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| Medien | Methoden der genealogischen Forschung | |||
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Medienmethodik Medientechnik Medienverzeichnis Genealogiemodell |
Die Stiftung Seeau bietet genealogische Forschungen im Auftrag von
Privaten und Firmen in
den Ländern der ehemaligen Österreich-Ungarischen Monarchie an. Im Zentrum
der Forschungstätigkeit steht die Arbeit direkt vor Ort in den lokalen Archiven.
Das ist notwendig weil schriftliche
Anfragen an die Archive oft nicht zufrieden stellend und mit erheblicher Zeitverzögerung beantwortet werden.
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Tipps |
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| Ein historischer Beitrag zur Ahnenforschung beschäftigt sich mit dem suchtartigen Engagement von Gottfried Wilhelm Leibniz bei der Ausarbeitung seiner Welfenchronik. Zuerst gehen wir aber auf die Vorbedingungen der genealogischen Forschung bei bürgerlichen Familien und die Gegebenheiten bei den adeligen Familien ein. Zuletzt beschäftigen wir uns mit der Anwendung von Längs- und Querschnitten bei der Darstellung historischer Personen und Ereignissen |
| Tipps zur genealogischen Forschung | ||||
| Der nachfolgende Leitfaden ist lediglich eine
Zusammenstellung der wichtigsten Forschungsmöglichkeiten; aufgrund der
Vielzahl der öffentlichen und privaten Archive wie sie im
Medienverzeichnis über die Archive
angegeben werden, kann nie komplett
sein. Auch bei einer erfolgreichen Suche nach den Wurzeln langt man immer wieder an einem Punkt an, an dem die Anhaltspunkte immer weniger werden, an dem die Spuren ins Ausland führen oder sich gar verlieren. Denn je weiter man die Jahrhunderte nach hinten durchschreitet, umso schwieriger wird die Suche nach Quellen. Die Erklärung liegt wie so oft in der Geschichte, vor allem in den Kriegen, die enorme Bevölkerungsveränderungen mit sich bringen. Denken wir nur an die Vertreibung von Bürgern, die ihren Glauben nicht dem des Landesherrn anpassen wollten. Viele Archive und Bibliotheken wurden durch kriegerische Auseinandersetzung zerstört und die Menschen haben auf ihren Leidensweg oft nicht nur ihre Heimat verlassen, sondern auch ihre gesamten Familiendokumente zurücklassen müssen. Zudem sind im Laufe der Jahrhunderte immer wieder wichtige Familiendaten durch Brände, Erdbeben oder Hochwasser für immer verloren gegangen. Zusätzlich erschweren mangelhafte oder fehlerhafte Aufzeichnungen in diversen Dokumenten die Arbeit der Ahnenforschung. Namen, Sprachen und Schrift sind oft Probleme, die nur von Geübten überwunden werden können. So können heute nur noch wenige die Deutsche Schreibschrift lesen und nur wissen Fachleute über die Fachvokabel und Abkürzungen auf historischen Dokumenten Bescheid. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Familienstand, Berufsbezeichnungen und Datumsangaben in Latein geschrieben oder hatten eigene Zeichen. So steht etwa "avia" und "avus" für Großmutter und Großvater, "uxor" für Ehefrau oder "idem" für ein gleiches Datum. Die wichtigsten Eigenschaften des erfolgreichen Genealogen sind daher nach wie vor Geduld und Ausdauer. |
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| Bürgerlich | ||||
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Familienforschung bei bürgerlichen Familien |
Die Familienforschung bei bürgerlichen Familien basiert neben der familialen Überlieferung auf Taufregistern und Kirchenbüchern. Wichtig sind die Heiratseinträge in den Kirchenbüchern, in denen die Angaben zu den Eltern des Paares enthalten sind. Geburtseinträge sind weniger ergiebig und Sterbeeinträge enthalten noch weniger Angaben. Eine der umfassendsten Quellen für die Genealogie ist der Ariernachweis der Kriegsgeneration. Der Abstammungsnachweis (kleiner Ariernachweis) im Dritten Reich besteht aus Heirats-, Geburts- oder Sterbeurkunden, die von Pfarrämtern, Standesbeamten und Archivaren zur Verfügung gestellt und von einer Siegel führenden Behörde beglaubigt sind. Er ist Voraussetzung für die Inanspruchnahme öffentlicher Leistungen, Eheschließungen, Anstellung als Beamter, etc. Verlangt wird der Abstammungsnachweis bis in die Generation der Großeltern. Der Staat fordert damit von seinen Bürgern Belege, die Vorfahrenreihe bis 1800 zurück zu verfolgen. Angaben darüber hinaus sind freiwillig, müssen dann aber ebenfalls beglaubigt sein. Zusätzlich zu den Urkunden kann der Nachweis auch in einem amtlich beglaubigten Ahnenpass oder in einer Ahnentafel festgelegt werden. Mit den Nürnberger Gesetzen von 1935 wird der Ariernachweis für alle Bürger des Deutschen Reichs verpflichtend. Der Ariernachweis wird dadurch Bestandteil des Alltags der deutschen Bevölkerung. Für diese Ahnenangelegenheiten ist die „Reichsstelle für Sippenforschung“ (ab 1940 „Reichssippenamt“) zuständig, welche die Abstammungsnachweise auf Grund der Urkunden ausstellt. Die für die Zeit vor 1600 verfügbaren Quellen enthalten nur ganz selten Verwandtschaftsangaben. Wer nur beweisbar verwandte Personen in seiner Ahnentafel haben will, sollte bei allem vor 1600 eher vorsichtig sein. Viele Vater-Sohn-Stammfolgen und Mutter-Zuordnungen vor 1600 beruhen oft auf Vermutungen und sind quellenmäßig kaum zu beweisen. Bei der Analyse der Taufbücher wird ein häufiger Fehler begangen, denn ein gefundener Taufeintrag ist kein Verwandtschafts-Nachweis. Die Pfarrbücher vor 1800 sind oft mangelhaft geführt. Sind bei einer Heirat keine Eltern der Brautleute angegeben, wird gerne nach einem Taufeintrag mit gleichem Namen gesucht. Ein solcher ist aber kein Beweis, dass Täufling und Braut/Bräutigam die gleiche Person ist. Es kann zu Irrtümern führen, die Ahnentafel mit den vermeintlichen Eltern des Täuflings fortzusetzen. Man täusche sich nicht über die tatsächliche Kinderzahl vor allem der Landbevölkerung und Handwerker. Der Durchschnitt liegt vor 1850 bei 2 bis 3 überlebenden Kindern, auch wenn vielleicht 10 oder mehr Taufen eingetragen sind. Erst ab etwa 1870 gibt es durch die verbesserte Hygiene viele kinderreiche Familien, vor allem in den Städten hat diese Tatsache eine historisch beispiellose Verarmung zur Folge. Eine amtlich einheitliche Schreibweise der Familiennamen gibt es erst seit Einführung der Standesämter im Jahr 1876. Vorher können Zeitzeugen oder Schreiber die Leute nur fragen, wie sie heißen und aufschreiben, was sie hören. So entstehen unzählige Variationen des gleichen Namens. Auch bei den Vornamen gibt es viele Variationen und nationale Schreibweisen. Die Bräuche bei der Verwendung der Vornamen, deren Abkürzungen und Koseformen sind regional sehr unterschiedlich. In einer Geschwisterreihe wurden gleiche Vornamen durchaus auch öfter vergeben. Tritt bei Geschwistern der gleiche Vorname öfter auf, muss man sich nach dem zweiten Vornamen orientieren. Gleiche Vornamen in der Geschwisterreihe sind in manchen Familien die Regel und lassen keinesfalls darauf schließen, dass gleichnamige ältere Geschwister schon verstorben sind. |
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| Adelig | ||||
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Familienforschung bei adeligen Familien |
Die Familienforschung bei adeligen Familien
basiert meist auf Adelskatalogen, Familienarchiven, Kaufverträgen und
Adelserhebungen. Im Zusammenhang mit einem adeligen Geschlecht spielen Herrschaftsbesitz, Ansitznamen und Wappen
eine besondere Rolle. Auch Verzeichnisse der Armee, von Landtagen, etc.
liefern wichtige Hinweise auf die Existenz und den Stand.
Je höher der Rang eines Adeligen ist, um so öfter tritt er in Urkunden als Proband, Urkunder, Käufer, Verkäufer oder Zeuge auf. Gerade über diese Methode können die Lebensdaten auch sehr früher Adeliger eingegrenzt werden. In der Verbindung mit dem Geschlechternamen tritt bei Adelsfamilien immer auch das Wappen, nur durch eine logische Verbindung beider Merkmale kann eine Person sicher als einem bestimmten Geschlecht angehörig identifiziert werden. Stimmen Namen und Wappen nicht überein, so kann man davon ausgehen, dass zwei Familien den gleichen Namen tragen, aber nicht gleichbürtig sind. |
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Wappenanalyse in der Familienforschung adeliger Familien |
Wappen von Adelsfamilien sind für den Unbeteiligten bunte Bildchen, hübsch anzusehen wie ägyptische Hieroglyphen, aber ebenso unverständlich. Wappen sind aber zur Identifikation der Patrizier- und Adelsgeschlechter des Mittelalters und der Neuzeit unerlässlich. Die Semantik (also die Bedeutung der Bildelemente) der alten Adelswappen ist eher belanglos und nur amüsantes Beiwerk. Die Syntax (also das Regelwerk für Aufbau und Komposition der Bildelemente) von Wappen ist durch die Regeln der Blasonierung festgelegt und hat schon mehr Bedeutung. Das Wichtigste ist aber die Sigmatik (also die konkrete bildhafte Ausprägung) von Wappen, die ja die gleiche Aussagekraft wie der Geschlechtername einer Familie oder Sippe haben. Interessant ist auch die Tatsache, dass sich kein Wappen wiederholen muss, denn die Vielzahl der (entsprechend den Regeln) gültigen Wappen ist weit größer als die Anzahl der Elemente (z.B. die Atome) des gesamten Weltalls. Wappenvermehrungen lassen das Stammwappen einer Adelsfamilie meist unberührt und gliedern es nur einem Größeren, Ganzen ein. Wappen können aus- und umgebaut werden, wie die Schlösser und Burgen. Bei der Wappenbesserung kommen oft die Wappen der Familien von Erbtöchtern hinzu, um so ein im Mannesstamm ausgestorbenes Geschlecht in einer anderen Familie weiter zu führen. So etwa kommt bei den Seeauern bei der ersten Wappenbesserung 1558 zum Stammwappen (ein zum Laufen geschicktes Kamel mit wehenden Zügeln) ein sprechendes Wappen (See in einer Au) dazu. Der blau-silberne See in der grünen Au steht als redendes Zeichen für den Familiennamen Seeau. Bei den weiteren Wappenvermehrungen der Grafen von Seeau werden dann diese Wappenfelder um die Wappen der weiblichen Linien und andere Figuren ergänzt. Das Wappenwesen entwickelt sich seit dem 12. und 13. Jahrhundert als ein gesamteuropäisches Phänomen. Seit dieser Zeit kommt dem Wappen, das heute eher als kulturhistorische Nebensache betrachtet wird, durch Jahrhunderte eine Bedeutung zu, die nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Das Wappen beginnt bald seine spezielle militärische Funktion als Feldzeichen zu verlieren und dient nun (auch oder vor allem) als allgemeines Herrschafts- und Besitzsymbol. Das Familien- und Geschlechterwappen ist erblich wie der Familienname und die übrigen Besitztümer. Als Feldzeichen bürgern sich im Hochmittelalter zu den Fahnen Tannenzweiglein, Strohbüschel, bunte Schärpen, etc. ein. In der späteren Neuzeit werden dann die überaus bunten Felduniformen üblich, die im 20. Jahrhundert wieder verschwinden und durch Tarnanzug und Barett abgelöst werden. Für den Nachweis von Adelswappen stehen allgemein ausreichende Quellen zur Verfügung. Alle Adelsgeschlechter, hoher wie niederer Adel, sind vom Landesherren bis zum Ministerialen zur Wappenführung verpflichtet. Ihre Wappen sind in Urkunden und Verzeichnissen erfasst, minuziös beschrieben und allgemein bekannt. Die urkundliche Verbriefunge dieser, an sich ursprünglich frei zugelegten, Wappen erfolgt erstmals im 14. Jahrhundert. Die nun beginnende Wappenvermehrung und Wappenverleihung bringt einen gewaltigen Zuwachs an Dokumenten über das Wappenwesen. Im 15.Jahrhundert erlebt auch das bürgerliche Siegel- und Wappenwesen einen ersten Höhepunkt. Praktisch alle rechtsfähigen Angehörigen der bürgerlichen Stände besitzen zu diesem Zeitpunkt eigene Wappen. Die ersten Aufzeichnungen von Wappen stammen von Herolden, die ab dem 11. Jahrhundert in Turnierbüchern die Teilnehmer mit ihren Wappen festhalten. Seit der Zeit um 1300 sind methodisch angelegte Wappenrollen überliefert, in denen aber meist nur lokale Herrschaftsgeschlechter erfasst werden. Johann Siebmacher beginnt um 1600 als erster mit der systematischen Sammlung bestehender Wappen adeliger Familien, von Ländern, Bistümern und Städten im deutschsprachigen Raum. Die Familien, deren Wappen sich im „alten Siebmacher“ von 1605 finden, gehören damit zu den ältesten Adelsgeschlechtern Europas. Für die Grafen von Seeau gilt, dass weit mehr als die Hälfte der blutsverwandten Geschlechter im „alten Siebmacher“ verzeichnet sind. Vier der Stammlinien finden sich bereits in der um 1300 angelegten Wappenrolle von Zürich. |
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Namensanalyse in der Familienforschung adeliger Familien |
Namen von Adelsfamilien sind für den Unbeteiligten Wortkonstrukte, in denen das Wörtchen „von“ vorkommt. Konkrete Namen sind aber zur Bestimmung der Adelsgeschlechter des Mittelalters und der Neuzeit oft schwer heranzuziehen, weil deren Schreibweise und Form sich an die historischen Epochen, den Namen des jeweiligen Wohnsitzes und die verschiedenen Volkssprachen anpasst. Die Semantik (also die Bedeutung der Wortelemente) von Adelsnamen rankt sich um Verbindungswörtchen wie „von“ und „zu“ und Prädikate wie Ritter, Edler, Edelfreier, Baron, Freiherr, Reichsgraf, ... Das wichtigste Element, an dem ein Außenstehender einen Adelsnamen erkennen kann, ist die Syntax, also der Aufbau und die Komposition der Wortelemente des Geschlechternamens. Doch sind die Regeln, nach denen Adelsnamen gebildet werden, durch das kulturelle Umfeld der zuständigen Volkssprache geprägt. Die Sigmatik (also die konkrete sprachliche Ausprägung) verbindet den Geschlechternamen mit einem Wohnsitznamen, z.B. Seeau von Mühlleuten, Schertlin von Burtenbach. Darüber hinaus kann der Name eines Geschlechtes über die Zeit und in den verschiedenen kulturellen Räumen bis zur Unkenntnis abgewandelt werden, z.B. Kazian von Katzenstein, Kazian, von Kazianer, von Katzianer, von Kazenstein, von Khazenstein, von Katzenstein, von Kazianawitsch, von Cazzenstein. Dazu kommt noch, dass die Geschlechternamen verschiedener Familien und Sippen ähnlich oder ident sein können. Namensvermehrungen lassen den Geschlechternamen einer Adelsfamilie meist unberührt und gliedern zusätzliche geografische Bezeichnungen der Adelssitze an. Aus einem „Anton Graf Seeau von Mühlleuten“ wird dann z.B. ein „Anton Graf von Seeau zu Mühlleuthen auf Ebenzweier, Hiltprechting, Thalham, Puchberg, Reuth und Roith“. Ob eine Familie adelig ist oder nicht, kann man letztlich leicht prüfen, indem man den Familiennamen (in verschiedensten Variationen) in einem der Adelsverzeichnisse wie z.B. dem Gotha oder dem Siebmacher sucht. Wird dort der Name nicht gefunden, kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es kein Adelsname ist. Allerdings ist auch bei einem Treffer der Adelsstand noch nicht gesichert, denn es gibt adelige und bürgerliche Familien die den selben Namen tragen, ohne dass sie deswegen verwandt sein müssen. Die Identifikation des Adels einer Familie lässt sich gut absichern, indem man das Wappen im Siebmacher mit dem Wappen in den Stammbäumen aus dem Familienarchiv vergleicht. Das gelingt besonders gut bei Familien, deren Wappen schon im Siebmacher von 1605 enthalten sind, wie das bei den Vorfahrengeschlechtern der Seeau mehrheitlich der Fall ist. Ein weiterer wichtiger Indikator für den Adel eines Stammes ist die Ebenbürtigkeit der Frauen. Besonders in der Zeit von 1450 bis 1850 kann man davon ausgehen, dass nur ebenbürtige Brautleute geheiratet haben. Historisch kann man die Aufenthaltsorte und Lebensdaten von Klanoberhäuptern und Fürsten gut nachvollziehen, indem man die von ihnen gefertigten Verträge nach Datum und Ausstellungsort reiht. Je rangniedriger und uninteressanter Personen sind, um so spurloser (da schriftlos) sind sie in der Vergangenheit verschwunden. Um Angehörige eines Adelsgeschlechts zweifelsfrei identifizieren zu können, heißt es, die Wappen aller Ahnengeschlechter eingehend und kritisch zu untersuchen. In den Stammbäumen und auf Grabsteinen gibt es viele Wappenbilder. Alle diese Wappen müssen überprüft und richtig zugeordnet werden. Namensgleichheit bedeutet nämlich nicht auch Wappengleichheit. Stimmen Geschlechtername und (Stamm-)Wappen nicht überein, ist der Verdacht begründet, dass es sich um verschiedene Geschlechter handelt. Erst wenn Wappen und Geschlechtername übereinstimmen, kann auf eine gemeinsame Herkunft geschlossen werden. Auch hier bringt nur die Kombination der verschiedenen Quellen Klarheit und dient gleichzeitig als Beweis für die Zuordnung eines Namens (in zum Teil abenteuerlichsten Schreibweisen) zu einem Geschlecht und zu einem Wappen. |
Pflügel Pflügl Pflüegl Pflüegel Pfliegl |
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| Erforderliche Kenntnisse für die genealogische Forschung | ||||
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Deutsche Schreibschrift |
Im Deutsch sprechenden Mitteleuropa verwendet man seit dem 16. Jahrhundert die so genannte deutsche Schreibschrift (später Kurrent- oder Sütterlinschrift), es handelt sich dabei um die erste zusammenhängende Schreibschrift. Auch wenn es ausgezeichnete Unterlagen zur Erlernung dieser Schrift gibt, ist sie für viele eine schier unüberwindliche Hürde. | |||
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Sprachen und Ausdrücke |
Die Dokumente sind in der k. k. Monarchie meist in Deutsch oder Latein
verfasst, beide Sprachen oft in einzelnen Eintrag gemischt. Viele Bezeichnungen von Berufen, Orten, Krankheiten, Verwandtschaftsverhältnissen, Zeitbestimmungen etc. haben sich im Laufe der Jahrhunderte geändert. Die meisten dieser Ausdrücke sind heute nicht mehr in Verwendung und führen zu Verwechslungen und Irrtümern. Viele Ortsnamen haben sich zusätzlich durch die Eingliederung in Nationalstaaten verändert. Diese Ausdrücke und das so genannten Kirchenlatein finden sich in genealogischen Lexika und Wörterbüchern im Netz, und helfen dem Familienforscher beim Lesen von alten Texten. Am Einfachsten und Sichersten ist es, sich die entsprechenden Wörter zu "ergoogeln". |
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Geografische Zuordnungen |
Oft ist es schwierig, einen Ort ausfindig zu machen, der vielleicht damals
ganz anders geschrieben oder formuliert wurde. Dazu gibt es auch im Netz
eine Menge sehr guter topographischer Werke.
Die wichtigsten Werke sind in der Nationalbibliothek und den Universitätsbibliotheken der Allgemeinheit zugänglich. |
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Zuordnung von Pfarren und Herrschaften |
In den Österreichischen Kronländern gibt es eine Unmenge an genealogisch wertvollen Unterlagen, aber eine Erforschung ist praktisch nur vor Ort möglich. Von Österreich gibt es kaum verfilmte Kirchen- und Grundbüchern, daher können Forschungen praktisch nur vor Ort durchgeführt werden. In Österreich gibt es kaum "Zentralarchive". Die Reisespesen sind daher dementsprechend hoch. Die Grenzen von Pfarren und Herrschaften ändern sich immer wieder im Laufe der Jahrhunderte. Dazu kommt, dass sich im Zuge der Josephinischen Pfarrfassion Pfarrzugehörigkeiten vielfältig geändert haben. Dörfer, die von einer Pfarre mehr als eine Gehstunde entfernt sind, werden 1783/1784 zu einer anderen Pfarre eingepfarrt.Dazu komm, dass Pfarrer aus personellen Gründen nicht in der Lage sind Anfragen zu beantworten. Zur Erforschung der Vorfahren benötigt man eine vom zuständigen Ordinariat ausgestellte Bewilligung, die praktisch immer schnell erteilt wird. |
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Das Jahr 1784 |
Ein wichtiges Ereignis für genealogische Forschungen in
der Habsburger Monarchie ist die Regierungszeit Kaiser Josef II. In dieser
Zeit wird die freie Wahl der Religion gesetzlich geregelt und um das Jahr
1784 entsteht eine große Menge neuer Pfarren.
Unter Kaiser Josef II. werden alle Matriken Staatseigentum und die Pfarren führen diese Aufzeichnungen für den Staat, die Standesämter werden erst nach dem Anschluss Österreichs 1938 eingeführt. Daher sind praktisch alle Daten vor 1938 in den kirchlichen Matriken enthalten. In Ungarn wurde das Standesamt schon 1895 eingerichtet. Im heutigen Stadtgebiet von Wien gibt es z.B. bis 1783 insgesamt 28 Pfarren, etwa 40 Pfarren entstehen um 1784, weitere 13 Pfarren entstehen im 19. Jahrhundert. |
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| Schnitte | ||||||||||||
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Historische Längsschnitte |
Historische Längsschnitte entsprechen der klassischen Systematik der Genealogie. Vereinfacht gesagt, der Darstellung des Lebenslaufs einer Person oder die Chronik einer Familie. Diese Längsschnitte beleuchten ein bestimmtes Geschlecht, sein Werden und Vergehen im chronologischen Ablauf. Die Abfolge jeder Informationseinheit eines Längsschnitts ist streng chronologisch; jeder Absatz ist nach dem gleichen Schema aufgebaut:
z.B.: |
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Historische Querschnitte |
Historische Querschnitte ergänzen die klassische Systematik der Genealogie. Diese Querschnitte beleuchten ein bestimmtes Ereignis, einen Schicksalsschlag, ein Erfolgsereignis, eingesetzte Technologie, wirtschaftliche Zusammenhänge, eine Schlacht oder ein Gesellschaftsphänomen. So werden verschiedenste Themen abgehandelt, die mit einem Ereignis in Zusammenhang stehen und das Umfeld näher beleuchten. Bei den historischen Querschnitten geht es um vielseitige Themen wie: mittelalterliche Salzproduktion, Kleine Eiszeit, Vorderösterreich, Schiffbarmachung eines Flusses, Tulpenzwiebel, Türkenkriege oder was auch immer mit den Seeauern oder ihren Verwandten zusammenhängt und als Monographie darstellbar ist. |
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| Gebiete | Forschungsgebiete für die genealogischen Untersuchungen | |||
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Wo wir forschen |
Das Gebiet der genealogischen Forschung hat seinen
Schwerpunkt in den Ländern der
Österreich-Ungarischen Monarchie.
Das heißt Ahnenforschung in Österreich, Innerösterreich, Vorderösterreich, Böhmen, Mähren mit k. k. Schlesien, westliche Slowakei, Westungarn, Slowenien, Südtirol und Bayern; teilweise auch in anderen Ländern. |
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Anfrage und Angebot |
Der Anfrage sollten möglichst exakte Angaben wie über die Religionsbekenntnisse und vor allem Kopien vorhandener Dokumente wie Geburts-, Trauungs-, Sterbeurkunden, Ahnenpässe, Partezettel etc. zugrunde liegen. Außerdem sollte das Forschungsziel eindeutig festgelegt werden. Nach Sichtung dieser Unterlagen legen wir gerne ein kostenloses Angebot. | |||
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Die Darstellung der Ergebnisse |
Die Ergebnisse unserer Nachforschungen bestehen aus buchstabengetreuen Originalabschriften sämtlicher aufgefundener Dokumente mit den entsprechenden Quellenangaben, umfangreichen Erklärungen, einer Aufstellung der Berufe und der geographischen Bezüge. Die Aufarbeitung aller Daten mit dem PC ermöglichen diverse Statistiken. Ansichten von Städten, Burgen und Schlössern, Landkarten mit eingetragenen Ortschaften in ehemaliger und heutiger Schreibweise ergänzen die Information. Dadurch entsteht ein individuelles Werk. | |||
| Welfenchronik | ||||
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Leibniz und die Welfenchronik |
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1717) ist der letzte Universalgelehrte, sagt man. Als Mathematiker, Physiker, Historiker und Sprachwissenschaftler und vieles mehr stand er an der Spitze der Wissenschaften seiner Zeit. Im November 1685 beginnt Leibniz mit der Erforschung der Genealogie der Welfen. 1687-1690 macht er von Hannover aus eine Reise, um durch historische Studien den Ursprung des Welfenhauses zu erforschen. Im März 1689 erreicht Leibniz Venedig und reist über Ferrara und Bologna weiter nach Rom. In Florenz trifft er Vincenzo Viviani, den letzten Schüler Galileis. Dort wertet er wochenlang historische Urkunden mit Hilfe des Bibliothekars und Polyhistors Antonio Magliabechi aus. In Modena entziffert er zwei Monate lang, täglich zwölf Stunden, Dokumente zur mittelalterlichen Geschichte des Welfenhauses, um dann nach Hannover berichten zu können, „dass ich die wahre Connexion der beyden Durchleuchtigsten Häuser Braunschweig und Este vollkomlich ausgemacht und gefunden habe“. Über Venedig tritt Leibniz im Februar 1690 die Rückreise an. Sie führt ihn über Wien, Prag und Dresden im Juni 1690 nach Hannover zurück. 1714 der hannoversche Kurfürst besteigt, aufgrund all der leibnizschen Nachweise seiner allerhöchsten Herkunft, als Georg I. den englischen Thron. Leibniz arbeitet aber an der Geschichte des Welfenhauses weiter und weiter. 1716, ein Jahr vor seinem Tod und nach 30 Jahren Welfenforschung schreibt er über sein Geschichtswerk: „Ich bemühe mich, es zu vollenden, solange meine Kräfte reichen, damit die Arbeit nicht verloren ist [...] Auf dieses Werk verwende ich nun all meine Zeit, die mir die alltäglichen Pflichten und Sorgen um meine Gesundheit übriglassen und ich bin gezwungen, alle mathematischen, philosophischen und juristischen Überlegungen, zu denen ich mich hingezogen fühle, zurückzustellen.“ |
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