Schon in der Antike erkannte man das Salz als probates Heilmittel. Der älteste medizinische Bericht geht zurück ins 3. Jahrhundert vC und stammt aus Ägypten.

Mit Hippokrates (460-377 vC) taucht Salz in der griechischen Medizin auf. Angewendet wird es bei Übelkeit, Milzerkrankungen, Geschwüren, Bissen, Warzen, Blutergüssen, Nervenleiden, Schleimfluss und als Gurgelmittel, Abführmittel, etc.

Im Mittelalter wird das Salz von den Ärzten meist in Kombination mit anderen Bestandteilen wie Honig verschrieben, auch von Hildegard von Bingen.

Später werden Solebäder gegen Hautkrankheiten empfohlen, unterschiedliche Salzarten in Apotheken verkauft und bei Krankheiten Blutarmut und Kopfschmerzen eingesetzt.

Im 19. Jahrhundert lässt die Heilwirkung, die der Sole zugesprochen wird, zahlreiche Bäder aufblühen in denen Bäder, Massagen und Trinkkuren auf Salzbasis angeboten werden.

   
         
Ein Heilbad entsteht   1821 reisen einige prominente Ärzte von Wien ins Salzkammergut. Die Reise mit der Postkutsche dauert 2 1/2 Tage. Am ersten Tag geht es bis zum Strengberg, am zweiten Tag nach Gmunden und am dritten Tag ist man zur Mittagszeit in Ischl.

Der Professor und Hofarzt Dr. Franz de Paula Wirer stattet dem Kammerguts-Sekundar-Physikus Dr. Josef Götz einen Höflichkeitsbesuch ab. Stolz berichtet ihm der Kammergutsarzt von seinen Erfolgen mit Solebädern bei Salinenarbeitern mit Ausschlägen, Gicht, Rheumatismus und bei Unterleibsbeschwerden.

In Deutschland war vor einiger zeit Sole als Ersatz für Meeresbäder in Mode gekommen und so griffen die beiden Doktores diese Idee auf. 1823 bewilligt die Wiener Hofkammer dem Verweseramt in Ischl die Herstellung von geeigneten Anlagen, um verschiedene Krankheiten mit Solebädern behandeln zu können. Der Ischler Salinenkassier Tänzl richtet in seinem Haus eine Badeanstalt mit einigen Wannen ein. Die Mutterlauge (Rückstand beim Salzsieden) wird aus dem Pfannhaus bezogen und dafür wird ärarischen Arbeitern in einem eigenen Baderaum einer kostenlosen Therapie gewährt. Die Sole wird zu einem ermäßigten Preis auch an Private abgegeben - neunzig Eimer dieser Sole lässt sich Fürst Metternich nach Wien bringen.

Der aufstrebende Kurort Ischl wird endgültig für das Kaiserhaus gewonnen, als der Bruder des Kaiser Franz, der rheumakranke Erzherzog Rudolf Kardinal-Fürsterzbischof von Olmütz, zur Kur nach Ischl reist.

Berühmt als Kurort mit seinen Sole-Schwefel-Schlamm-Bädern wird Ischl durch Erzherzogin Sophie, der Tochter des Bayerischen Königs Maximilian I. und Mutter des österreichischen Thronfolgers Franz-Joseph. 

   
         
Die Salzprinzen   Erzherzogin Sophie ist davon überzeugt, dass sie ihr Unfruchtbarkeit durch die Behandlung in Ischl überwunden hat. Nach einer Reihe von Fehlgeburten schenkte sie den so genannten Salzprinzen das Leben:

1830 kommt der spätere Kaiser und König von Österreich-Ungarn Franz-Joseph,
1832 der Kurzzeitkaiser von Mexiko Ferdinand Maximilian und
1833 der Erzherzog Karl Ludwig zur Welt.

   
         
    1832 schreibt Johann Steiner: "Das merkwürdigste für Ischl und für das ganze Salzkammergut ist die in der neueren Zeit entstandene Solebad-Anstalt. Bisher haben nachstehende Krankheiten, deren Wesen mit den Bestandteilen der Sole in heilwirkender Beziehung stehen, größtenteils Hilfe gefunden: Skrofeln, Flechte, chronischer Rheumatismen, Gicht, Hämorrhoiden, Leberleiden, überhaupt Anschoppungen und Verhärtungen im Unterleibe, Nervenleiden, chronischer Kopfschmerz, Hypochondrie, Hysterie, Krämpfe, Konvulsionen, Fallsucht."    
         
   
    Die Salzkristalle sind Grundlage für viele Erfolg versprechende Therapieformen. Bei vielen Krankheitserscheinungen wirken sie zumindest unterstützend, allgemein gesundheitsfördernd und unterstützend.

Salz und Salkristalle haben eine ausgewogene Heilwirkung. Heute wird die Heilwirkung von Salz neu entdeckt und beschrieben. Salz ist nicht nur ein lebensnotwendiges Mineral für unseren Körper, sondern auch ein Träger, der in der modernen Medizin wieder in vielen Therapien zur Anwendung kommt.

Paracelsus nutzt die Heilkraft des Salzes und der Sole, jener salzgesättigten Lauge, die mancherorts durch eindringendes Wasser aus den unterirdischen Salzlagerstätten ausgelaugt wird und an die Oberfläche kommt.

   
         
   

Salzkristalle und Sole haben vielfältige physiologische Heilwirkungen auf unseren Körper. Solebäder verbessern die Durchblutung, regen den Stoffwechsel an und harmonisieren das vegetative Nervensystem, das innere Organe steuert. Salzreiche Atmosphäre ist gut für die Haut und heilsam für die Atemwege. Doch auch kristalliner Halit entfaltet heilende Wirkungen, wenn er direkt auf die Haut aufgebracht wird.

Zur dauerhaften Grundversorgung mit lebenswichtigen Mineralien sollte deshalb das Salz als Bestandteil in einer gesunden Küche und Ernährung nie fehlen. Die Speisen schmecken mit ihm würziger und werden bekömmlicher.

Bekannt sind die gute Wirkungen von Salz durch Solebäder, Soletrinkkuren und Sole-Wickel auch im modernen Kurbetrieb. Hier werden gute Ergebnisse im gesamten rheumatischen Formenkreis erzielt. Aber auch bei Arthrosen und Osteoporosen sowie bei vielen Formen von entzündlichen Hauterkrankungen. Neurodermitis, Psoriasis und Akne bis hin zu Hautpilzen sind Erfolge beschrieben.

Heuschnupfen, verschiedene Gräser-Allergien und Asthma können durch eine Soleinhalation Erleichterung erfahren.

   
         
Mayers Konversations-lexikon   1888 steht in Mayers Konversationslexikon über Kochsalzmineralschlammbäder geschrieben: "Der Schlamm wird in Wannen gebracht und daselbst erwärmt, worauf sich die Kranken in denselben einsenken wie in die Wasserbäder, oder man bestreicht mit dem Schlamm leidende Teile, lässt ihn darauf trocknen und wäscht ihn nach einiger Zeit ab. Für die Beförderung der Resorption alter Gelenkentzündungen, eiteriger und andrer Exsudate leisten sie vorzügliche Dienste, ebenso bei Lähmungen, alten und schweren Fällen von Rheumatismus, ohne dass das Zustandekommen der Wirkung durch die chemischen oder mechanischen Eigenschaften des Moorbreies im mindesten erklärbar wären."    
         
Die Frau als Hausärztin   Die Ärztin Anna Fischer-Dückelmann schreibt 1922: "Der Glaube an die Heilkraft des Kochsalzwassers ist weit verbreitet. Warme und kalte Salzquellen entströmen dem Boden in Kissingen, Wiesbaden, Pyrmont usw. Gegen Gicht, Skrufulose, Nervenstörungen, auch gegen Hautausschläge wird es mit viel Begeisterung zu Bädern verwendet. Das aufgelöste Salz wirkt stark erregend auf die Haut, Gefäße und Nerven, unterstützt daher die Wirkung des reinen Wassers bedeutend. Darauf beruht ja auch die besondere Wirkung des Seewassers. Sehr erregbare Naturen aber ertragen darum die Salzbäder nicht, man muss gut überlegen, wie lange und wem man Salzbäder verordnet."    
         
   

Solebad
Peeling
Salzschlamm
Wickel
Trinkkur
Inhalation

  Mit den Salzkristallen stehen wichtigste Lebenselemente in höchstem Reinheitsgrad zur Verfügung. Außer dem täglichen Gebrauch als echtes Lebensmittel, das dem Körper die notwendige Energie für ein vitales Leben benötigt, zurückgibt, unterstützt dieses Salz die Selbstheilungskräfte den Körpers wenn er sie braucht.

Salz ist die Grundlage für viele Erfolg versprechende Therapieformen. Bei vielen Krankheitserscheinungen die Salztherapie zumindest unterstützend und allgemein gesundheitsfördernd.

Sämtliche hier beschriebenen medizinischen Anwendungen von Salz beziehen sich auf ausschließlich auf historische Erfahrungen. Bei jeder konkreten Anwendung von Salz als Heilmittel sollte der Arzt seines Vertrauens zu Rate gezogen werden.

   
         
Das Solebad  

Aus dem Solebad dringen die Mineralstoffe in Form von Ionen in die Haut ein, auch werden ionale Reize an die lebenden Zellschichten verteilt und bewirken tief greifende Änderungen im Hautstoffwechsel. Dadurch wird natürliches Zellwachstum und -regeneration hervorgerufen. Der natürliche Regulationsmechanismus des Körpers wird eingeleitet.

Das Solebad kann vielfach positiv unterstützend auf Heilprozesse einwirken. Zum Beispiel bei Hautproblemen wie Psoriasis, Neurodermitis und Akne oder Rheuma, Gelenkerkrankungen, zur Rekonvaleszenz nach Operationen, bei Frauenkrankheiten und Kindern mit Infektneigungen, sowie zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems und zur Entschlackung des Körpers.

   
         
Das Peeling  

Zum Peeling des Körpers legt man sich auf ein großes Leintuch, nimmt eine Handvoll angefeuchtetes Salz und verteilt es auf dem feuchten Körper. Man kann gesamten Körper besser mit einer Salz-Öl-Mischung einreiben. Dann wird in jede Hautstelle mit der Hand sanft gerubbelt. Anschließend in ein Leintuch einwickeln und eine halbe Stunde ruhen. Danach mit lauwarmen Wasser abduschen und die Haut mit einem Handtuch trocken tupfen ohne zu reiben.

Durch dieses Peeling entschlackt die Haut und strafft sich, altes Zellgewebe wird gelöst, die Haut bekommt eine angenehm samtige Oberfläche und speichert wieder Feuchtigkeit.

Dieses Peeling eignen sich hervorragend für fette und unreine Haut und ist auch bei empfindlicher Haut gut verträglich.

   
         
Der Salzschlamm   Salzschlamm, das so genannte Peloid, spendend Feuchtigkeit und revitalisiert die Haut. Er wird wie Salz zum Peeling verwendet und unterstützt durch sanfte Massage die Regeneration der Haut.

Die zarten Mikropartikel reinigen die Hautoberfläche und lösen abgestorbene Schüppchen.

# Bei dem Kristallsolepeloid handelt es sich um einen natürlichen Mineralschlick, der sich im Laufe der zeit in den Salzstollen der Bergwerke rekristallisiert und am Boden abgelagert hat. Diese kristallinen Bestandteile werden abgebaut und dann mit natürlicher kristalliner Sole versetzt. Das Kristallsolepeloid wirkt stark hydratisierend und unterstützt die natürliche Regeneration der Haut. Haupteinsatzgebiete sind neben Hautunreinheiten, Faltenbildung, Cellulite aber auch alle entzündlichen Reaktionen des Körpers.

   
         
Der Wickel  

Unter Wickel versteht man die zirkuläre Einhüllung eines Körperteils in einem oder mehreren Tücher, wobei das Innerste mit Sole getränkt ist. Die Wickel bezeichnen sich nach dem Körperteil, den sie umhüllen z.B. Fußwickel, Wadenwickel, Halswickel oder nach einem anderen Körperteil.

Man spricht von Umschlägen, Kompressen oder Auflagen, wenn das innerste Tuch mit der Sole nicht ganz herum gewickelt, sondern nur gerade auf die betreffende Körperstelle gelegt wird.

Diese Wickel und Umschläge werden seit Alters her verwendet und später von Sebastian Kneipp, Rudolf Steiner und Reinhard Priessnitz populär gemacht. Heute sind die Wickel im Rahmen einer Besinnung auf natürliche Behandlungsmethoden wieder aktuell geworden in dem Bewusstsein, dass jeder Mensch für seine Gesundheit auch selbst etwas tun kann,.

   
         
Die Sole Trinkkur

 

  Bei Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Störungen der Verdauungsorgane, Aufbau des Elektrolythaushaltes, allgemeine Entschlackung, Säure-Base-Ausgleich im Körper sowie unzählige anderer Probleme; ferner Versorgung mit den Lebenswichtigen Spurenelementen. Die Trinkkur ist für das Stoffwechsel- und Verdauungssystem belebend. Mittelfristig kann dadurch eine gestörte Verdauungsfunktion normalisiert werden. Das Blutbild im Dunkelfeld verändert sich in wenigen Wochen beispielsweise von sehr schlechter geldrollenartiger Zusammenballung der Erythrozyten hin zu einem dünnflüssigen und sauerstoffreichen Blut. Beschwerden durch rheumatische Erkrankung der Bandscheibe und Arthrose gehen zurück. Nach Beobachtung von Ärzten wirkt die Sole bei zu niedrigem oder zu hohem Blutdruck erstaunlicherweise in beiden Richtungen ausgleichend.    
         
Die Inhalation  

Die Soleinhalation wird bei chronischen und spezifischen Erkrankungen der oberen und unteren Luftwege angewandt, bei akuten wie auch chronischen Nebenhöhlen- und Ohrenerkrankungen.

Dazu Salzkristalle in heißes Wasser geben und mit bedecktem Kopf 10 bis 15 Minuten inhalieren. Die Durchblutung der Bronchien wird gefördert, und die ionisierten Salzelemente Natrium und Chlorid beruhigen Atemwegsentzündungen. Die Atemwege brauchen nach der Inhalation etwa 30 Minuten, bis sich die Schlacken durch Schleim- und Sekretbildung binden und dann meist durch leichten Hustenreiz abgehustet werden. Anwendungen dieser Art können je nach Befinden und Notwendigkeit mehrmals täglich durchgeführt werden.

Es reicht ein Prozent Salzkristalle auf die gegebene Menge Wasser, Konzentration von 8 bis 12 Prozent zeigen aber eine bessere Wirkung.