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| Monografie | Über den Erzbergbau | |||
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Adel Blasonierung Ehe Kriege Landschaften Bergbau Salzkultur Salzgewinnung Salz als Heilmittel Verkehrstechnik Wirtschaft |
In dieser Monographie wird der Bergbau an den
Beispielen des prähistorischen Erzbergbaus und dem
prähistorischen Eisenbergbau im Salzkammergut
beschrieben.
In Form eines integrierten wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Querschnitts werden in dieser Monographie "innere" und "äußere" Aspekte des Bergbaus berücksichtigt: bergbauliche Technologie, Arbeitsorganisation und Situation der Gewerken ebenso wie Konjunktur und Konkurrenz der Reviere im Wechselspiel handelskapitalistischer Absatzstrategien und landesherrlicher Finanzinteressen. |
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| Prähistorischer Erzbergbau | ||||
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Um 3000vC Jahre überschreitet "Ötzi" in Tirol den Alpenhauptkamm. Mit einer auf das Gebirge gut abgestimmten Bekleidung und Schuhe, an Ausrüstung verfügt er über Proviant, Pfeilspitzen aus Stein und ein Kupferbeil. Zu dieser Zeit ist man auch im nördlichen Bereich der Alpen bereits dabei Kupfer zu gewinnen. Zuerst durch die Aufschmelzung von Mineralen aus der Oxidationszone, da der Tagebau sich ganz einfach aus Einzelfunden entwickelt. Zur gleichen Zeit, als Ötzi lebt, entsteht in Ägypten das alte Reich, die faszinierendste Hochkultur der Seinzeit überhaupt, die sich in der Folge in die sagenhaften Zivilisation des alten Ägypten verwandelt, die immer noch die Basis unserer Religion und Kultur ist. Später gelingt es im Alpenraum Kupfer- und Schwefelkies zu verhütten und
damit die Lagerstätte besser auszubeuten. Auch für die Landschaftsentwicklung ist der Bergbau von großer Bedeutung. Als besonders holzintensive Industrie drängt er den Wald auf entlegene und steile Gebiete zurück und in manchen Bereichen beruht die heutige Verteilung von Wald und Flur noch auf der ehemaligen Holznutzung durch den Bergbau. |
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| Prähistorischer Eisenbergbau im Salzkammergut | ||||
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Der Abbau von Eisenerz und die Verarbeitung von Eisen erreicht in der älteren Eisenzeit (0800vC-0400vC) in Hallstatt seine Blüte und Hallstatt gibt der gesamten Kultur dieser Zeitspanne auch seinen Namen, sie heißt Hallstattzeit. In dieser Zeit (noch vor der Blüte der Kultur des alten Griechenland) wird die volle Beherrschung der Eisenmetallurgie (auch) durch die Kelten in Hallstatt entwickelt. Der Abbau von Eisenerz im Salzkammergut und anderer Mineralien gehören der Vergangenheit an, alleine die Gewinnung des Namensgebers Salz hat hier immer noch größere Bedeutung. Eisenerz im Bad Ischler Salzberg wird bis ins 16. Jahrhundert abgebaut und auf der Reinpfalzarm verhüttet. Vitrolsiederei in Bad Ischl wird auf Befehl von Kaiser Ferdinand I. (1556-1564) eingestellt, da das dafür eingesetzte Brennholz dem Salzbergbau und den Salinen zugeführt werden muss. Eisenerz findet sich aber auch in Aussee am Rötelstein. Eisenerz in Goisern gibt es bei der Bodenschwendalm mit der historischen Verarbeitung mit Schmelzwerken und Hämmern im Weissenbachtal. Eisenerz wird im 18. Jahrhundert in Windlegern bei Traunkirchen angebaut, ebenso Kupfererz auf der Hochsteinalm. Den Gipsbergbau am Grundelsee mit der Verarbeitung in Bad Aussee gibt es heut noch. Der Transport des Gesteins erfolgt zwischen den Orten mit einer Seilbahn. Auch der Kreideabbau am Saarstein bei Goisern-Steeg ist heut noch im Betrieb. Der Agstein ist eine schleif- und polierfhähige Kohle, die in Ischl lange Zeit abgebaut wird und aus der man Schmuckstücke und Devotionalien herstellt. Das Silberbergwerk der Benediktinerinnen zu Traunkirchen am Bergwerkskogel zwischen Bromberg und der Hohen Schrott hat Jahrhunderte lang gute Einkünfte gebracht und ist heute nicht mehr in Betrieb. Auch roten Marmor und Glanzkohle hat man am Traunsee gegenüber von Traunkirchen Jahrhunderte Lang abgebaut. |
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