Auf diesen Seiten werde ich Euch etwas über "Funk" informieren.
Ich will diese Seiten, auch für Laien und technisch nicht so versierte Personen, so verständlich wie möglich gestalten und etwas von meinen eigenen Erfahrungen, Erlebnissen und Kenntnissen, sowie meinem Anfang mit der Materie berichten. Wie ihr wahrscheinlich jetzt schon merken werdet, ist "der Funk" ein Hobby von mir. Am Anfang war ......., so ähnlich könnte man hier auch sagen. In einem Kinderlexikon (Kinderwelt von A-Z) habe ich folgende Definition über "Funktechnik" gefunden:
"Technik der drahtlosen Übermittlung von Signalen, Nachrichten, Bildern unter Anderem mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen".
Ich lasse aber, so weit wie möglich, die technische Seite weg und werde es mit der obigen - theoretischen - Erklärung belassen. Mich hat das Thema Funk eigentlich schon immer interessiert und fasziniert. Dabei aber nicht, wie viele andere OMs (Amateurfunkerausdruck für "old man" = Freund), wie schon angesprochen, die technische, sondern eher die praktische Seite. Sprechen, kommunizieren, Gedanken austauschen, usw...... Das war und ist eher meine Beziehung zum Funk. Mein erstes Erlebnis in diese Richtung hatte ich in meiner Heimatstadt Eisenerz. Ein Freund hatte sich ca. im Jahre 1977 ein CB-Handfunkgerät gekauft. Dabei handelte es sich um ein 3-Kanal-Gerät mit der Modulationsart AM und einer "gigantischen" Sendeleistung von 0,5 Watt. Dieses Gerät musste man damals noch bei der Post anmelden und eine Gebühr dafür bezahlen. Da Eisenerz in einem Talkessel liegt, waren natürlich die Ausbreitungsbedingungen sehr eingeschränkt und die Kommunikation beschränkte sich auf ein paar Einheimische, welche man an einer Hand abzählen konnte. Ich hörte damals ein paar mal zu, wie Peter (so hieß mein Freund) mit Müh` und Not ein paar verrauschte Worte empfangen konnte und die ersten Funkabkürzungen wie "CQ", "QRZ", "QTH", "Santiago", "Radio" ,.... von sich gab. Damals war das alles noch ein spanisches Dorf für mich, der Grundstein für mein Interesse war aber gelegt. Als der CB-Funk (Das Wort "CB" kommt übrigens aus Amerika und bedeutet so viel wie "Citizen Band", was wiederum so viel wie "Bürger-Band", also "Jedermannsband" heißt) dann freigegeben wurde, kaufte ich mir von meinen Ersparnissen zuerst ein 3-Kanal Handfunkgerät und etwas später sogar ein 12-Kanal Handfunkgerät. Die Benützung von CB-Funkgeräten war zum damaligen Zeitpunkt aber ausschließlich für den mobilen Betrieb gestattet. Also entweder ein Handfunkgerät oder ein "Mobilgerät" im Auto. Die stationäre Benützung von CB-Funkgeräten war noch nicht gestattet. Die Modulationsart war noch immer AM und die Leistung beschränkte sich auf 0,5 Watt. Und so sah es damals ungefähr aus.... (Abba, Blondie, Boney M und natürlich "CQ")!

Gesprächspartner gab es weiterhin nicht sehr viele in Eisenerz für mich, da offensichtlich der Funk nicht viele Leute interessierte. Mit der Zeit kauften sich aber in etwa gleichaltrige auch Funkgeräte. Es machte dann natürlich mehr Spaß mit ihnen zu plaudern und es entstanden schon ganz "schöne Runden" von bis zu ca. 10 Personen. Nach einiger Zeit wurden dann 22-Kanalgeräte freigegeben und die Modulationsart wechselte damit auf FM. Hier 2 Diagramme, wie sich die beiden Modulationsarten unterscheiden:

Die Sendeleistung blieb aber vorerst immer noch auf 0,5 Watt. Der stationäre Betrieb wurde aber mit dieser Umstellung auch erlaubt. Damals, ca. im Jahre 1982 kaufte ich mir mein erstes 22-Kanal "Mobilfunkgerät". Das Gerät - Marke "President" - wurde natürlich gleich beim Kauf von einem Angestellten am vorhandenen Messplatz entsprechen eingestellt und gewartet. Es war ein tolles Gerät und ich hatte sehr viel Freude damit. Mit einer entsprechenden Antenne (Halbwellenstrahler, ca. 5,5 Meter lang, unter Dach im Dachboden montiert) hatte ich damit auch eine gute Abstrahlung bzw. einen sehr guten Empfang. Die Umgebung, sprich die Berge, hatten sich aber leider in dieser Zeit nicht geändert und die Gespräche (QSO`s) beschränkten sich daher weiterhin leider fast nur auf Eisenerz. Einige "Überreichweiten" bis St. Peter Freienstein, bzw. Trofaiach (ungefähr 15-20 km) brachte ich zeitweise zusammen. Hurra !!! Nach einiger Zeit wurden dann, die auch noch jetzt aktuellen Funkgeräte erlaubt. Es handelte sich dabei um 40-Kanal-Geräte der Marke "Uniden" mit der Modulationsart FM und einer Sendeleistung von 4 Watt . Da ich vorerst aufgrund meines Alters noch keinen Führerschein und folglich auch kein Auto dazu hatte, betrieb ich dieses Gerät ebenfalls von zu Hause in Eisenerz. Ein paar "untaugliche" Versuche führte ich damals auch in Wien durch, wo ich in einem Jugendwohnheim im Parterre residierte. Dazu verwendetet ich eine so genannte "Balkonantenne" und war froh, wenn ich irgend jemand in meiner näheren Umgebung hörte. Besser war es dann, als ich stolzer Besitzer eines Führerscheines und in weiterer Folge natürlich auch eines Autos wurde. Mein erstes Auto war ein VW 1600 TLE, welchen ich um ein paar Tausender erwarb. Natürlich musste sofort das Funkgerät eingebaut werden. Die Freude war dann aber leider nur bei stehendem Auto und ausgeschaltetem Motor groß, da er leider nicht funkentstört war und dementsprechende "Signale" aus dem Lautsprecher kamen. Ein Erinnerungsfoto aus dieser Zeit habe ich beim Stöbern im Archiv noch gefunden. Die Antenne wurde dabei zweckentfremdend verwendet ;-)

Das Gewand war aber schnell trocken, besonders das Leiberl auf der Antenne - hihi haha hoho. Dieses super Gefährt (1600 ccm, 54 PS mit Boxermotor hinten und eine der ersten Einspritzanlagen,....) hielt aber leider nur ca. ein halbes Jahr :-(( Nach einigem "Hin und Her" kaufte ich mir dann ein echtes "Auto" (Audi 80 GLS mit 1600 ccm und 70 PS), wo ich natürlich auch sofort das Funkgerät wieder einbaute und die Verständigung auch beim Fahren möglich war, da dieses Auto auch (schon - *g*) funkentstört war. Man beachte die Antenne im Hintergrund am Kofferraumdeckel. Ab jetzt war es natürlich weitaus leichter mit vielen anderen CB-Funkern in Kontakt zu kommen, da ich das Gerät auch unterwegs betreiben konnte ("rauschfrei" - hi). Und ich war sehr viel unterwegs. Alleine schon jedes mal, wenn ich von Wien nach Eisenerz, oder umgekehrt, fuhr.
Anfangs meistens die "Weststrecke" und später dann die "Südstrecke". Ich war auch zu Hause viel unterwegs und oftmals auch am Präbichl (ca. 1200 Meter Seehöhe), wo ich meine ersten "DX-Verbindungen" (Funkverbindungen über weite Strecken) hatte. Leider musste ich dann aber feststellen, dass in Eisenerz die Funker "ausstarben", bzw. abwanderten. In Wien interessierte mich der CB-Funk nie wirklich, da sich das Meiste, was man auf allen 40 Kanälen hörte, auf Beschimpfungen und gegenseitiges stören beschränkte. Leider, schade,....... Mir wurde sogar einmal meine CB-Funkantenne über Nacht vom Auto gestohlen. Na ja,... was soll's. So kam es, dass ich das Funken sein ließ, das Funkgerät in den Keller verbannte und mir in meine nächsten Autos kein Gerät mehr einbaute. Der "Funk" ließ mich aber trotzdem nie wirklich los und ein guter Freund machte mich dann auf eine andere Art des Funks aufmerksam. Dabei handelte es sich um den
Abgesehen vom CB- und Amateurfunk, gibt es seit einiger Zeit noch weitere Möglichkeiten sich über Funk zu unterhalten. Dabei handelt es um den PMR (Personal Mobile Radio) - und den LPD (Low Power Device) - Funk.
Bei beiden befinden sich die verwendeten Frequenzen im 70cm-Band. LPD - Geräte arbeiten auf rund 434 MHz (innerhalb des Amateurfunkbandes), die erlaubte Sendeleistung beträgt 10 mW und man hat 69 Kanäle zur Verfügung. PMR - Geräte arbeiten auf rund 446 MHz, bei einer Sendeleistung von 500 mW und man hat 8 Kanäle zur Verfügung. Beide "Funkgerätearten" kann man frei kaufen und anmelde- und gebührenfrei betreiben. Die Anschaffungskosten sind nicht sehr hoch und man kann LPDs oder PMRs schon ab ca. 50 Euro erwerben. Bei so genannten "Angeboten" bekommt man sie oft schon paarweise um nicht viel mehr. Da bei solchen Funkgeräten keine weiteren Kosten mehr anfallen (außer eventuell Batterien, wenn keine Akkus verwendet werden), eignen sie sich auch sehr gut als kostengünstige Kommunikationsmittel, alternativ zum Handy, zur Überbrückung von "Kurzstrecken", von bis zu ca. 5 km. Dabei kommt es aber immer auf den eigenen Standort, bzw. den der Gegenstation, sowie weiterer Umgebungsverhältnisse (verbautes Gebiet, Gebirge, Ebene, etc.) an. LPD- und PMR-Geräte können praktisch immer und überall eingesetzt werden und sind auch schon in vielen anderen Ländern erlaubt, was auch eine Verwendung am Urlaubsort ermöglicht. Bedenken sollte man aber, dass alles was man über Funk spricht, auch für andere hörbar ist !!!