner Ermbrecht und Hen zahlen jeweils 4 bzw. 2 Gulden Abgabe.
Im benachbarten Lohe wird die Hütte der Familie Seelbach erstmalig erwähnt.
Jede Person, die wegen Heirat das Gebiet verläßt, muss eine Kopfsteuer entrichten.

1467
Hilchenbach wird als Gerichtsort genannt, die niedere Gerichtsbarkeit wurde vermutlich jedoch schon vorher vorgenommen.
1480
Erste Hütte zu Dahlbruch genannt.
1481
56 Personen zahlen bei der Herbstbede.
Zusätzlich zu o.g. Gewerbe wird nun noch ein Schuhmacher und Weber genannt.

1485
Ein Schöffensiegel ist aus Hilchenbach überliefert.
1489
Burg der Grafen von Nassau an die Wischel von Langenau verlehnt.
1490
Pest.
1496
 Für Müsen wird eine zweite "obere Hütte" genannt.
1499
"Johann Stailsmith von Pherntorff und Fiege, sine eliche husfrauwe" pachten Wiesen, Äcker und eine Haubergsgerechtigkeit von Wilhelm v. Wischel auf 7 Jahre gegen Fruchtabgaben.
1533
Einführung der Reformation (LUTHERISCH).
1539
"hanns stalschmit" zu Helberhausen  wird genannt.
1547-1548
Pest.
1565
65 Häuser .
1566
Gezählt werden 74 Steuerpflichtige, die als Grundbesitzer im  Wald u. Hauberg Weidrecht haben.
23 Personen sind Haubergbesitzer.
Gewerbetreibende  im Ort: 4 Müller, 1 Bäcker, 2 Schneider, 6 Schuhmacher, 1 Weber , 4 Schmiede, 12 Waffenschmiede, 3 Krämer, 1 Wirt.

1568-1648
Niederländischer Befreiungskrieg gegen Spanien
1567 musste Wilhelm I. v. Oranien auf Grund von Aufständen die Niederlande verlassen und findet Zuflucht auf der Burg Ginsburg, von hier aus plant er Feldzüge gegen Spanien, um den Niederländern zu helfen. Die Ginsburg wird damit zum Mittelpunkt f.d. Befreiungskrieg unter Wilhelm  von  Oranien.

1569
Die Ämter Ferndorf, Krombach u. Hilchenbach werden zur Absicherung der Finanzierung für den Niederländischen Befreiungskrieg  d.d. Landesherrn für 14.000 Gulden  verpfändet.
1570
Jahrmarkt wird nach Siegen verlegt.
1588
Der Jahrmarkt wird nach Hilchenbach zurück verlegt.
1576
Pest.
1578
Nochmalige Verpfändung von Hilchenbach und Ämter Ferndorf und Krombach.
1607
zur Grafschaft Nassau-Siegen gehörig.
1611
Für Hadem wird eine Lohmühle erwähnt, 1624 sind es zwei Lohmühlen, erste urkundliche Erwähnung einer Schule.
1618-1648
30jähriger Kreig
Hans Spies nimmt einen Osemund Hammer am Alten Teich in Betrieb, der aber bald wieder eingestellt wird.
Im Hilchenbacher Raum gibt es Blashütten in Breitenbach, Dahlbruch und die Neue Hütte in Müsen, eine Hammerhütte zu Allenbach und o.g. Osemundhammer.

seit 1620
Evangelische Kirchenbücher.
1622
Graf Wilhelm kauft die verlehnte Burg in Hilchenbach von der Familie Wischel von Langenau wieder zurück, um sich eine Residenz einzurichten.
1623-1642
Das Amt Hilchenbach ist selbständiger Landesteil gemeinsam mit Müsen.

1624 Wilhelm v. Nassau erhält den Ort Hilchenbach mit den anderen Orten des Kirchspiels, Burg Ginsberg, die Dörfer Ruckersfeld, Oechelhausen u. aus Amt Ferndorf den Ort Müsen, ferner Merklinghausen, Winterbach, Schweisfurth, Dahlbruch u. Breitenbacher Hütte; weiters die Anwartschaft auf das Haus Lohe.

Das Amt Hilchenbach besteht nun aus 2 Kirchspielen:
Kirchspiel Müsen umfasst die aus dem Amt Ferndorf in das Amt Hilchenbach einbezogenen Orte und Siedlungen.
Kirchspiel umfasst Hilchenbach die bisherigen Orte, zusätzlich Burg Ginsberg, Ruckersfeld, Oechelhausen (Nepthen).

2 Walkmühlen werden in Hilchenbach erwähnt.
Die Renteiliste notiert 2053 Gulden Einnahmen.

1626-1632
1. Rekatholisierung im Siegerland, Jesuiten lassen sich im Kloster Keppel nieder.
1634-1636
Pest, etwa 300 Opfer.
1636-1645
2. Rekatholisierung im Siegerland.
diese  ab 1642 besonders hart für die Hilchenbacher ( s. Beiträge Haus Nassau). Die konfessionellen Streitigkeiten werden endgültig erst 1739 mit Absetzung Fürst Hyazinths (+1743) beendet.

1653
Höhepunkt der Hexenverfolgungen und Prozesse im Hilchenbacher Raum:
14 Frauen und 4 Männer werden wegen Abgötterei und Zauberei zum Tode veruteilt, 10 davon bei lebendigem Leibe verbrannt, die 8 anderen enthauptet.

1683
Großzügiger Ausbau der Burg und Sommerresidenz unter Fürst Moritz v. Nassau-Siegen
Beginn des Baus der Schlossanlage, 5300 Gulden werden f.d. Bau veranschlagt.

1685
Zunft der Wollenweber wird gegründet.
1687
Hilchenbach erhält Fleckenrecht d. Moritz v. Nassau-Siegen verliehen gegen Zahlung von 6200 Reichstaler u. damit das Recht, den Ort zu befestigen und jährlich 2 Bürgermeister zu wählen, Bürger- u. Wegegeld zu erheben, 2 Märkte abzuhalten, 77 Häuser
Beginn des Bürgerbuches 1687-1835.
2 Märkte: einer nach Pfingsten, einer auf Bartholomäus.

1689
Ein Brand am 1. Mai  vernichtet den überwiegenden Teil der Schlossanlage, mßgeblich für den Wiederaufbau verantwortlich ist der fürstliche Baumeister Peter Remboldt. St. Veit Kirche ebenfalls stark beschädigt, sie wird mit Barockspitze erneuert.

Das Haus am Markt 1 trägt den Hausnamen "Baujmeisdersch" (Baumeisters), nach seinem damaligen Bewohner Baumeister Remboldt.

1695
Ein Färberhaus hat 3 Albus Abgaben zu entrichten, Einführung der Abgabe eines sog. Kanzleigeldes (Kopfsteuer).
1740-1748
Habsburgischer Erbfolgekrieg.
1740
Johann Heinrich Jung-Stilling wird in Grund geboren, 12.9.1740, +2.4.1817 Karlsruhe.
1742
97 Häuser, 277 Zahlungspflichtige haben sog. Aerariumsgeld (Wehrgeld) von 6 Albus/Person zu zahlen.
1743
Hilchenbach fällt an die Linie der Fürsten von Nassau-Diez, die gleichzeitig Prinzen v. Oranien und Generalstatthalter der Niederlande sind.
um 1750
Amtsgericht erbaut an Stelle der Burg.
1756-1763
Siebenjähriger Krieg.
1761-1762
Jung-Stilling als Schneider und Lehrer in Hilchenbach.
1774
Zusammenstellung der Haubergsgenossenschaften des Amtes Hilchenbach.
1775
Hilchenbach wird wieder Justizamt, der Richter gleichzeitig Amtmann, während franz. Besatzung nach Nepthen verlegt.
1776
Die heutige Wilhelmsburg wird auf alten Fundamenten erbaut u. 1844/46 erweitert (Namensgeber Wilhelm v. Nassau).
1784
Eigenständige Zunft für Massenbläser und Hammerschmiede, unabhängig von Siegen, wird gegründet.
1798
Dem Bürgermeister wird wegen "der Kriegszeiten" ein Gerichtsschöffe beigegeben.
1800
ca. 50 Personen aus dem Hilchenbacher Raum sind in der Grube Stahlberg beschäftigt.
1802
Der Arzt Hermann  F.W. Cobet läst sich in Hilchenbach nieder.
1806-1815
Franzosenzeit
schlechte Wirtschaftslage.
1809: Selbstverwaltung Hilchenbachs endet unter der Herrschaft Napoleons, Eingliederung in das Großherzogtum Berg.

1807
870 Einwohner.
1808
Für die im Übertagebau des Bergbaus arbeitenden Kinder wird in Müsen eine besondere Unterrichtsanstalt eingerichtet.
1811
Der Gendarm (Polizeidiener) Henrich Adolph Stahlschmidt (1789-1821) heiratet zu Hilchenbach (Maria Catharina Kleb) und lässt sich in der Bruchstrasse nieder, 6 Kinder aus dieser Ehe - sein Sohn,  Johannes Wilhelm Stahlschmidt (1815-1853) ist in Hilchenbach als Bäcker, Gast- und Schankwirt tätig.
1812
Erster Apotheker siedelt sich in Hilchenbach an.
1813
Befreiungskriege.
Hilchenbach fällt an Oranien zurück.

1814
alte Verfassung wiederhergestellt.
1815
Hilchenbach fällt an Preussen.
735 Einwohner in Hilchenbach.
Im Hilchenbacher Raum werden gezählt:
10 Volksschulen.
1 Köhler, 10 Schankwirte, 8 Krämer, 2 Metzger, 2 Müller, 4 Schlosser, 4 Kleinschmiede, 2 Hufschmiede, 4 Drechsler, 2 Schreiner, 1 Zimmermann, 9 Schuster, 6 Schneider, 52 Leinweber, 1 Wagner, 4 Küfer, 8 Mauerer, 2 Strohdecker, 2 Weisgerber, 5 Rotgerber, 3 Strumpfweber, 10 Fuhrleute, 4 Blaufärber, 2 Wollenweber, 3 Leimsieder, 1 Löffelmacher, 6 Bierbrauer, 4 Sattler, 1 Silberschmied, 1 Uhrmacher.

1817
Eingliederung an Westfalen u. den Regierungsbez. Arnsberg.
Preussische Bürgermeisterei Hilchenbach wird eingeführt.

1821
"Stahlschmidt" im  Urkataster eingetragen.
1824
Als Stadt anerkannt.
1826
Friedrich u. Hermann Hüttenhain gründen jeweils eine Gerberei, gefolgt von Andreas Hüttenhain 1827, Friedrich Reifenrath 1832, die schon bestehende Gerberei Krämer wird 1841 erweitert, 1858 neue Gerberei durch Martin Hüttenhain, 1859 Heinrich Hüttenhain.
1830
Hungerkrise durch Missernten.
1831
Stahlschmiede des Amts Hilchenbach schliessen sich zum "Müsener Rohstahlverein" zusammen.
1835
Hilchenbach wird neuerlich Gerichtssitz.
1836
Magistratsverfassung.
Anschluß von Nassau und Frankfurt an den Zollverein.

1837
1171 Einwohner.
Schützenverein wird aus den Veteranen der Befreiungskriege gegründet.

1838
18 Gastwirtschaften werden gezählt, was weniger der wirtschaftlichen  Bedeutung des Ortes zukommt, sondern als Ausdruck der Armut zu deuten ist; man versucht durch Nebenerwerb das Auskommen der Familien zu verbessern.
Versuch einer Erhöhung des Bürgergelds auf 20 Taler und 15 Sgr., dazu kommt ein Einkaufsgeld.
Blattern brechen aus.

1839
St. Veit Kirche abgebrochen.
1842
Erste Fahrpost nach Siegen.
1843
1279 Einwohner und 140 Häuser.
1844
26.4.: großer Stadtbrand, die nördliche Marktseite mit ihren Häusern wird vernichtet, das Schulhaus, die Gerberei und 35 Wohnungen fallen dem Brand zum Opfer.

Neubau der Kirche Hilchenbach.

1845
Müsener Rohstahlverein wird wieder aufgelöst.
2 Kram- und Viehmärkte.

1846
Johannes Wilhelm Stahlschmidt* erhält eine Konzession zur Einrichtung einer Schankwirtschaft und führt die Gaststätte in Hilchenbach bis zu seinem Tod 1853; diese wird danach durch seine Witwe bis zu deren Tod 1877 weitergeführt und existiert noch heute.

Neue ev. Pfarrkirche wird fast an gleicher Stelle wie abgebrochene St. Veith Kirche aus Bruchsteinen im rom. Stil erbaut.

Neuerliche Missernten, die zu den Entladungen des Jahres 1848 führen:

1848
Märzrevolution. Es kommt zu einer Volksversammlung auf dem Markt.
im Herbst Gründung einer Bürgerwehr. Hungerkrise durch Missernten.
Volksbibliothek wird eröffnet.

1849
73 Einwohner aus dem Amt Hilchenbach wandern aus, vorwiegend nach Amerika
Erste feste Straße nach Norden hin.

1850
14 Gast- und Schankwirtschaften in Hilchenbach.
1851
Neuerliche Missernte mit Hungerkrise, die bis 1853 dauert.
1852
Leihbibliothek durch Buchbinder Wesener eröffnet.
1854
Gründung Hilchenbacher Stadtsparkasse.
4 Leimsiedereien in der Stadt mit einer Produktion von 290 Zentnern Leim, im Wert von 3400 Talern, erwirtschaftet durch 5 Arbeiter und den 4 Inhabern.

Von jedem Zuziehenden dürfen 10 Taler Einzugsgeld verlangt werden.

1855
Beginn der Freien ev. Gemeinde.
1856
Gründung des Fortbildungsvereins.
1857
Ruhr in Hilchenbach, 36 Personen sterben.
1861
1302 Einwohner.
Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Siegen.

1864
Deutsch-Dänischer Krieg.
1867
Einrichtung eines Lehrerseminars.
1870/71
Deutsch-Französischer Krieg.

81 Hilchenbacher nehmen daran teil, 2 fallen, 4 werden verwundet.

1871
Caroline Stahlschmidt (1851-1907) ehelicht  den Hilchenbacher Kaufmann und Fabrikanten Gustav Weiss.
Gründung der Erziehungs- und Schulanstalt für Mädchen im Stift Keppel.

1876
Hütte in Lohe stellt Betrieb ein.
1878
Wiederherstellung Amtsgericht Hilchenbach.

9 Gerbereien, 3 Leimfabriken, 1 Lederfabrik, 1 Filzfabrik mit Haarhandel , 1 Drahtnagelfabrik (Weiss & Münker), 1 Apotheke, 5 Metzger, 1 Krämer, 1 Bäcker, 1 Brauer und Bäcker, 1 Müller, 1 Buchbinder und Essigfabrikant, 1 Färber, Manufaktur- und Spezereiwarenhändler und 1 Manufakturwarenhändler.

1879
Gründung Freiwillige Feuerwehr Hilchenbach.
1887
Hilchenbachs erste zentrale Wasserleitung.
1890
Im Hilchenbacher Raum werden ca. 30.000 Häute bearbeitet, daraus werden 500.000 - 560.000 St. Sohlleder im Wert von 0,3-0,4 Mill. Mark produziert - unter Verwendung von ca. 3000 t Eichenrinde.
1891
Hilchenbach ist im Adressbuch des Kr. Siegen erfasst.
1895
2033 Einwohner.
Gebrüder Weiss besitzen das erste Auto in Hilchenbach.

1898
Gründung der "Deutschen Carburationswerke OHG Hilchenbach Vollpracht & Weiss".
1908
Gründung Westfalien GmbH, Hilchenbach, Gustav Weiss jun., Carl Münker.
1909
Gründung eines Stanz- u. Walzwerkes.
bekannteste Leimfabrik ist die Firma F.W. Weiss, Daniels Sohn.

1910
2331 Einwohner.
1914-1918
1. Weltkrieg
dadurch große wirtschaftliche Probleme für den Raum Hilchenbach, Hungersnot,
mindestens 90 Tote sind zu beklagen.

1933
Eigenes Rathaus.
1939
2635 Einwohner.
1939-1945
2. Weltkrieg.
1945
Holzschuhwarenproduktion.
1946
gehört nun zum Land Nordrhein-Westfalen.
1950
3964 Einwohner.
1969
Kommunaler Zusammenschluss der amtsfreien Stadt Hilchenbach mit 11 Gemeinden des Amts Keppel zur Stadt  Hilchenbach.
Nähere Beschreibungen einzelner Personen Stahlschmidt Hilchenbach können auch der u.a. Publikation "Stahlschmidt" entnommen werden.

Quellen/Bibliographie (Auswahl):

StadtA Hilchenbach, StA Münster, HStA Wiesbaden, KB Hilchenbach
Bald, Ludwig:
Das Fürstentum Nassau-Siegen, 1939
Böttger, Hermann:
Die Ginsburg, in: Siegerland Bd.13, Siegen 1931
Busch, F.W., Gämlich, Reinhard:
Haus- und Familiennamen Alt-Hilchenbach, Hilchenbach 1992
Diesterweg, F.A:
Statistik des Amtes Hilchenbach, eigenhändig aufgestellt im October Monathe 1815, in: Beiträge zur Geschichte Hilchenbachs, Folge 5, Hilchenbach 1986
Elkar, Rainer:
700 Jahre Hilchenbach, Hilchenbach 1993
Menschen, Häuser, Schicksale, Hilchenbach zwischen Monarchie, Diktatur und Republik, Kreuztal 1992

Henning, Friedrich-Wilhelm:
Wirtschaftsgeschichte des Hilchenbacher Raums, Hilchenbach 1987
Keyser, Erich:
Deutsches Städtebuch, Bd. III, Nordwest Deutschland, Stuttgart, 1954
Kocher, W.:
Geschichte der Stadt Hilchenbach, Teil1 (bis 1867), II, (1910)
Kruse, Hans:
Die nassauische Burg in Hilchenbach und die Erhebung Hilchenbachs zum Flecken, in: Siegerland, Bd.19, Siegen 1937
Mahrenholz/Klein:
Zur Geschichte des Amtsgerichts Hilchenbach, In: Recht im südlichen Westfalen : Festschr. zum 50jährigen Bestehen d. Landgerichts Siegen - Siegen : Landgericht, 1983, 138-149
Menn, Wilhelm:

Hilchenbach, Ein geschichtlicher Überblick, Festschrift zur 250 Jahrfeier der Stadt Hilchenbach 1937
Das Ksp. Hilchenbach im 30jährigen Kriege, in: SL 4 (1919/20)
Die Chronik der Hilchenbacher Kirche bis zum Jahre 1815, in: HL 1926

Philippi, Friedrich (Hrsg.):
Siegener Urkundenbuch Bd. I + II
Rumpler, Ursula
Die Stahlschmidts. Eine historisch-genealogische Archiv- und Quellenforschung, Baden, 2005

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Irrtum und Änderung vorbehalten