A

Adel ist eine in Europa längst untergegangene Gesellschaftsschicht, die heute noch in wenigen Ausläufern weiter besteht. Die Monographie über den Adel behandelt in einzelnen Aufsätzen das Gesellschaftsphänomen des Adels als soziale Kontrollinstanz und die Bildung von Eliten. Hier das Lexikon zum Adel.

Affinitätslisten enthalten auch völlige blutsfremde Personen, die nur durch den Bund der Ehe angeschlossen, also verschwägert, sind. Affinitätsliste bzw. Affinitätstafel ist von den Konsanguinitätstafeln streng zu trennen, die nur Blutsverwandte enthalten.

Agnation ist die Blutsverwandtschaft väterlicherseits.

Ahnenliste ist eine strukturierte Liste aller Ahnen, meist nach Generationen geordnet, d. h. dem Probanden folgen die Eltern, diesen die vier Großeltern, diesen die acht Urgroßeltern usw. Die Personenfolge entspricht also der der Ahnentafel. Die Ahnenliste nimmt ihren Ausgang von einer Person, dem so genannten Probanden (Nr. 1 der Liste), es folgen dann die Eltern (Nr. 2 und 3, I. Generation), dann die Großeltern (Nr. 4 bis 7, II. Generation), usw. Alle einzelnen Vorfahren sind mit einer Nummer belegt, gerade Zahlen stehen für männliche Personen, ungerade Zahlen für weibliche. Siehe Kekule.

Ahnennummer siehe Kekule

Ahnenreihe siehe Ahnenliste

Ahnentafel ist die tabellarische (graphische) Darstellung der Vorfahren eines Probanden. Sie beginnt unten (bei seitlicher Anordnung links) mit dem Probanden. Nach oben (bzw. nach rechts) folgt dann jede weitere Generation in einer geschlossenen waagrechten (bzw. senkrechten) Reihe. Bei jedem Ehepaar steht links (bzw. oben) der Mann, unmittelbar anschließend rechts (bzw. unten) die Frau. Die Generationen werden, beginnend mit den Eltern des Probanden, mit römischen Ziffern bezeichnet. Die Ahnentafel lässt mit einem Blick die Vorfahren des Probanden über mehrere Generationen erkennen. Allerdings wird eine Ahnentafel von mehr als 6 oder 7 Generationen unhandlich. Soll auf die Tafelform trotzdem nicht verzichtet werden, empfiehlt sich die Anlage von Anschlusstafeln. Da zu umfangreiche Ahnentafeln unhandlich sind, ist die Ahnenlistenform der Ahnentafelform vorzuziehen. Für die Ahnentafel ist auch eine kreisrunde Anordnung denkbar, bei der Stammvater den Mittelpunkt bildet. Illustrierte Ahnentafeln sind Wappenahnentafeln und Bildnisahnentafeln.

Aszendenz besteht aus den natürlichen Eltern, Großeltern und den weiteren Vorfahren eines Probanden. Die Anzahl der Personen in jeder Generation verdoppelt sich in jeder zeitlich nachfolgenden Generation. Die Darstellung der Aszendenz erfolgt in Form einer Vorfahren- bzw. Ahnentafel oder Ahnenliste.

B

Blasonierung ist die verbale Beschreibung des Wappens, die dann durch einen Graphiker oder Heraldiker umgesetzt wird. Bei der Kunstsprache der Wappenbeschreibung (von frz. Blason, Wappen) geht es um die genaue und spezifische, ausschließlich textliche Beschreibung eines Wappens. Im Mittelalter ist es auf Turnieren die Pflicht des Herolds, die Ankunft eines Ritters mit einem Trompetensignal anzukündigen und dann mit lauter Stimmen der Menge das Wappen auf dem Schild des Ritters zu beschreiben. Die Wappenbeschreibung erfolgt in einer für den Laien meist schlecht verständlichen Fachsprache. Ein Wappen soll möglichst knapp und eindeutig beschrieben werden. Hierbei gibt es eine genau festgelegte Reihenfolge der Beschreibung einzelner Teile eines Wappens. Aufgrund einer korrekten Blasonierung muss ein Heraldiker in der Lage sein, ein Wappen "aufzureißen", d.h. zu erstellen.

Blasonierung ist die sprachliche Beschreibung der Wappen, wie sie innerhalb der Heraldik gebräuchlich ist. Hier ist die Monographie zur Blasonierung.

C

Chronologie oder Zeitrechnungskunde. Das heutige System der Zeitrechnung und Zeiteinteilung ist noch gar nicht so alt, wenn man bedenkt, dass z.B. der heute in der westlichen Welt fast ausnahmslos gültige Gregorianische Kalender erst 1923 auch von der damaligen Sowjet-Union eingeführt wurde. Für den Familienforscher ist die Kenntnis der wichtigsten Fakten eine große Hilfe.

D

Deszendenz die gesamte Nachkommenschaft einer Person oder eines Ehepaares, der "Stammeltern". Ihre Darstellung erfolgt in Form der Nachfahrentafel oder Nachfahrenliste. Sie umfasst auch die Töchternachkommen anderen Namens. Dagegen erfolgt die Darstellung einer auf den Mannesstamm beschränkten Nachkommenschaft, eines "Geschlechtes", in Form einer Stammtafel oder Stammliste. Sie umfasst nur die Träger des Stammesnamens mit deren Ehegatten. Auch für die Darstellung der Deszendenz kann entweder die Tafelform oder die Listenform gewählt werden.

Diplomatik ist als historische Hilfswissenschaft die Lehre von den Urkunden. Sie beschäftigt sich damit also mit Quellen, die in der Regel dem Mittelalter oder der frühen Neuzeit entstammen und in denen ausschließlich rechtliche Inhalte behandelt werden. Doch die Unschärfe, die sich hinter dem Begriff ‘rechtliche Inhalte’ verbirgt, deutet darauf hin, dass sich die Diplomatik mit einer kaum zu übersehenden Vielzahl von Quellen auseinanderzusetzen hat: Schenkungsurkunden, Privilegienverleihungen oder -bestätigungen, Besitzbestätigungen, Verträge, Gerichtsurteile, Testamente und vieles mehr gehören u.a. in ihren Aufgabenbereich. Grundsätzlich unterscheidet die Diplomatik drei Gruppen von Urkunden: Königs-, Kaiser und Privaturkunden, je nachdem, von wem das Dokument ausgestellt wurde. Sie befasst sich mit deren Herstellung und Aufbau. Erleichternd ist dabei, dass die meisten Urkunden in dieser Hinsicht einander ähnlich sind: Der Einleitung (Protokoll), in der der Aussteller namentlich genannt wird, folgt der Hauptteil (Kontext), der den eigentlichen Inhalt der Quelle umfasst. Im Schlussteil (Eschatokoll) schließlich erfolgt die Beglaubigung der Urkunde sowie ihre Datierung. Allerdings sind unterschiedliche Ausprägungen dieses Schemas üblich: Anhand der Typologisierung von Urkunden vermag die Diplomatik diese oft erstaunlich genau regional und zeitlich einzuordnen und kann daher z. B. auch zeitgenössische Fälschungen als solche entlarven. Obgleich manche Urkunde inzwischen in edierter und gedruckter Form vorliegt, ist zu konstatieren, dass ein Großteil dieser Quellen – man denke nur an die Vielzahl von Testamenten – nur in den Archiven eingesehen werden kann und dort ihrer wissenschaftlichen Bearbeitung harrt. Bei dieser Bearbeitung liefert dann die Diplomatik das notwendige Vorwissen, wie mit der Quelle umzugehen ist, wie diese möglicherweise entstanden ist und wie sie verstanden werden kann.

E

Ehe, Eheformen und -gestaltung sowie die Heiratspolitik sind im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit wichtige Garanten des Bestandes des Adels und des adeligen Lebensgefühles. Hier ist die Monographie über die Ehe im Mittelelter und der frühen Neuzeit

F

Filiation ist der Nachweis der Abstammung einer Person von einer anderen.

G

Genealogie ist die Lehre von den Geschlechtern bzw. Familien- und Geschlechterforschung. Also Familienforschung in Form von Ahnen ermitteln und Verwandtschaftsverhältnisse dokumentieren. Genealogie ist nicht nur rein wissenschaftlich anwendbar, sondern auch als Hobby der privaten Familienforscher, die gerne mehr über ihre Vorfahren und damit auch über sich selbst erfahren möchten. Der Forscher kann sich dabei verschiedene Prioritäten setzen: - Lebensorte und Wanderungen der Ahnen - Berufe - Krankheiten - ...

H

Heiratspolitik ist im Mittelalter ein enorm wichtiges Thema. Die Privilegien des Adels sind anfangs immer an Grundbesitz gebunden. Deshalb ist der Adel bestrebt, den Besitz zu erhalten, um seine Vorrechte nicht zu verlieren. Erbteilungen führten dennoch oft zur Zerstückelung des Besitzes bis auf Grundstücksgrößen, von denen sich die Familien nur mehr schlecht ernähren können. Es ist dem Adel untersagt, Handel, ein Handwerk oder einen bürgerlichen Beruf auszuüben. Bürgerliche Ehen kommen im Mittelalter und der frühen Neuzeit für den Adel aus Standesrücksichten so gut wie nie zustande. Deshalb sind die Adelsfamilien alle mehr oder weniger oft miteinander verschwägert. Siehe auch  Monografien über die Ehe.

Helmformen sind Kübelhelm, Topfhelm, Stechhelm (Bürgerliche) und Bügelhelm (Adlige). Der Helm wird oft stahlfarben koloriert.

Heraldik, ist die Lehre von den Wappen (Waffen). Hier das Lexikon zur Heraldik.

Hofpfalzgrafen (Palatin, comes palatinus caesareus) verliehen im Mittelalter im Namen des Kaiser Wappen und nehmen Standeserhöhungen und Wappenverbesserungen vor.

I

Implex bedeutet Ahnengleichheit, also wenn z.B. Urgroßelternpaare zusammen fallen, weil Verwandte untereinander geheiratet hatten.

J

K

Kekule Name eines deutschen Genealogen. Das nach ihm benannte System zum Aufbau von Stammbäumen heißt dann Kekule oder auch Kekule-Sosa-Stradonitz. Kekule prägte die Art der Bezifferung einzelner Ahnen auf einer Ahnentafel. Dabei bekommt der Proband (ein Mitglied aus jener Generation, deren Ahnen dargestellt werden) die Ahnenkennnummer 1. Sein Vater bekommt die Nummer 2, seine Mutter die Ahnennummer 3, sein Großvater väterlicherseits die Ahnennummer 4, seine Großmutter väterlicherseits die Ahnennummer 5, usw.. Allgemein heißt das: Eine x-beliebige Person mit der Ahnennummer x, hat die Person mit der Ahnennummer 2.x als Vater und mit der Ahnennummer mit 2.x+1 als Mutter.

Konsanguitätstafeln sind Blutsverwandtschaftstafeln. Sie dienen als Darstellungsmittel der "Gesamtverwandtschaft" bzw. als kombinierte Ahnen- und Nachkommentafeln. Die Konsanguitätstafel bzw. Konsanguitätsliste enthält nur wirkliche Blutsverwandte, d. h. alle in ihr auftretenden Personen sind untereinander durch den Probanden verbunden.

L

Libell kurzes Schriftstück, kleine Schrift zur öffentlichen Bekanntmachung. Auch Pamphlet, Schmähschrift, Prozessakte, insbesondere Klageschrift. Auch Sammlung von Privilegien oder Rechtsordnungen. Libellieren als Libell abfassen. Libellsweise in Form eines zusammenhängenden Aktenstücks.

M

Meyergut meyerrechtlich ausgetane (ausgestattete) Bauernhöfe nach dem Meyerrecht von 1669 erwirken die Unteilbarkeit des Hofes.

Mormonen, eigentlich Kirche von Jesus Christus der Heiligen der letzten Tage, Religionsgemeinschaft, die aus Glaubensgründen intensiv Ahnenforschung betreibt. Die Ahnenforschung ist für ihre Kirche eine religiöse Verpflichtung, weil die Gläubigen daran glauben, dass die Familienbande ewig bestehen können, auch im nächsten Leben. Das Leben nach dem Tode ist fester Bestandteil ihrer Theologie. Ein gläubiges Mitglied dieser Kirche freut sich darauf, in der Ewigkeit seine ganze, große Familie wieder zu sehen. So wollen sie möglichst viele der Namen und auch Lebensgeschichten ihrer Vorfahren kennen. Sie fühlen sich über Generationen hinweg Ihren Ahnen verbunden. Diese Liebe zur Familie, ihren Nachkommen und Ihren Vorfahren motiviert sie ihren eigenen Stammbaum zu erfassen. Ihr Hauptsitz befindet sich in Salt Lake City (USA), wo sie in einem unterirdischen Bunker ihre gesammelten Daten aufbewahren. In vielen Städten der Welt existieren Filialen der Mormonen, in denen auch private Forscher Einblick in die Daten erhalten können. Über www.FamilySearch.com sind über 650 Millionen Namen online zugreifbar.

N

Namensvarianten: Familiennamen werden im Ablauf der Zeit unterschiedlich geschrieben. Muss bei Behörden, in der Kirche oder für einen Grabstein der Name angesagt werden, so wird er in der lokalen Umgangssprache, also im regionalen Dialekt gesprochen und von den Beamten oft nach Gehör aufgeschrieben. Steht jedoch ein Name erst einmal falsch in einem Dokument, entsteht daraus ein amtlicher Name.

O

P

Paläografie ist die Lehre von der Entwicklung und den Formen der Schrift. Beim Studium alter Dokumente wird man immer wieder auf solche stoßen, die in einer der unterschiedlichsten Kurrentschriften verfasst wurden.

Partezettel ist die schriftliche Mitteilung über einen Todesfall, meist mit der Bekanntgabe von Ort und Zeitpunkt des Begräbnisses. Er ist an keine bestimmte Person gerichtet, sondern wird den Empfängern einzeln zugesandt. Parte leitet seinen Namen vom französischen Ausdruck "faire part" (anzeigen) ab und dürfte Ende des 17. Jahrhunderts entstanden sein.

Proband jemand, für den eine Ahnentafel aufgestellt werden soll.

Q

R

Rittergut mit Sonderrechten und Exemptionen (lat. exemptio Befreiung von bestimmten Lasten oder Pflichten; wie von der übergeordneten Gerichtsbarkeit und direkte Unterstellung unter eine höhere Gerichtsbarkeit) ausgestatteter Sitz im Rechtssinn, in der Regel ein dem Adel vorbehaltenen Adels- oder Edelsitz (lat. nobilium sedes).

S

Sphragistik oder Siegelkunde beschäftigt sich mit der äußeren Gestalt, der Darstellung und der Funktion von Siegeln (von lat. sigillum "Bildchen"). Siegel sind das wichtigste mittelalterliche Beglaubigungsmittel für Urkunden. Über Form, Anbringung und rechtliche Funktion der Siegel informiert die Sphragistik. Siegel werden – bis zur Erfindung anderer Techniken – zum Verschluss von Briefen verwendet: Der Empfänger eines versiegelten Briefes kann nur im Fall der Unbeschadetheit des Siegels davon ausgehen, dass dieser nicht schon zuvor von anderen Personen gelesen worden ist. Allerdings sind die Verschlusssiegel in der Regel nur noch in den seltensten Fällen zu bestaunen: Der Sinn eines Verschlusssiegels ist ja gerade der, dass dieses erst zerbrochen werden muss, bevor sich der Empfänger dem Inhalt des Briefes widmen kann. Wichtiger als diese Verschlussfunktion ist für die Historiker die rechtliche Bedeutung. Während des Mittelalters entwickelt sich die Besiegelung zur wichtigsten rechtlichen Form der Beglaubigung von Dokumenten: Ein Geschäft gilt erst dann als abgeschlossen, wenn die Vertragspartner die Vertragsurkunde besiegelt wird. Dazu wird das jeweilige Siegelbild beispielsweise mit einem Siegelring in die weiche Siegelmasse – meist Wachs oder Siegellack – eingeprägt und dann an der Urkunde befestigt. Die genaue Untersuchung dieser Siegel ist von großer Bedeutung: Sie gewähren Erkenntnisse über die beteiligten Personen und deren Bedeutung. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich die Sphragistik zu einer Wissenschaft, deren Erkenntnisse für die Erforschung des Mittelalters und der frühen Neuzeit von großer Bedeutung sind. Da auf den Siegelbildern häufig Wappen dargestellt werden, steht diese Disziplin in engem Zusammenhang mit der Heraldik.

Stammbaum zeigt die Nachkommen eines bestimmten Ahnen (oft in künstlerisch gezeichneter) Baumform. Dabei wird der Stammvater an der Baumwurzel platziert, während die Nachkommen auf Ästen und Zweigen dargestellt werden. Da der Baum von unten nach oben wächst, erscheint hier der Stammvater am untersten Teil des Baumstammes, und die nächsten Generationen folgen aufwärts, werden als Äste und Zweige seitwärts ausgestreckt, bis die jüngsten Sprossen als Blätter erscheinen. Die künstlerische Darstellung eines Stammbaumes ist abhängig von der individuellen Ausbreitung des darzustellenden Familienstammes. Die jeweilige Ausbreitung eines Familienstammes kann verschiedene Formen eines Stammbaumes bewirken. Der Stammbaum eines Probanden (im Gegensatz zur Ahnentafel) besteht aus allen lebenden und verstorbenen Familienmitgliedern, die seinen Familiennamen tragen. Der Stammbaum zeigt also von der Vergangenheit in die Gegenwart (im Gegensatz zur Ahnentafel, die von der Gegenwart in die Vergangenheit weist). Aufgrund dieser Tatsache ist es ratsam, vor der Erstellung eines Stammbaumes eine Ahnentafel zu erstellen, um überhaupt erst einen Stammvater identifizieren zu können.

Stammliste ist eine Darstellung in Listenform mit zwei verschiedenen Möglichkeiten der Anordnung, nämlich die fortlaufende und die unterbrechende Liste. Die fortlaufende Liste schließt jeder Person sofort ihre gesamte Nachkommenschaft an, wobei jede Generation der Gesamtliste um das gleiche Stück nach rechts eingerückt wird. Auf den Stammvater folgt also z.B. sein ältester Sohn, dann – vielleicht über mehrere Seiten – dessen Deszendenz und erst dann das zweite Kind des Stammvaters, das wieder entsprechend seinem älteren Bruder nur wenig eingerückt wird. Die unterbrechende Liste besteht dagegen aus einzelnen Kleinfamilien (Eltern und Kindern). Dabei werden Kinder, deren Nachkommenschaft dargestellt werden soll, nur kurz mit Hinweis auf die folgenden Kleinfamilien erwähnt und dort ausführlich mit ihren Kindern genannt, während die nächsten Generationen in weiteren Kleinfamilien erscheinen. Beide Formen haben Vor- und Nachteile. Für die Zusammenstellung der genealogischen Daten im Stadium der Erforschung ist die unterbrechende Liste vorzuziehen, für die Veröffentlichung die fortlaufende Liste, wenn nur wenige Generationen darzustellen sind. Eine Liste von vielen Generationen wird man nach dem Prinzip der unterbrechenden Liste je nach Bedarf in einzelne Stämme, Linien, Äste, Zweige und Häuser teilen und diese dann nach dem Prinzip der fortlaufenden Liste darstellen.

Stammreihe bildet einen Ausschnitt aus der Stammtafel. Sie bezeichnet die Abstammung im Mannesstamm, wobei für jede Generation nur das jeweilige Stammelternpaar angegeben wird.

Stammtafel Form und Anordnung ist abhängig von der Zahl der in den einzelnen Generationen unterzubringenden Personen. Häufig wird aus Platzgründen lediglich ein Zahlenschema ohne genealogischen Text, der dann in Listenform beizufügen wäre, möglich sein. Oft wird die Stammtafel irrtümlich als "Stammbaum" bezeichnet, jedoch sind beide Darstellungsformen klar zu unterscheiden. Wie für die Ahnentafel ist auch für die Stammtafel eine kreisrunde Anordnung denkbar, bei welcher der Stammvater den Mittelpunkt bildet. Die Verzweigungen der Stammtafel werden "Stämme", "Äste" und "Zweige" genannt.

Stammvater ist der älteste, direkte, männliche Vorfahr, der nachgewiesen werden kann. Von einem Stammvater ausgehend kann man seine Nachkommenschaft in Form eines Stammbaumes zeichnen.

Standesamt sind Behörden, die fast überall in Europa seit ca. 1875 die: - Geburten - Heiraten - Todesfälle registrieren. Gegen eine Gebühr kann man sich beglaubigte Kopien solcher Standesamtsurkunden zusenden lassen, sofern man datenschutzrechtlich dazu berechtigt ist.

T

U

V

Vorfahrennummern in einer Kekule Liste.

Generation Ahnenziffern Anzahl Lebenszeit
Proband 1 1 1950-2025
I 2-3 2 1915-1990
II 4-7 4 1885-1960
III 8-15 8 1850-1925
IV 16-31 16 1820-1895
V 32-63 32 1785-1860
VI 64-127 64

1755-1830

VII 128-255 128

1720-1795

VIII 256-511

256

1690-1765

IX 512-1023 512

1655-1730

X 1024-2047 1024

1625-1700

XI 2048-4095 2048

1590-1665

XII 4096-8191 4096

1560-1635

XIII 8192-16.383 8192

1525-1600

XIV 16.384-32.767 16.384

1495-1570

XV 32.768-65.535 32.768

1460-1535

XVI 65.536-131.071 65.536

1430-1505

XVII 131.072-262.143 131.072

1395-1470

XVIII 262.144-524.287 262.144

1365-1440

XIX 524.288-1,048.575 524.288

1335-1405

XX 1,048.576-2,097.152 1,048.576

1305-1380

W

X Y Z