A

Abteufen heißt Stollen in die Tiefe bauen.

B

Berggerichtsschreiber ist eine Art Sekretär, der dem Bergrichter zur Seite steht.

Bergmeister ist eine Art staatlicher Betriebsleiter, der die Aufsicht über den Bergbau hat.

Bergrichter ihm ist das ganze Bergvolk während der Arbeit und zu Hause unterstellt.

Blähhaus ist ein mittelelterlicher Hochofen zur Gewinnung von Raueisen (Roheisen).

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Focherbuben haben in den Stollen für die Bewetterung (Belüftung) zu sorgen. Mit großen Blasebälgen, so genannten Fochern, blasen sie Luft über Holzrohre an schlecht bewetterte Orte.

Fronbote sorgt mit den Fronknechten für Ruhe und Ordnung.

Froner ist der landesfürstliche Steuerbeamte. Er kontrolliert die Erzförderung sämtlicher Gewerken und zieht die Fron (Anteil des Landesfürsten) ein.

G

Grubenhüter ist ein Knecht, der individuell für anfallende Arbeiten herangezogen wird.

Grubenschreiber verzeichnet die Arbeiter namentlich und trägt ihre Schichten und Löhne in ein Buch ein. Dieses Buch muss er monatlich in das Berggericht bringen und spätestens acht Tage später den Arbeitern mitteilen, von welchem Gewerken sie ihren Lohn bekommen.

H

Haspler befördert mit einer Haspel (Seilwinde) Erz, Gestein und alles erforderliche durch die Schächte.

Hauer leisten die eigentliche Abbauarbeit. Sie fahren die Stollen, Schächte und Abbaue mit Schlägel und Eisen auf und fördern das begehrte Fahlerz.

Holzknechte unterstehen dem Holzmeistern und nicht direkt der kaiserlichen Waldmeister oder dem Salzamt, doch besitzen sie bestimmte Privilegien trotzdem: sie bekommen Hofkorn zugeteilt und sind vom Militärdienst befreit.

Holzmeister ist ein freier Unternehmer, dem die Schlägerung und Bringung des Holzes für Bergbauzwecke in den kaiserlichen Bergwerkswaldungen übertragen ist. Durchgeführt werden die Arbeiten mit angeworbenen Holzknechten.

Hutmann führt die Aufsicht über die Grubenbelegschaft. Man unterscheidet zwischen Taghutmann und Nachthutmann, sowie Knechthutmann (Gehilfe des Taghutmannes) und Bubenhutmann, der die im Bergwerk arbeitenden Kinder beaufsichtigt.

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Lohn der Bergarbeiter besteht aus festen Beträgen, die sich zwischen 24 Kreuzern für Säuberbuben und einem Gulden für Hauer belaufen. 60 Kreuzer sind ein Gulden, für einen Gulden bekommt man am Schwazer Markt 15 kg Rindfleisch.

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Probierer stellt mit Hilfe des Probierofens den Silber- und Kupfergehalt des Erzes fest.

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Ratskollegium besteht aus 11 Berggeschworenen und steht dem Bergrichter zur Rechtsfindung zur Seite, somit mit dem Bergrichter die oberste Instanz für alle betriebsrechtlichen Angelegenheiten.

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Saliterer oder Salpetersieder sammeln salzhaltige Erde ein und gewinnen daraus geläuterten Saliter (Salpeter), einen wichtigen Grundstoff z.B. für die Schießpulvererzeugung.

Säuberbuben sind ebenso wie die Focherbuben Kinder im Alter von 12 Jahren und älter. Die Säuberbuben müssen das abgebaute Material zusammensammeln und dort hinbringen, wo es der Truhenläufer holen kann.

Schichtmeister kontrolliert die Einhaltung der Arbeitszeiten und die Schichtwechsel.

Schiner muss als Vermesser bei allen Neuschurfen die Grenzen festlegen und bei Grenzstreitigkeiten der Gewerken entscheiden.

Silberbrenner schmilzt das angelieferte Brandsilber zum vorgeschriebenen Feingehalt (Feinsilber) und macht es durch Einschlagen der Punze handelsfähig.

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Teerschweler verarbeiteten harzreiche Nadelhölzer teils in Meilern, teils in eingemauerten großen eisernen Kesseln (Teerofen) durch trockene Destillation zu Holzteer. Die ausgeschwelten und verkohlten Holzstücke (Pechkriefen) werden entweder als Holzhohle verkauft oder für die Herstellung von Kienruß benutzt. In Skandinavien und Russland verschwelt man Birkenrinde zu Birkenteer (Dagget, Schwarzer Degen), aus dem dann Birkenöl für die Herstellung des Juchtenleders destilliert wird.

Truhenläufer auch Huntstoßer fährt das geförderte Material in hölzernen Truhen (Spurnagelhunten) an den Tag.

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Waldbestand in den Bergbauregionen. Für die Landschaft ist der Raubbau der Wälder katastrophal. Die extensive Holznutzung drängt den Wald auf entlegene und steile Gebiete zurück. Kaiser Maximilian I. stellt diesen Raubbau an der Landschaft mit Entsetzen fest und erlässt eine strenge Waldordnung.

Waldmeister ist das oberste forstpolizeiliche Organ, das für die vorausschauende Bewirtschaftung der Wälder und der vermehrten Aufzucht von "Schwarzwald" verantwortlich ist. Zu den Aufgabe des Waldmeisters gehört auch die Kontrolle des Bestandes, die Holzbringung und den Holztransport.

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