Fenster schließen

Cover Monster und Scheusale

"Monster und Scheusale" - edition nove, ISBN 3-902528-24-9, 109 Seiten, Format 12 x 19 cm

DER HANS, DER KANN`S

Das optische Erscheinungsbild gleicht in etwa einem typischen homo sapiens unserer Zeit:
Dunkelhaarig, Schnauzbart, Brusthaare und Rückenhaare wie Tarzan, weiße Tennissocken mit roten bzw. blauen Streifen, Polohemd aus Baumwolle oder oftmals auch Leinenhemd bei dem an heißen Tagen die obersten 4 Knöpfe geöffnet sind.
Dies hat den Zweck, nicht nur die Brusthaare in vollem Ausmaß zur Geltung zu bringen, sondern ebenso den dezenten Goldschmuck zu zeigen. An den Handgelenken wird ebenso dezent in Gold gehaltenes zur Schau gestellt.
Beruflich schaffte es Hans im Laufe der Zeit ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Kurz ausgesprochen, eine perfekte Karriere. Ebenso natürlich auch privat, denn eigenes Haus mit Garten, Ehefrau, Kind(er) und Hund sind vorhanden.
Hans St. findet als 50jähriger großen Gefallen daran, in Gesellschaft junger Mädchen seine Freizeit zu verbringen, beispielsweise in einem Pub. Alkohol ganz klar, muss in größeren Mengen fließen damit der Umsatz stimmt.
Hans St. besucht also gerne abends dieses Pub in dem sich regelmäßig süß anzusehende Teenie-Girls treffen. Er macht sich wahrscheinlich stets zu Fuß auf den Weg dorthin. Sein Wohnhaus liegt nämlich nur einen "Katzensprung" entfernt.
Der Hans ist super, gar nicht mal so eine Weichbirne oder Dumpfbacke, er denkt mit. Liegt wahrscheinlich auch daran, da sich sein Hirn nicht im Laufe der Zeit in anderen Körperregionen, wie Leibesmitte, deutlich sichtbar festsetzte.
Da er zu Fuß unterwegs ist, muss er zu vorgerückter Stunde nicht mit dem Auto besoffen nach Hause fahren. Taxi braucht er auch keines zu rufen bei dem kurzen Weg. Das wäre in Neulengbach / Umgebung bei Nacht ohnehin nicht anzuraten. Entweder keines in Reichweite oder der Taxler ist besoffen. Aaahhh..., Taxi-Driver Herbert D. scheint sich wohl den Fahrlehrer Hans B. aus Almersberg bei Neulengbach als Vorbild genommen zu haben. Aber eigentlich egal, in Neulengbach kurvt jeder besoffen durch die Gegend, ebenso die Bullen.
Gespritzter Weiß - in Deutschland als Weissweinschorle bezeichnet - mundet auch uniformierten Beamten an heißen Sommertagen, während sie den Verkehr kontrollieren sollten.
Eigentlich voll krass, was in Neulengbach der jüngsten Stadtgemeinde Österreichs so abgeht.

Die zuständigen Beamten vom Gemeindeamt Neulengbach sind geistig wirklich so sehr zurückgeblieben, Häuser in Straßen logisch sortiert zu nummerieren. In der Edelbreitenstr. findet man beispielsweise zwischen Haus Nr. 66 und Nr. 56 die Nr. 25 - COOLE BEAMTEN-LOGIK!

Neulengbach nehmt euch ein Beispiel an Kematen / Ybbs (N. Ö.)! Dort wurde dieses Problem völlig easy gelöst, like American way of life.

Nun aber wieder weiter beim schnauzbärtigen Hänschen aus St. Christophen in meinem ganz und gar authentischen Bericht.
Es geschieht eines lauen Sommerabends im August. Hans St., bis obenhin mit Alk abgefüllt, steht an der Bar. Bei seinen nunmehrigen Blicken treten die Augen unmenschlich weit hervor, so als wäre Hans plötzlich ein Frosch. Bei Hans B. aus Almersberg, dem Fahrlehrer der Fahrschule Leitgeb, schnellt bei derartigen Saufexzessen ebenso die Zunge wie die eines Leguans aus dem Mund.
Die Bärenpranke verfehlt beinahe jedesmal das Trinkglas. Hans St. steht also an der Bar und blickt immerzu in Richtung der anwesenden jungen Girlies, entkleidet sie beinahe mit seinem charmanten Blick.
Jedoch nicht nur die anwesenden jungen Gäste in pubertierendem Alter. Auch Sabine, die Freundin des Lokalbesitzers Hannes L. wird auf diese Art von ihm verführt. Ebenso oftmals die Seniorchefin welche etwa seiner Altersklasse entspricht.
Ja was macht denn das Schweinchen plötzlich? Die Hände sollten doch in Höhe des Trinkglases bleiben und nicht nach unten in Leibesmitte wandern. Schwupp schon ist sein Höschen geöffnet und ...
So, den Rest des folgenden Handelns erspare ich den Lesern. Hans St. tat jedoch nicht das was vielleicht vermutet wird.
Nein viel schlimmer, sehr viel schlimmer! Er ist eben ein kleines von grenzenloser Geilheit übermanntes Schweinchen dieser Hans St.

In Böheimkirchen gibt es logischerweise auch einen Hans. Da in der Provinz Hans, Karl, Franz, Herbert, Rudi, Toni, Adolf und manchmal auch Ferdinand und - welch´ Überraschung - Markus, die bevorzugten Namen sind. Das war schon immer so und daran wird sich auch nichts ändern.
Der Hans T. aus Böheimkirchen schaffte es im Laufe der Jahre ein Transportunternehmen und 2 Tankstellen aufzubauen. Dieser Hans ist nicht nur ein überaus kreativer Wanst, sein Wunschkennzeichen wird von MOBIL1 zu BP1 geändert. Sondern ebenso DER geborene Sparmeister! Legt im Winter bei einigen LKW die Anmeldung still um Kosten zu sparen. Wenn einer davon gebraucht wird, werden kurzerhand Nummerntafeln eines VW Golf daran montiert.
Der jüngere seiner beiden Söhne ist weniger kreativ, der heißt jedoch auch nicht Hans sondern Dietmar. Schöner Name, vor allem meines Erachtens schöner als Hans. Dietmar T., rank und schlank, Matura (in Deutschland Abitur) der HTBLVA Krems / N. Ö. in seinen Taschen. Manövriert eines Nachts den Laster von Daddy ohne Nummerntafeln in den Straßengraben. Scheinbar hat Dietmar T. vor seiner nächtlichen Spritztour doch etwas viel Gras geraucht. Wahrscheinlich auch, als er den Audi zu Schrott fuhr.
Die Dorfgendarmen von Böheimkirchen übersehen derartige Missgeschicke von Dietmar ganz einfach. Da es nach Ansicht des dortigen Bürgermeisters Privatangelegenheit ist, wenn Dietmar nach seinen Drogenexzessen durch die Gegend kurvt.
Ach ja und den Hans T., der in Neulengbach die Disco-Bar "High Noon" sein Eigen nannte, darf man natürlich auch nicht vergessen!
Im Jahre 1986 war ich dort kurze Zeit als DJ tätig. Die Bude war gesteckt voll mit Kakerlaken. Bei Öffnung abends um 20 Uhr flüchteten diese Viecher alle in dunkle Ritzen, nachdem sie zuvor das Geschirr erkundeten. Wahrscheinlich war sein tiefergelegter perlmuttweißer Mercedes 230 auch immer mit Ungeziefer übersäht!
Nicht beunruhigend, Kakerlaken waren in den 80er und 90er Jahren im Gastgewerbe an der Tagesordnung. So auch in Böheimkirchen als ich im Jahre 1995 beim jährlich stattfindenden "ÖAAB" Ball im Gasthaus H. hinter der Bar arbeitete. Ausser Bares gab es für die Mitarbeiter auch ein Schnitzel zu essen - g´schmackig g´schmackig!

© by Joachim Hofko

Fenster schließen