typische 24 Stunden aus meinem Leben

 

bis 08.30

schlafen

08.30

räkeln und wachschütteln

08.32

Frauchen aufsuchen und meine Einsatzbereitschaft zeigen. Bevor sie aufsteht klettere ich aber wieder zu ihr ins Bett und es wird noch ein bisschen geschmust.

08.39

Erster Rundgang in meinem Revier, natürlich habe ich Frauchen an die Leine genommen, sie würde sonst ja nicht an die frische Luft kommen. Mit meiner Spürnase kontrolliere ich markante Punkte und setzte Duftmarken wo es notwendig ist. Natürlich dürfen auch meine weiblichen Fans nicht zu kurz kommen und ich lege meine Runde so an, daß ich sie auch alle begrüßen kann.

09.15

Nach Hause zu Herrchen, muß ihn ja begrüßen denn er freut sich ja auch immer riesig wenn er mich sieht.

09.20

Ruheposition einnehmen, Augen schließen und ein bisschen von der Damenwelt träumen. Zwischendurch immer kurze Kontrollen ob Frauchen oder Herrchen noch immer bei mir sind und mich kurz bei ihnen zeigen da sie mich sicher schon vermisst haben. Es ist ja schon ein tolles Zusammenleben denn sie haben mich noch nie alleine gelassen, einer von beiden ist immer bei mir und ich darf sie überall hin begleiten. Einen kurzen Drink ein paar Streicheleinheiten später wieder ab ins Bett.

12.00

Jetzt wird es langsam Zeit mich für meine Mittagsrunde fertig zu machen. Erhebe mich, stelle mich vor Frauchen oder Herrchen auf, schüttle meine Ohren (unser Geheimzeichen um ihnen meine Bereitschaft anzuzeigen) und stelle mich zur Eingangstür. Natürlich lassen sie sofort alles liegen und stehen und es geht ab ins Einsatzfahrzeug. Bei der Wahl meiner Mittagsrunde lasse ich meinem Assistententeam freie Wahl. Denn es ist mir egal ob wir über den Truppenübungsplatz, in der Au oder auf den Feldern Patrouille gehen.

12.15

Beginn meines Routinerundganges, Erneuerung der Duftmarken und Aufstöbern von diversen Eindringlingen wie Bundesheerrekruten, Hasen, Rebhühnern, Rehen und Hirschen. Am lustigsten ist es wenn ich die Soldaten beim spielen erwische (die graben auch so gerne Löcher wie ich, aber trotz bester Tarnung stöbere ich sie auf)

13.00

Abbruch meiner Runde, es reicht ich hab alles gefunden und  mein Magazin zum Markieren ist längst schon leer. Jetzt kommt der Routinebesuch bei Herrchens Mutter, die sich immer riesig freut wenn ich Hundeleckerli von ihr annehme. Gentleman wie ich bin darf sie mich ausnahmsweise auch verwöhnen das sonst ja außer Herrchen und Frauchen niemand darf. Natürlich schmeiße ich mich auch hier ins Bett bis sie mit plaudern fertig sind und wir nach Hause fahren können.

13.30

Aufstehen, ab ins Auto und Heim in die Zentrale, geschwind ausgezogen und ab ins Bett. Muss jetzt unbedingt eine Runde schlafen, muß auch noch von den süßen Mädels von der Rennbahn träumen.

17.00

Ausgeruht erhebe ich mich, denn jetzt ist es Zeit für eine dritte Runde. Die ist ja eigentlich dazu da um meinen Appetit noch etwas anzuregen.

18.00

Zu Hause geht’s dann ab zur Schüssel und mal nachgeschaut was auf dem Speiseplan steht. Abwechslungsreich und viel muss es sein, es kann doch nicht angehen das ich an zwei  aufeinanderfolgenden Tagen das gleiche fresse. Dies war ja gleich eines der ersten Dinge die ich meinen Mitbewohnern beigebracht habe. Genauso haben sie ja begriffen das es nicht immer nur Dosenfutter sein darf, sondern auch Zunge, Herz und diese süßen Ringelschwänzchen vom Schwein auf dem Speiseplan stehen müssen. Natürlich darf auch meine Lieblingsspeise Schlund mit Reis nicht zu kurz kommen. Klarerweise schön mundgerecht geschnitten, denn sie wissen ja das sie es nicht mit einem 08/15 Hund zu tun haben. Als Dankeschön würde ich niemals bei Tisch betteln wenn sie essen. Eigentlich bin ich mir ja nur einfach zu gut dazu und bin es  auch meiner Abstammung schuldig. Genauso würde ich auch niemals Männchen für Leckerli machen, wir sind ja nicht beim Zirkus. Süßigkeiten lehne ich sowieso ab, das geht doch voll auf die Figur. So nun aber genug vom Fressen geplaudert, ist ja nicht das wichtigste. Wichtiger ist ja; Ja sie haben es richtig erraten mein Bett, wo ich mich jetzt bis 19.45 Uhr zurückziehen werde.

19.45

Aufstehen, strecken und bereitmachen für die Abendrunde, 30min reichen da voll und ganz.

20.15

Wieder daheim, die Reste fressen und von Frauchen meine Zahnbürste (Ochsenziemer, getrocknete Kutteln etc.) entgegennehmen. Kurzer Verdauungsschlaf.

22.00

Jetzt ist eine Rauferei mit Frauchen angesagt. Habe dabei schon einige Jogginghosen und T-Shirts ramponiert, aber das kann schon passieren. Sie ist mir deswegen auch nie böse.

23.30

Ab in Frauchens Bett ein bisschen hin- und hergeschiebe, sie muss schon etwas zur Seite Rücken wenn sie schon bei mir schlafen darf. Jetzt Licht aus denn ich brauche meinen Schönheitsschlaf. Gute Nacht da draußen, vielleicht treffen wir uns mal.