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Abstammung   Bayrischer Uradel mit ihrem Stammsitz Gablkoven, Pfarre Griesbach im Bezirk Dingolfing bei Landshut zwischen der Isar und der Vils in Bayern. Erstmals erwähnt 1242 mit Wernhard Gablkover. Im 15. Jahrhundert verbreitet sich eine Linie nach Niederösterreich bzw. die Steiermark und Kärnten, eine nach Schwaben und eine in das Elsass. Schloss Gablhofen, bei Fohnsdorf in der Steiermark. Aber auch Gablkofen, Gemeinde Griesbach im Isartal Bezirk Dingolfing.

 

   
Verbindung   Cajetan Adam Seeau Graf von Mühlleuten oo Maria Franziska, Tochter des Johann Karl Warmund Graf von Gablkofen auf Kemmelbach und Pernau und der Barbara Freymann Edle von Randegg auf der Herrschaft Essling.

 

   
Fundstellen:   Im Steiermärkischen Landesarchiv sind die Akten der Familie und Herrschaft Gabelkhoven.

 

   
Wappen  

Wappen in Siebmachers Wappenbuch von 1605 auf Tafel 86. Auf Rot zwei goldene, im X gekreuzte zweizinkige Feuergabeln. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken ein geschlossener roter Flug, belegt mit den goldenen Gabeln.

 

   
Wappen I  

I. Stammwappen: In Rot eine goldene Feuergabel. Kleinod mit rot-goldenen Decken ein roter Flug belegt mit einer Feuergabel.

 

   
Wappen II  

In Rot zwei geschrägte goldene Feuergabel. Kleinod roter Flug belegt mit beiden Feuergabeln. Decken rot-golden.

 

   
Wappen III 1608  

Geviert mit Herzschild, darin das Stammwappen, 1 und 4 in Gold ein halber schwarzer Bracke mit goldenem Halsband. 2 und 3 in Schwarz eine blühende natürliche Hollerstaude mit ihren Wurzeln (Schott von Holderthal). Zwei gekrönte Helme, auf dem 1. Helm mit rot-goldenen Decken ein geschlossener Flug, belegt mit dem Stammkleinod von Wappen II. Auf dem 2. Helm mit schwarz-goldenen Decken zwischen geschlossenem goldenem Flug der Bracke wachsend.

 

   
Wappen IV Freiherrnwappen von 1652   Geviert mit gespaltenem Herzschild, darin vorn das Stammwappen, hinten in Silber ein natürlicher Leopard. 1 und 4 in Gold der halbe schwarze Bracke mit silbernem Halsband. 2 und 3 in Schwarz an grünem Stiel drei silberne Rosen. Drei gekrönte Helme: Auf dem 1. Helm mit rot- silbernen Decken der natürliche Leopard, auf der Helmkrone stehend. Auf dem 2. Helm mit rot-goldenen Decken das Stammkleinod von Wappen II. Auf dem 3. Helm mit schwarz-goldenen Decken zwischen geschlossenem goldenem Flug der Bracke wachsend.

 

   
Wappen V Grafenwappen von 1715   Zweimal gespalten und zweimal geteilt. In 1 und 9 der halbe schwarze Bracke mit silbernem Halsband. 2 und 8 in Schwarz an grünem Stiel drei silberne Rosen. 3 in Silber ein gekrönter natürlicher Löwe. 4 in Blau ein goldener Anker. 5 das Stammwappen von Wappen II. als Herzschild. 6 in Blau zwei silberne Schräglinksbalken. 7 in Silber ein leopardierter natürlicher Löwe. Fünf gekrönte Helme: Auf dem 1. Helm mit schwarz- goldenen Decken der leopardierte Löwe wachsend und gekrönt. Auf dem 2. Helm mit schwarz-goldenen Decken ein offener roter Flug, darüber gekreuzt die goldenen Gabeln. Auf dem 3. Helm mit schwarz-goldenen rot-silbernen Decken blauer Straußenfederbusch belegt mit dem goldenen Anker. Auf dem 4. Helm mit rot-silbernen Decken ein offener goldener Flug, dazwischen der Bracke wachsend. Auf dem 5. Helm mit rot-silbernen Decken der gekrönte natürliche Löwe wachsend. (Nach dem Diplom der Deutsch-Ordens-Centralbibliothek.)

 

   
Grabplatte in Neunkirchen  

Es gibt nur eine einzige Grabplatte in der Marienkirche der Minoriten in Neunkirchen, die in den Boden eingelassen ist. Sie ist in edlem Rosso Verona in der hintersten linken Ecke. Der Marmor zeigt ein Allianzwappen mit völlig abgetretenen und daher nicht identifizierbaren Wappenschilden. Darüber zwei Helme, auf dem 1. Helm deutlich ein geschlossener Flug. Auf dem 2. Helm ganz deutlich ein wachsender Bracke. Aufgrund der eindeutig identifizierbaren Kleinodien handelt es sich mit hoher Sicherheit um das frühe Wappen derer von Gablkofen. Das Kleinod auf dem ersten Wappen ist das der Gabelkoven, das Kleinod auf dem zweiten Wappen ist das der (unbekannten) Ehefrau des Zacharias Gabelkover von Gabelkoven; dieses Kleinod der Stammmutter der niederösterreichischen Linie der Gabelkover findet sich später im Familienwappen integriert. Im Siebmacher wird von diesem Grab in eben dieser Kirche berichtet. Begraben sind in dieser Grablege demnach Zacharias Gabelkover von Gabelkoven mit seinen Söhnen Leonhard und Paul. Die letzte Bestattung ist die des Paul Gabelkover von Gabelkoven im Jahre 1498. Demnach ist auch der Bracke seit dieser Zeit im Wappen, das Wappen des bayerischen Zweigs der Familie führt dieses Kleinod nicht.

 

   
   

I. Berthold Gablkover stirbt 1436.

II. (Wolfgang) Zacharias I. Gabelkover von Gabelkoven (...-1481) , Sohn des Berthold und Stammvater der österreichischen Linie, zieht 1457 mit seiner Familie von Bayern nach Niederösterreich und lässt sich zu Neunkirchen im Steinfeld nieder, †† Pfarrkirche Neunkirchen mit seinen Söhnen (1) Leonhard und (2) Paul.

III. Paul Gabelkover von Gabelkoven (…-1498) 1.oo Katharina ///Schalhauer, Tochter eines Wiener Ratsherrn, 2.oo Ursula Schott von Holderthal aus Salzburg als letzte ihres Stammes. Daher geht ihr Wappen, eine Holunderstaude, auf die Gabelkover über. Aus der zweiten Ehe stammen 4 Töchter und 4 Söhne, die die Gründer von eben so vielen neuen Linien sind. (1) Wolfgang, (2) Leonhard, (3) Rudpert, (4) Zacharias II.

IV.A Wolfgang Gabelkover von Gabelkoven (~1480-1541), Eisen- und Hammergewerke zu Leoben, stiftet die steirische Linie, nachdem er in mehreren Ehen von 10 Kindern 5 Söhne erzeugt hatte.

IV.B Leonhard Gabelkover von Gabelkoven, 2. Sohn von Paul, Gründer der Kärntner Linie.

IV.C Rudpert (Ruprecht) Gabelkover von Gabelkoven, Gründer schwäbischen Linie, die mit seinen Enkeln Wolf Ruprecht und Georg im 17. Jahrhundert erlischt.

IV.D Zacharias II. Gabelkover von Gabelkoven, 4. Sohn des Paul von Gabelkoven, vier Ehen und 23. Kindern. (1) Johann Adam w.f., (2) Hannibal, kaiserlicher Fähnrich, unvermählt.

V.D Johann Adam von Gabelkoven (1605-…), Herr der Herrschaft Petzenkirchen, Bezirk Ybbs in Nö., 1628 unter den neuen niederösterreichischen Ritterstandsgeschlechtern aufgenommen, er bekennt sich samt den Seinen zur evangelischen Lehre. 1.oo Maria Theresia Freiin von Kaiserstein, bringt ihm Schloss Kemmelbach zu, aus dieser Ehe stammen 3 Töchter und 2 Söhne. 2.oo Eva Brigitta Freiin von Fueger von Hirschberg, aus dieser Ehe stammen 5 Töchter und 5 Söhne. (1) Johann Warmund (1698-…) w.f., im nö. Landesausschuss, (2) Karl Friedrich (1649-…), tritt zum Katholizismus über.

VI.D Johann Karl Warmund Graf von Gabelkoven auf Kemmelbach, kauft 1773 Gut Pernau in OÖ, oo Barbara Freymann Edle von Randegg auf der Herrschaft Essling (1) Josef Johann Nepomuk w.f., (2) Maria Franziska oo Cajetan Adam Seeau Graf von Mühlleuten

VII.D Josef Johann Nepomuk Graf von Gabelkoven, 1767 im nö. Landesausschuss, (1) Ludwig Karl w.f.

VIII.D Ludwig Karl Graf von Gabelkoven, 1829 erlischt mit ihm das Geschlecht.

 

   
   

1242 Wernhard Gablkover, Domherr zu Regensburg.

1358 Carl der Gablkover, Bürger zu Regensburg.

1360 Wernhard Gablkover, mit seinen Kindern Ulrich, Catharina und Elss erwähnt.

1401 Stephan und Peter Gabelkover mit ihrer Mutter Anna Altenburg erwähnt, deren Schwester Martsch ihre eigenen Anteile an Altenburg verkauft, ebenso 1421.

1436 Berthold Gablkover stirbt.

1457 (Wolfgang) Zacharias Gabelkover von Gabelkoven, Sohn des Berthold, zieht von Bayern nach Niederösterreich und lässt sich zu Neunkirchen im Steinfeld nieder, †† Pfarrkirche Neunkirchen mit seinen Söhnen Leonhard und Paul.

1480 Paul Gabelkover von Gabelkoven (…-1498) geht nach Leoben in der Steiermark und erhält von Kaiser Friedrich III. einen Kaiserlichen Lehensbrief über ein Berggericht zu Pottendorf in der Gloggnitzer Pfarre.

1498 Paul Gabelkover von Gabelkoven stirbt auf einer Reise von Leoben nach Wiener Neustadt und wird in Neunkirchen an der Seite seines Vaters Zacharias und seines Bruders Leonhard beigesetzt.

1500< Wolfgang von Gabelkofer (~1480-1541) Leoben oo Margaretha von Pögl (*~1490)

1527 Wolfgang von Gabelkover, Bürger zu Leoben, hat Untertanen in Laintal, Waltenbach und Greith Bezirk St. Michael in Obersteiermark.

1542 Sophia von Gabelkover, Frau des Franz von Gabelkover, Tochter des Rueprecht Ambring. Gültschätzung mit Untertanen zu Dietersdorf Bezirk Fohnsdorf, Ritzendorf  Bezirk St. Laurenzen bei Knittelfeld, St Georgen ob Murau, Laßnitz bei Murau und Laasen Bezirk Peterdorf.

1542 Paul von Gabelkover legt die Güter in Laintal und Waltenbach für seinen Sohn Leonhard Gabelkover ein.

1543 Paul Gabelkover legt für seinen Sohn Franz Gabelkover ein. Ebenso das Erbe des Franz nach seiner Mutter Maragethe Pögl, Frau des Paul Gablkover.

1567 Johann Jakob von Gabelkover beschreibt die Schlossgartenanlage in Göppingenden den Herzog Christoph von Württemberg nach Plänen von Aberlin Tretsch errichten ließ: „In dem Lustgarten ist nichts vergessen, was für fürstlichen Recreation dienet und allerhand Blumenwerk, nützliche Kräuter, schöne Bäume, lebende Häger, Wasserbrunnen, Lusthäuschen, Camertzen von Traubenstöcken und anderes ist uff das trefflichste geziert.“ 

1599 Oswald Gabelkover (1539-1616), "Medicinae doctor, Leibmedicus", württembergischer Rat, Chronist und württembergischer Historiograph. Werke: Württembergische Geschichte. Curationum Centuriae. Historia der Grafen von Helfenstein. Necrologia Germaniae. 1599 Artzneybuch: darinnen ... fast für alle dess menschlichen Leibs Anligen und Gebrechen: ausserlesene und bewehrte Artzneyen gemeinem Vatterland teutscher Nation zu gutem auss vielen hohen und nidern Stands Personen geschriebnen Artzneybüchern zusamen getragen und in den Truck verfertiget sind / Osswaldt Gäbelhouern (Gaebelkhover)."

1600 Oswald von Gabelkover beschreibt eine mit Wappen verzierte Tafel im Kreuzgang des Gmuender Franziskanerklosters: „darinn memoria deren vom Tal“ an, er notiert die Wappengleichheit zu den Schilling von Cannstatt, die eine Kanne im Wappen führen.

1613 Theodor von Gabelkoven kauft von Franz von Färber den Edelmannsitz Schloss Nechelheim.

1616 Oswald von Gäbelkhofer, Hofmedicus und Historicus zu Stuttgart, gest. 31. Dez. 1616, Leichpredigt von Erasmus Grüninger, Württembergischer Rat und Probst zu Stuttgart. Tübingen 1617: Werlin Stuttgart Tübingen

1620< Zacharias II. von Gabelkover stirbt, er hat 23 Kinder.

1628 Johann Adam (1605-…) und Georg Hannibal von Gabelkover werden in die neuen n.ö. Ritterstandsgeschlechter aufgenommen.

1632 Christoph von Gabelkhofer, Bürgermeister in Esslingen, Familienpredigt, 1632 Tübingen: Werlin, Esslingen, Tübingen

1641 Oswald Gabelkover (1539-1616), „Nützlich Artzneybuch für alle des menschlichen Leibes Anliegen und Gebrechen Artzneybuch: darinnen ... fast für alle dess menschlichen Leibs Anligen und Gebrechen : ausserlesene und bewehrte Artzneyen gemeinem Vatterland teutscher Nation zu gutem auss vielen hohen und nidern Stands Personen geschriebnen Artzneybüchern zusamen getragen und in den Truck verfertiget sind / Osswaldt Gäbelhouern. [Franckfurt]: In Verlegung Johann Jacob Porschen s. Wittib und Johann Berrners s. Erben, 1641“.

1642 die von Gabelkover werden am 2. 2. von Kaiser Ferdinand III. in den Freiherrnstand erhoben.

1650< NN Baron von Gabelkhoven auf Schloss Pichl im Mürztal/Steiermark, Tochter Marie-Anne.

1690 Johann Martin Freiherr von Gablkoven oo Regina Isabella von Windisch-Grätz † 1690

1695 Johann Seyfried Freiherr von Gablkoven oo Maria Francisca von Windisch-Graetz († 1695), Tochter des Andreas Ludwig Graf von Windisch-Graetz († 22. Dez. 1660) und der Isabella Gräfin von Cronegg.

1704 Freiherr von Gablkofen ist Gewerke in Meiselding.

Antonia Freiin von Gabelkofen oo Wolfgang Raimund Graf von Auersperg, *1693, †1750

1715 die von Gabelkover werden von Kaiser Karl VI. in den Grafenstand erhoben.

1730 Johann Graf von Gabelkoven * <1706, Laibach, Krain, oo Marie Gräfin von Löwenburg * <1710, Laibach, Krain, (1) Karoline

1749 Karoline Gräfin von Gabelkoven * 17. Aug. 1732, Laibach, Krain, † 18. Aug. 1751, oo 14. Sep. 1749: Wolfgang Engelbert Graf von Auersperg, * 18. Feb. 1716, Laibach, Krain, † 21. Sep. 1768, Laibach, Krain, Sohn des Siegfried Graf von Auersperg und der Marie Gräfin von Mansfeld.

1759 Siegmund Freiherr von Gabelkoven (1708-1788) bekommt das Ritterkreuz des Maria-Theresien-Ordens verliehen und das kam so: 1727 tritt er in das Reiter-Regiment Hessen Darmstadt (später Graf Wallenmode-Gimborn-Kürassiere Nr. 7) als Volontär ein. 1756 rückt er zum Oberistleutnant auf. Bei Görlitz und Kollin gibt er Proben seiner Tapferkeit. 1758 wird er Oberst des Regiments. 1759 greift er am 29. September bei Meißen mit seinen Carabiniers eine starke feindliche Kolonne an und treibt den Feind in die Flucht. Schon blutet er aus mehreren Wunden, hat zwei Pferde unter dem Leib verloren, lässt das dritte vorführen, verbindet mit Sacktüchern die Blessuren  und kommandiert die Truppe bis die Schlacht vollkommen entschieden ist.

1760 Siegmund Freiherr von Gabelkoven, RK Oberst 5. Promotion vom 23. 1.

1762 Siegmund Freiherr von Gabelkoven zeichnet sich nochmals bei den Treffen bei Landshut, Liegnitz und am Fischerberg aus. Er geht als Generalmajor in den Ruhestand und wird, trotz seiner Blessuren, 80 Jahre alt.

1767 Josef Johann Nepomuk von Gabelkoven, im nö. Landesausschuss, (1) Ludwig Karl w.f.

1773 Johann Karl Warmund Graf von Gabelkoven auf Kemmelbach kauft Gut Pernau in OÖ.

1807 Sigismund Ludwig Freiherr von Gabelkoven * 1777, oo 4. Jan. 1807: Josefe Gräfin von Dietrichstein, * 25. Jun. 1781, Graz, Steiermark, † 1863, Tochter des Dismas Franz Graf von Dietrichstein-Ehreneck-Pfaffendorf und der Marie Anna Gräfin von Wildenstein-Wildbach.

1809 Ludwig Karl Freiherr von Gabelkoven, k. k. Kämmerer, kommandierender Oberst des 34. Infanterie Regiments.

1829 Ludwig Karl von Gabelkover, stirbt und mit ihm erlischt das Geschlecht der Gabelkover im Mannesstamme.