Wanderung auf den Polster und durch die Frauenmauerhöhle

Im August 2003 beschlossen wir (Renate, Alex, Kerstin, Marion und ich) eine Wanderung durch die Frauenmauerhöhle zu machen. Bei herrlichem Wetter ging es mit dem Sessellift vom Präbichl zur Bergstation, knapp unterhalb des Polstergipfels (1.910 m), den wir dann zu Fuß bestiegen und eine kurze "Fotorast" einlegten. Anschließend wanderten wir über den Hirscheggsattel und die "Grießmauerplan" weiter zum Neuwaldeggsattel. Dort rasteten und jausnetten wir ausgiebig. Anschließend gingen wir zum Osteingang der Frauenmauerhöhle, wo sich schon zahlreiche Leute eingefunden hatten und auf den Höhlenführer warteten. Die Frauenmauerhöhle ist eine Naturhöhle, durch die man die Frauenmauer (1.827 m) durchqueren kann. Dies sollte man aber auf keinem Fall alleine tun, da sie verzweigte Gänge hat und im Zuge des Hauptganges auch der so genannten "Kreuzgang" liegt, welcher Unkundige leicht in die Irre führt und man sich leicht verirren kann. Dort mussten leider auch schon Todesopfer beklagt werden, praktisch "nur" aus dem Grund, weil sie sich verirrt hatten und ihnen dann das Licht (Fackeln und Taschenlampenbatterien) ausgegangen war und man sich auch durch "Weitertasten" nicht selbst aus der Höhle befreien kann. In früheren Zeiten war ich öfter mit Freunden in der Höhle, wo wir auch campierten und Leute mit durch die Höhle nahmen, wenn sie uns vertrauten. Trotzdem würde ich mir heute nicht mehr zutrauen ohne Führer durchzugehen. In der Höhle ist auch eine extreme Engstelle, der so genannte "Schluf". Rucksäcke müssen dort abgenommen und vor dem Körper getragen werden. Außerdem muss man sich ganz schön klein machen, um durchschlüpfen zu können. Daher wahrscheinlich auch der Ausdruck "Schluf". In der Höhle gibt es einige sehr schöne Naturerscheinungen, welche durch Auswaschungen und/oder Kalkablagerungen entstanden sind. Eine Wanderung durch die Höhle zahlt sich auf jeden Fall aus und ist auch von nicht Hochalpinisten zu bewältigen. Auf entsprechend festes Schuhwerk sollte man aber auf jeden Fall achten. Nachdem wir beim Westeingang und dem so genannten "Illmeierplatzl" (nach einem ehemaligen Höhlenführer benannt, welcher die ganzen Sommer dort verbrachte) wieder Tageslicht erreicht hatten, ging es weiter bergab zur Gsollalm, wo es abermals eine ausführliche Rast und auch "ein" Bier gab! Anschließend ging's dann auf der Forststraße zur Gsollkurve und anschließend mit dem Auto wieder nach Hause.

Blick zum Präbichl     Erzberg, im Hintergrund Stadel- und Schwarzenstein, sowie Kaiserschild

Alex, Renate, Kerstin und Marion am Polstergipfel.     Renate, Klausi, Kerstin und Marion am Polstergipfel.

Blick zur Grießmauer, TAC und Frauenmauer (ganz links).     Rast am Neuwaldeggsattel

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