A

Allianzwappen ist die Darstellung von zwei Wappen, die eine Verbindung (Allianz) von zwei Personen, zwei Ländern, zwei Fürstentümern oder zwei Herrschaften. Am häufigsten aber sind Allianzwappen die Wappen eines Ehepaares, die die Verbindung in Form von Heiratswappen anzeigen. Dabei steht der ranghöhere Schild, meist der des Ehemannes, heraldisch rechts dem anderen Schild zugewandt.

B

Balken ein Band in einem Wappenschild. Querbalken ist ein waagerechter Balken in der Mitte des Schildes. Schrägbalken ist ein diagonaler Streifen. Sparren sind zwei diagonale Streifen, die sich in einem Winkel, mit der Spitze nach oben, treffen.

Banner ist eine Fahne, deren Fläche einfach aber charakteristisch aufgeteilt ist und die Hauptfarben des Wappens wiederholt. Das große Banner ist zusätzlich (im Herzen oder im Freiviertel) mit Elementen des Wappens belegt. Ein Wappenträger kann das Banner an einer langen Stange halten.

Blasonierung ist die verbale Beschreibung des Wappens, die dann durch einen Heraldiker grafisch umgesetzt wird. Hierbei gibt es eine genau festgelegte Reihenfolge der Beschreibung einzelner Teile eines Wappens. Aufgrund einer korrekten Blasonierung kann ein Wappen eindeutig "aufgerissen" (erstellt) werden.

Blasonierung, siehe auch Monografie Blasonierung.

Bügelhelm ist vor allem im Mittelalter den adligen Wappenträgern vorbehalten. Charakteristisch ist, dass als Gesichtsschutz Bügel angebracht sind.

C

D

Devise der ursprüngliche Schlachtruf des Trägers, ist in neuerer Zeit eine Redewendung oder ein Satz, der auf die Familie, die Wappen oder die Helmzier anspielt. Sie befindet sich in einer Schriftrolle über der Helmzier oder unterhalb des Schildes.

E

Feld entsteht durch Wappenteilung, siehe Heroldsbilder.

Funeral- oder Totenwappen, dienen zur kurzzeitigen Ausschmückung von Leichenbegängnissen und Totenmessen und werden bei dieser Gelegenheit sowohl in der Kirche am und rund um den Katafalk sowie an den Schabracken der den Leichenwagen ziehenden Pferde angebracht. Die ihnen verwandten Totenschilde, aus Holz oder Metall, sind hingegen zum dauernden Verbleib in der Kirche bestimmt. Die künstlerische Ausführung ist oft nicht allzu sorgfältig, was nicht verwundert, bleiben dem Wappenmaler ja oft nur wenige Stunden oder Tage zwischen dem Tode der betreffenden Person und deren Beisetzung, auch sollten die Wappen eher auf gewisse Entfernung wirken. Üblicherweise umschließt ein breiter ovaler schwarzer Rahmen, in dem die Initialen von Namen und Titeln sowie das Sterbejahr des oder der Verstorbenen gestellt sind, das farbige Familienwappen der betreffenden Person, bei Frauen meist in Form eines Allianzwappens gestaltet. Adelstitel können auch fehlen, in Einzelfällen ist das Wappen auch gestürzt. Zur Verwendung gelangen üblicherweise Leimfarben auf dickerem Hadernpapier oder dünnerem Karton, Silber und Gold sind entsprechend leuchtend gehalten. Der Eindruck ist je nach Erhaltungsgrad heute noch strahlend und vermittelt ein Bild vom seinerzeitigen prunkvollen Aussehen dieser Wappen an dem ihnen zugedachten Platz vor schwarzem Hintergrund. Bänder und Nadeln, mit denen die Wappen an Vorhängen und Decken befestigt waren, sind vereinzelt noch vorhanden, ebenso zeigen massive Spritzer von Kerzenwachs auf so manchem Blatt die einstige Nähe zum aufgebahrten Leichnam. Zusätzlich angebrachte Blätter mit silbernen Totenköpfen mit verschiedenen Attributen von Moder und Vergänglichkeit auf schwarzem Grund verstärkten den Memento-mori-Charakter der Funeralwappen noch. Die Kosten für derartige Funeralwappen sind bisweilen in den Verlassenschaftsabhandlungen unter den Passiva der Begräbniskosten ausgewiesen.

F

G

Gemeine Figuren auf Wappen sind Lebewesen, Phantasiegebilde und Gegenstände aller Art. Gegensatz Heroldsstücke. Heroldsstücke und gemeine Figuren können im Wappen beliebig kombiniert werden.

Genealogie siehe Ergänzungslexikon Genealogie.

H

Helm ist ein integrierender Bestandteil eines Wappens. Er befindet sich auf dem Schild.

Helmdecken werden von den Rittern am Helm befestigt, um sie vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen (z.B. bei den Kreuzzügen) oder sie dienen im Winter als Mantel. Die Helmdecke zeigt auf der Außenseite die Tinktur und auf der Innenseite das Metall des Schildwappens. In der neueren Heraldik ist jedoch die Helmdecke oftmals nicht mehr als Decke zu erkennen, sondern als Laubwerk oder zerfetzte Tücher.

Helmzier ist das älteste Wappenelement. Sie wird von den Führern der Truppen im antiken Griechenland und Rom getragen und dient nicht nur als Rangsymbol, sondern auch als deutlich sichtbares Kennzeichen in der Schlacht, um das sich die Soldaten versammeln. In der Heraldik wird die Helmzier als auf der Spitze des Helmes angebracht dargestellt. Ihr Fuß ist von einem Kranz umwunden, einem Reif aus gewundenen Bändern, der in den Hauptmetallen und Farben des Schildes tingiert (eingefärbt) ist.

Heraldik ist die Lehre von den Wappen (Waffen). Das Wort "Heraldik" ist vom Begriff des "Herolds" abgeleitet. Mit diesem auf "hariowisio", "hariowald" zurückzuführenden germanischen Wort wird derjenige bezeichnet, der die Symbole der Götter und der Geschlechter kennt. In der Neuzeit wird unter Heraldik die Wissenschaft von den Wappen und der Wappendarstellung sowie der Geschichte des Wappenwesens verstanden.

Heraldische Ansippung nennt man die Übernahme eines Wappens, ohne dass eine direkte Verwandtschaft zwischen den Geschlechtern vorliegt. Diese Übernahme des Wappens eines ausgestorbenen Geschlechts wird durchgeführt, wenn eine zufällige Namensgleichheit (z.B. Oedt) vorliegt oder der Adelssitz des ausgestorbenen Geschlechts (z.B. Weiß auf Würting) übernommen wird.

Herold (Knappen von den Wappen, Persevant, Ehrenhold, Wappenkönig) ist im Mittelalter ein genauer Kenner der Wappen führenden Familien und ihrer Wappen. Er ist zuständig für die Turniere der Ritter, er prüft ihre Teilnahmeberechtigung und ihre Wappen. 

Heroldsstücke oder Heroldsbilder sind die durch Linien bewirkte Teilung von Farbflächen auf dem Schild. Gegensatz "Gemeine Figuren".

I

J

K

Kranz umgibt den Wappenschild. Kleine Krone und die Mitra sind Bestandteile von Wappen von Personen, die berechtigt sind, diese Insignien zu tragen. Des Weiteren wird jede Amtskette oder jedes Ordensband, auf das der Träger Anspruch hat, im Vollwappen richtig dargestellt. Die Amtskette umschlingt den Schild, Bänder hängen von ihm herab.

Krone auf dem Helm definiert den Adelsstand (Graf, Herzog, Erzherzog, König), je nach dem wie viele Zacken, Kugeln oder Blätter sie hat. Dabei ist die Anzahl der Zacken oder Blätter immer ungerade, so dass eine Zacke oder ein Blatt immer direkt über der Stirn sitzt. Eine Krone mit einer geraden Anzahl von Teilen (so dass über der Stirn eine Lücke sitzt) bezeichnet keinen Rang und wird "Schneider-Krone" genannt. Die Krone ruht auf dem Helmwulst, der abwechselnd die beiden Hauptfarben des Schildwappens zeigt, in Blickrichtung des Helms zuerst das Metall, dann die Tinktur.

L

M

Marschalling nennt man die korrekte Anordnung der einzelnen Bestandteile des Wappens innerhalb des Schildes des Wappens. Auch wenn einige europäische Familien bis zu 30 Einzelwappen innerhalb ihres Schildes eingebunden haben, so ist die vorherrschende Praxis innerhalb der britischen Heraldik die Einbindung lediglich der wichtigsten.

N

O P Q

R

S

Schild ist der wichtigste Bestandteil des Wappens und heißt DER Schild. Nur das in einen Schild gestellte Bild kann als Wappen angesprochen werden. Der Schild wechselt seine Form im Laufe der Geschichte von dem so genannten normannischen Schild über die Dreiecksform, den tartschenförmigen Schild und die barocke Kartusche zu dem heute üblichen, unten halbkreisförmigen Rundschild, der sich für die Aufnahme komplizierter und gegliederter Wappenbilder besonders eignet. Bei den Schildern unterschiedet die Heraldik zwischen zwei großen Gruppen, den "Heroldsbildern" und den "gemeinen Figuren". Die Heroldsbilder sind eine durch Linien bewirkte Verteilung von Farbflächen auf dem Schild. Alle Schildbilder, die nicht durch teilende Linien entstehen, heißen in der heraldischen Fachsprache, der Blasonierung, "gemeine Figuren ". Dazu gehören sämtliche Lebewesen, Phantasiegebilde und Gegenstände aller Art; Heroldstücke und gemeine Figuren können im Wappen beliebig kombiniert werden.

Schildhalter sind Figuren, normalerweise Menschen oder Tiere, die auf beiden Seiten des Schildes angebracht sind. Anfangs sind sie reine Zierde, später aber weisen sie auf das Oberhaupt einer vornehmen Familie hin.

Siebmacher ist der erste Herausgeber einer umfassenden Wappensammlung, nach dem derartige Wappensammlungen bezeichnet werden. Von Beruf Kupferstecher, ist er einer der ersten, die eine große Sammlung von Wappen in Kupfer stechen. Er lebt im 16. Jahrhundert. Die spätere "Siebmacher Wappensammlung" ist eine der größten Wappensammlungen überhaupt.

Sparren sind zwei diagonale Streifen, die sich in einem Winkel, mit der Spitze nach oben dachartig treffen.

Spruchband kann sich unter oder über dem Wappen befinden und trägt das Motto oder den Wahlspruch, der den moralischen oder politischen Anspruch des Hauses unterstreicht.

Stechhelm ist der "normale" Wappenhelm. Er wird vor allem für bürgerliche Wappen verwendet

Symbole und Ornamente wurden seit dem Altertum als Stammes- oder Nationalitätszeichen verwendet. Die Praxis, persönliche Rüstungsembleme auf Schilden und Bannern zu verwenden, entsteht als es für einen Ritter notwendig wird, auf einiger Entfernung hin erkannt zu werden. Das ursprüngliche Ziel einer Identifizierung während eines Gefechts entwickelt sich zu einem komplexen System vererbter Kenntlichmachung des sozialen Status.

T

Textur ist die Umsetzung der Tinktur für Schwarz/Weiß-Darstellung in eine Schraffur. Ist es etwa für einen Siegeldruck nötig Schwarz/Weiß-Darstellung zu verwenden, müssen dafür bestimme Schraffuren verwendet werden. In einfarbigen Wappendarstellungen wie auf Siegeln oder Epitaphen werden die Farben durch Texturen codiert.

Tinktur Textur Bedeutung
Silber weiß

Weisheit, Keuschheit, Reinheit, Unschuld, Freude

Gold punktiert

Verstand, Ansehen, Jugend, Hoheit, Herrlichkeit, Würde, Reichtum

Schwarz

kariert oder schwarz

Vorsicht, Standhaftigkeit, Demut, Frieden, Trauer, Tod, Untergang

Rot vertikale
Linien

Blut, Vaterlandstreue, Recht, Stärke, Tapferkeit, Würde, Mitleid, Liebe

Blau horizontale
Linien
Treue, Beständigkeit, Gerechtigkeit, Ruhm, Ehre, Aufrichtigkeit
Grün schräg
abfallende
Linien
Freiheit, Treue, Fröhlichkeit, Hoffnung, Lieblichkeit, Gesundheit, Land, Wald

Purpur
(selten)

schräg aufsteigende
Linien
Besonnenheit
(selten gebrauchte siebte Tinktur)

Tinkturen werden die Farben der Wappen genannt. Im Schild dürfen nur bestimmte Tinkturen verwendet werden. Es wird unterschieden zwischen Metallen: Gold (gelb) und Silber (weiß) auf der einen Seite und Farben: Rot, Blau, Grün, Schwarz und Purpur sowie Pelzen, dargestellt als weiß/gelb/schwarzes Muster. Gold & Silber ist die einzige privilegierte Farbkombination: z.B. für Vatikan, Papst, Orden vom Goldenen Vlies. Die wichtigste Regel: Nie wird Metall neben Metall, nie Farbe neben Farbe gesetzt.

U V W

Wappen sind farbige, bleibende Bildkennzeichen eines Geschlechts, selten auch einer Einzelperson. Sie sind grundsätzlich unveränderlich (wie Familiennamen), dargestellt unter Benutzung der mittelalterlichen Abwehrwaffen (Schild und Helm mit Helmdecken und Helmzier) nach bestimmten Regeln. Das Wort "Wappen" ist gleichbedeutend mit "Waffen". Auch in anderen Sprachen besteht dieser Zusammenhang, so im Französischen armoiries-armes, im Englischen arms, im Italienischen arma und im (mittelalterlichen) Latein armorum insignia (Waffenabzeichen).

Wappen dienen ursprünglich zur Identifizierung des Ritters innerhalb eines Kampfes, werden aber auch zur Kennzeichnung von Einzelpersonen, Familien, Grafschaften, Städten, bischöflichen Legaten, Abteien und Königreichen verwendet. Die Bestandteile eines Wappens beziehen sich auf ein reiches Vokabular von Symbolen, die der exakten Identifizierung des Wappenträgers dienen. Das Wappen muss anfänglich auf eine Entfernung von 200 Fuß eindeutig zu erkennen sein, daher gilt der Grundsatz der Einfachheit des Wappens.

Wappendeutung; in den wenigsten Fällen lässt sich ein Wappenbild deuten, auch soll es nicht gedeutet werden, wenn es nicht gerade ein redendes Wappen ist. Der Irrtum, dass man Wappenbilder deuten könne, beruhen auf einem Induktivschluss, weil man die meisten Familiennamen deuten kann.

Wappenbegründung: Die Wappenführung ist zuerst Sache des Adels und wird im Regelfall mit einem Ereignis wie Lehensvergabe usw. verliehen, aber auch Bürger können sich ein Wappen geben. Nur durch die Wappenbegründung können spätere Generationen die Symbole und Farben im Wappen deuten und verstehen. Wegen fehlender Wappenbegründung können sehr viele alte Familienwappen nach den dargestellten Symbolen nicht mehr verstanden und gedeutet werden, soweit es sich nicht um redende Wappen handelt.

Wappenbeschreibung siehe Blasonierung

Wappenbesserungen treten im Laufe der Zeiten auf, indem die Felder und Wappenbilder vermehrt werden. Aus dem einfachen Stammwappen mit einem Feld werden im Laufe der Zeit komplexe heraldische Gebilde

Wappenbestandteile sind: Schild, Helm, Helmzier, Devise, Mantel, Schildhalter und Wulst (oder Kranz). Von all diesen Bestandteilen ist der Schild der wichtigste.

Wappenbriefe werden vom Kaiser oder vom Comes Palatinum ausgestellt. Es gibt zwar keine offizielle Zweitschrift des Ausstellers für die Akten, aber die wichtigsten Daten wurden in ein "Libell" eingetragen. Diese Libell sind größtenteils noch erhalten und in Archiv in Wien abgelegt.

Wappenfiguren kann man keine allgemein gültige Bedeutung geben. Der Wappenstifter machte sich zwar Gedanken und setzte diese bildhaft um, aber heute kann man über die Anlässe nur mehr mutmaßen. Gerade bei alten Wappen ist der Bezug zum Wappenbild häufig verloren gegangen. Das Bild wurde vielleicht aus dem Wappen des Grundherren übernommen oder es liegt ihm ein bestimmter Vorfall in der Familiengeschichte zu Grunde. In der frühen Neuzeit ist er oft Anspielung auf einen sprachlichen Ausdruck (sprechendes Wappen), der mit dem Familiennamen in Zusammenhang steht.

Wappenmantel ist ein Baldachin aus Hermelin und Purpur, der bei hohen Häusern deren Herrschaftsanspruch verdeutlicht. Er umrahmt die obere Hälfte des Wappens und trägt oben in der Mitte die Insignien der Herrschaft: Krone, Reichsapfel und Szepter.

Wappenrock seit Anfang des 14. Jahrhunderts werden Familieninsignien auf den Überrock gestickt, der über dem Kettenhemd getragen wurde, daraus ist der Begriff des Wappenrocks entstand.

Wappenschöpfungen werden zu Beginn der Heraldik durch Siegel, ab dem 13. Jahrhundert durch handschriftlich geführte, ab dem 16. Jahrhundert durch gedruckte Wappenbücher geschützt. Auch Adels- und Wappenbriefe dienen dem Nachweis der Priorität. Bis zum Ende der Monarchie werden sie von den jeweiligen Landesfürsten verliehen. Familienwappen können heute auf Grundlage des Handelsgesetzbuches als geschütztes Warenzeichen einer Firma eingetragen werden. Die staatlichen Wappen der meisten Länder sind als Hoheitszeichen durch entsprechende Gesetze gegen Beleidigung und Missbrauch geschützt.

Wappenträger sind Tiere, die zu beiden Seiten des Schildes zum Wappen blickend stehen und ihn mit mindestens einer Hand (Pfote, Kralle, Lauf) halten. Sie können gleiche oder unterschiedliche Wappentiere sein, sie können auch zusätzlich zum Schild einen Banner tragen. Die Wappenträger können andere sein als das Wappentier des Schildwappens. Dann ergänzen sie die Deutung des Wappenschildes.

Wappenwesen, die Heraldik, spielt in der Geschichte eine kaum zu unterschätzende Rolle. Das Wort " Wappen" stellt die niederdeutsche Sprache Form des Wortes " Waffen " dar. Es taucht erstmals im 12. Jahrhundert in deren speziellen Bedeutung von " Waffenzeichen" auf. Die ersten Wappen sind Zeichen mit Fernwirkung, die auf dem Schild, auf Helmen, Rüstungen, farbigen Bannern und Pferdedecken angebracht werden. Diese Form der Kennzeichnung ist wohl die Folge einer neuen Bewaffnungstechnik und einer neuen Art der Kriegsführung, die sich während der Zeit der Kreuzzüge entwickelt hat. Dem sozialen Gefüge der Ritterheere entsprechend ist die Wappenführung zuerst Sache des Adels. Vom Ende des 13. Jahrhunderts an sind die Begriffe Adel und Wappen so unlöslich miteinander verbunden, dass man sich einen Adeligen, gleich welchen Ranges, ohne Wappen nicht mehr denken kann. Als umfassende Kulturerscheinung verbreitet sich das Wappenwesen aber sehr schnell über die Kreise des Adels hinaus, und schon im 15.Jahrhundert lassen sich sehr viele bürgerliche Wappen nachweisen.

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