Austria Wien feierte am
Mittwoch im Duell der Tabellennachbarn dank starkem Finish einen 4:1-(1:1)-Auswärtserfolg
über SW Bregenz. Damit wahrte die Austria ihre Chance auf die UEFA-Cup-Teilnahme.
Die Tore in der lange Zeit schwachen Partie im Casino-Stadion erzielten Hlinka nach
einem Rosicky-Corner (10.) bzw. Wagner unter großer Mithilfe von Bregenz-Schlussmann
Mathias Nagel (30.) sowie in der Endphase Janocko (80.), Rushfeldt (83.) und Linz (86.).
Pedersen im Pech
Vor dem Führungstor der Hausherren war Pedersen mit einem herrlichen Solo durch die
Austria-Abwehr marschiert, beim anschließenden Schuss zog er sich jedoch eine Verletzung
im linken Oberschenkel zu und musste ausgetauscht werden.
Austria-Torhüter Mandl klärte, indem er den Ball in den Corner abwehrte, aus dem
folgenden Eckball resultierte nach einem Kopfball von Hlinka das 1:0.
Bregenz-Tormann legt Austria-Tor auf
Überaus kurios war der Ausgleich für die in der Folge zwar bemühten, doch etwas
ratlos wirkenden Wiener. Golemac spielte zurück auf Tormann Nagel, der Abschlag des
Winde-Ersatzmanns misslang und landete beim im Mittelfeld lauernden Wagner, der nicht
lange fackelte und aus gut 25 Metern abzog.
Nagel machte bei seinem Abwehrversuch, keine allzu gute Figur, der Ball rutschte ihm
durch die Hände ins Tor.
Austria stürmt
Nach dem Wechsel machte Nagel diesen Schnitzer wieder gut. Zuerst zeichnete er sich bei
einem Volleyschuss von Mayrleb mit einer Faustabwehr (56.), wenig später bei einer
Rushfeldt-Chance mit einer Fußabwehr (63.) aus.
Sechs Minuten, drei Tore
Im Finish musste Nagel dann aber doch noch den Ball aus dem eigenen Netz fischen und
zwar gleich drei Mal innerhalb von sechs Minuten.
Nach einem Fehler von Sick kommt Janocko in den Strafraum, umspielt Verteidiger Pircher
und schiesst am herausstürzenden Nagel vorbei ins Tor (80.).
Drei Minuten später landete zunächst ein Janocko-Schuss an der Querlatte, den
Abpraller verwertete Rushfeldt per Fallrückzieher aus kurzer Distanz zum 3:1. Und nach
einem Hiden-Freistoß aus knapp 20 Metern, den Nagel nur kurz abwehrte, war dann Linz zur
Stelle und besorgte den 4:1-Endstand.
Stimmen zum Spiel:
Rainer Hörgl (Bregenz-Trainer): "Die jungen Spieler haben heute für den
hohen Aufwand, den wir in den vergangenen Wochen betrieben haben, bezahlen müssen. Sie
waren vor allem körperlich müde. Dazu kam noch der frühe Ausfall von Pedersen, der sich
einen Muskelfaserriss zugezogen hat und damit nicht mehr in dieser Saison spielen kann.
Die Stimmen, die in Bregenz vom UEFA-Cup geredet haben, sind für mich Wunschstimmen, die
ich nicht nachvollziehen kann. Man muss mit dem Erreichten zufrieden sein."
Didi Constantini (Austria-Trainer): "Nach dem 0:1 hatte ich ein wenig
Kopfweh, da hat die Mannschaft verunsichert gewirkt. Wir haben reagiert statt agiert. Dass
wir uns dann nach 90 Minuten doch noch so klar durchgesetzt haben, lag an der technischen
Überlegenheit der besseren Einzelspieler."
Mittwoch:
SW Bregenz - Austria Wien 1:4 (1:1)
Casino-Stadion, 6.400 Zuschauer, Schiedsrichter Mostböck
Torfolge:
1:0 (10.) Hlinka
1:1 (30.) M. Wagner
1:2 (80.) Janocko
1:3 (83.) Rushfeldt
1:4 (86.) Linz
Bregenz: Nagel - Golemac - Pircher, Mehlem - Eller (63. H. Kogler), Rosicky,
Hlinka, Pedersen (13. Sick), Sturm - Lawaree, Konrad (78. Regtop)
Austria: Mandl - Ratajczyk - Dospel, Martin Hiden - Scharner (77. Hopfer),
Hasek, M. Wagner (84. Linz), Ledwon, Janocko (85. Datoru) - Mayrleb, Rushfeldt
Gelbe Karten: Rosicky, Hlinka bzw. Hiden, Wagner
Die Besten: Mehlem, Hlinka bzw. Hasek, Wagner, Janocko
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