Alter arabischer Standard
Der Kopf eines
Saluki musste schmal und edel sein, jedoch zwischen den Ohren breit genug, um
den mächtigen Kiefermuskeln genug Halt zu geben. Die Ohren mussten hoch
angesetzt und beweglich sein. Sie mussten mit langen Haaren bewachsen sein,
welche jedoch teilweise abgeschnitten wurden, um zu vermeiden, daß die Hunde
sich bei der Jagd im Unterholz verhedderten.
Der Hals musste
lang und beweglich sein und doch ausreichend kräftig, um das Wild anzugreifen
und niederzureißen. Die Brust musste genügend Raum bieten um so auszusehen
"wie die Brust eines Pferdes". Auch musste sie tief und lang sein, um
genügend Ausdauer zu gewährleisten; außerdem war eine gute aber nicht
übertriebene Rippenwölbung wünschenswert.
Die Schultern
mussten – wie bei einem guten Reitpferd – schräg zurückliegen, aber im weiteren
musste die Vorderhand gerade sein, um dem Hund die nötige Höhe zu geben, damit
er aus großer Entfernung das Wild sehen und bei der Verfolgung der Beute
schnelle Stopps und Richtungswechsel ausführen kann. Die Lenden sahen die Jäger
gerne fein und nicht zu kurz, mit einer geringen Wölbung über den Rücken als
Zeichen von Schnelligkeit und Sprungkraft. Die Hinterbeine mussten länger und
höher sein als die Vorderbeine, wiederum ein Zeichen für Schnelligkeit und vor
allem nicht zu stark gewinkelt, da die Jäger wussten, daß solche Hunde zu
langsam für schnelle Richtungswechsel waren. Die Füße dagegen mussten groß
sein, mit langen Mittelzehen, wie bei einem Hasen, mit guten, dicken Ballen, um
auf dem heißen Sand und dem Geröll laufen zu können. Dabei wünschten sie starke
Behaarung zwischen den Zehen und unter den Füßen, damit diese beim Rennen über
scharfkantige Steine geschützt waren. Die Rute sahen sie gerne lang mit
schöner, seidenartiger Behaarung, und er war nicht nur ein Hilfsmittel beim
kurzen Richtungswechsel, sondern auch ein Hinweis auf den Charakter des Hundes.
Der Jäger
wusste, daß verlegene und ängstliche Hunde die Rute gesenkt, ja sogar zwischen
den Hinterbeinen trugen. Aber Hunde, die ihre Rute bis zur Höhe des Rückens
trugen oder sogar noch höher, waren für die Jäger ohne übertriebene Angst. Sie
waren frei und stolz und wurden deshalb bevorzugt. Bei einem guten Saluki
musste die Hand eines Mannes zwischen den Vorderbeinen zur Brust greifen
können, die Ellbogen, obwohl lose und elastisch durften nur mit Mühe
gegeneinander gebracht werden können. Das Ohrleder musste mindestens bis zu den
Mundwinkeln reichen und auf dem Schädel sollten zwischen den Ohren höchstens
drei Finger Platz finden, zwischen den Hüftknochen jedoch mindestens drei
Finger, die Lenden mussten zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände passen,
und die Rute musste zwischen den Hinterbeinen nach oben gezogen bis zum
Rückgrat reichen, der Umfang der Brust musste größer sein als die Schulterhöhe.