Schreibweisen   Prankher, von Prankh, von Prankh, von Prankher, von Püx, von Pux...

 

   
Abstammung   Die Prank (Bernich Brank) gehören dem steirischen Uradel an und nennen sich nach dem Ansitz Prankh und dem Schloss Pux, bei St. Marein, Bezirk Knittelfeld, Steiermark. Später blüht auch ein Zweig des Geschlechtes in Niederösterreich. Die Prankh erben das Wappen der Puchs (Pux), wohl auch deren Besitzungen in Steiermark und Kärnten. Schon Ulrich von Liechtenstein singt in Anerkennung über die Puchs:
„Den Herrn stand dahin der Muth,
dass sie sich mühten mehr um Gut.
Als um der Teuren Minne Sold,
sie waren breiten Huben hold.“

 

   
Verbindung   Elias Seeauer von Seeau (-1670), 2.oo Maria Elisabeth (-1699), Tochter des Johann Friedrich Reichsfreiherr von Prankh auf Pux, Poppendorf, Rheintal und Fronsperg und der Anna Susanna Freiin von Logau (Loggau) und Altendorf auf der Herrschaft Giessmannsdorf. Söhne: (1) Johann Ehrenreich (1) Johann Friedrich.

 

   
Wappen I Stammwappen   In Rot 2 beiderseits gezinnte Querbalken. Kleinod mit rot-silbernen Decken ein Hörnerpaar rechts rot, links silbern, von außen mit je einem farbwechselnden Kamm besetzt.

 

   
Wappen II Freiherrnwappen   Geviert; 1 und 4 Stammwappen; 2 und 3 in Rot drei rechts schräge silberne Lanzenspitzen (die Sauspieße derer von Pux) übereinander. Zwei gekrönte Helme mit rot-silbernen Decken. Der 1. Helm mit dem Stammkleinod; der 2. Helm mit einem geschlossenen Flug, belegt mit den Lanzenspitzen.

 

   
Wappen III Grafenwappen   Geviert mit dem Stammwappen als Herzschild. 1 und 4 Pux. 2 und 3 von Rot und Silber schräglinks geteilt. Drei gekrönte Helme mit rot-silbernen Decken. Der 1. Helm Pux. Der 2. Helm von Rot und Silber übereck geteilte Hörner. Der 3. Helm drei Straußenfedern rot-silber-rot.

 

   
Wappen im Stammbaum der Seeau   Gevierter roter Schild mit Herzschild. Feld 1 und 4 in Rot zwei beiderseits silberne Querbalken. Feld 2 und 3 auf Rot drei rechtsschräg silberne Lanzenspitzen übereinander. Im Herzschild auf Rot drei silberne Lanzenspitzen übereinander. Auf dem linken Helm mit rot-silberner Decke drei rot-weiß-rot wachsende Straußenfedern. Auf dem mittleren Helm zwei Büffelhörner, eines weiß über rot, das andere rot über weiß. Auf dem rechten Helm eine rot wachsende Schwinge.

 

   
Wappenvergleich  

Das von den Prankh ererbte Wappen derer von Puchs (Pux) enthält ursprünglich drei Schweinsfedern (Sauspieße), die später in Pfeile (oder Lanzenspitzen) umgewandelt bzw. umgedeutet werden.

 

   
    Noch nicht erhoben.    
   

1160 NN Freiherr von Prankh stiftet in Sankt Marein bei Knittelfeld für eine wundertätige Marienstatue in Maria Trost im Wallfahrtsort Fernitz (10 km südlich von Graz) eine Kapelle. Dabei handelt es sich um die Marienstatue aus dem Schloss Vasoldsberg (8 km östlich von Fernitz).

1172 Willehalm und Egino von Prankh bezeugen eine Schenkung von Markgraf Ottokar an das Kloster Seckau.

1173 Heinrich de Brankh bezeugt die von Markgraf Ottokar dem Kloster Seckau gewährte Mautfreiheit.

1298 Friedrich von der Prankh vermählt sich mit der Erbtochter Anna von Pux, welche ihre Herrschaft und ihr Wappen in die Ehe einbringt.

1300< Funeralhelm (Totenhelm) derer von Prankh, dessen zusätzliche Frontverstärkung auf seine Verwendung als Turnierhelm hinweist. Das Originalzimier dieses Kübelhelms in Geweihform ist in der Waffenkammer der Hofburg in Wien.

1459 Ernst Prankher Ritter von Prankh, Burgpfleger auf Katsch, verleiht dem Stift Admont die Zehenteinhebung und den Zehenthof zu Peterdorf (St. Peter am Kammersberg).

1473 Ernst von Prankh kauft Güter von Georg und Andree von Teufenbach.

1479 Ernst Prankher kauft von Wolfgang von Stubenberg Güter.

1482 Ernst Prankher Ritter von Prankh, Totenschild in der Stiftskirche Seckau.

1504 Christoph Prankher kauft am 15. Dezember von Barbara Bennsch von Ebersdorf, geborene von Ruckhendorf, ihren halben Anteil an der Feste Karlsberg, wie er durch Erbschaft nach ihrem Vater Hanns von Ruckhendorf als Gemahl ihrer Mutter Barbara Schlüßlerin an sie gekommen ist.

1513 Christoph Prankher kauft am 8. Dezember von Johannes Geimann, Hochmeister des St. Georgsordens und vom Kapitel zu Millstatt, das Amt in Perchau.

1513 Christoph von Prankh kauft von Berhard von Prankh die Mühle bei Unserer-Lieben-Frau-Spital bei der Murbrücke zu Judenburg.

1515 Christoph von Prankh besitzt um Neumarkt und im oberen Murtal zahlreiche Untertanen, entlässt seinen Amtmann Lienhard Mayr und zieht dessen Güter ein. Die bei St. Andrä im Lavanttal versammelten aufständischen Bauern drohen, ihn an Leib und Gut zu strafen, wenn er dem Amtmann im Hasenbach nicht wieder dessen Besitz zurückgebe.

1543 Rueprecht von Prankh stellt der Anna Zach einen Heiratsbrief aus.

1542 Christoph Prankher hinterlässt seinen Söhnen Eustach, Franzisk und Rueprecht von Prankh die dem Schloss Pux zugewiesenen Güter. Die Rueprecht Prabkher zugestandenen Gülten mit dem halben Anteil der Feste Kalsberg.

1543 Alban Prankher und Wolfgang von Prankh zu Pux und seine Miterben verfassen ein Gült für die Söhne nach Berhard Prankher zu Prankh: Eustachi Prankher von Prankh zu Riegersdorf. Franz Prankher von Prankh der Jüngere, eingelegt durch Anna, Witwe nach Franz Prankher von Prankh. Franzisk Prankher von Prankh von Pux. Rueprecht Prankher von Prankh. Wiguleus Prankher zu Prankh.

1550 Ernst von Prankh, Begründer der Niederösterreichischen Linie zu Bockfliess, mit Bockfliess begütert, Viertelhauptmann im Viertel unter dem Mannhartsberg.

1567 Rueprecht von Prankh teilt seine Gülten unter seine Söhne Balthasar (Amt Allerdorf bei Judenurg), Seifrid (Amt Tauern bei Bretstein), Jakob (Amt Sillweg), Ernreich (Amt Perchau), Romanus (Amt Lind Bezirk Spielberg und Fischrechte in der Mur) und Gabriel (Amt Krakau, Gemsjagd und Wildbann, Fischerei, Bannwald Krakau) von Prankh (1567) und Teilung des Anteils des 1577 verstorbenen Ernreich von Prankh. Darüber hinaus wird der Weingarten im Schabengast, der Wald zu Kalsberg, der Weingarten im Teufenbach, der Wald zu St. Lorenzen ob Murau und das Bergrecht zu St. Oswald bei Plankenwart im „Dornach“ geteilt.

1572 Ulrich von Prankh ist Besitzer von Bockfliess, Hof an der March, Engelhardstetten und Niederwieden in NÖ. 1578 Raitherr des nö. Ritterstandes.

1577 Anna Prankh, Witwe des Rueprecht, teilt per Vertrag mit ihren Söhnen Balthasar, Seifried und Jakob bezüglich des Erbes nach Rueprecht Prankh. Es erfolgt die Verteilung des Silbergeschirrs und der Silber beschlagenen Wehren und der Harnischkammer und das an Bathasar von Prankh zugeleite Bettgewand und Leinen.

1577 Ehrenreich von Prankh stirbt, die hinterlassenen Gülten werden zwischen Balthasar, Seifried, Romanus, Gabriel und Jakob von Prankh aufgeteilt.

1587 Jakob von Prankh stellt seiner Mutter Anna einen Satzbrief über 300 fl. aus.

1588 Jakob von Prankh verkauft an seine Mutter Gülten mit dem Amte am Stillweg. Fundstelle: Staatsarchiv Trebon, Zweigstelle in Cesky Krumlov.

Der Besitz der Prankh zu Pux umfasst zu dieser Zeit:

  • Hanf- und Haardienst zu Neudorf an der Mur.

  • Bergrecht zu Ober-. Mitter-, Unter- und Hohenkittenberg, Frauenberg OG. Seggau, Neurathberg OG. Kitzeck i.S. und Haselbrunn.

  • Bergrecht zu Innerberg KG. Steingrub, Steingrub OG. Altenberg bei Leibnitz.

  • Bergrecht zu Götting mit „nußegg“, Pitzaberg, Lechenberg und Neuberg mit Mitter-, Ober- und Untereben OG. Lang.

  • Bergrecht (zu gleichen Teilen mit Herrn Amann) zu Wiesberg, Kogelberg OG. Kainsdorf a.d.S., Hochkainberg, „Vogner“, Götzengraben KG. Kogelberg, Ober- und Mitterkainberg, Matterwinkel, „Kalchluckhen“, Ketten OG. Seggenbauer, Oblath, Tittenbach, Silberberg KG, Kaindorf a.d.S. und Kalnberg „gegen den Schlössern“.

  • Zehentmost in den genannten Weinberggegenden.

  • Zinshölzer zu „Remleütten“, Kogelberg, „Vogner“, „Lehring“, „Pennzen“, Mitterkainberg und Ketten.

  • Zehenthof zu Heimschuh. Ein Bauernwald am Kittberg. Die Fischereirechte bei der Mur an den Neudorfer Gründen.

1594 Adam von Prankh stirbt und das Krenamt wird an Salomon Pirkher verkauft.

1598 Anna von Prankh stirbt und die Gült am Amte Stillweg fällt Bathasar von Prank zu Poppendorf erblich zu. Fundstelle: Staatsarchiv Trebon, Zweigstelle in Cesky Krumlov.

1605 Friedrich von Prankh ist im Gültebuch mit Gütern zu Loibersdorf eingetragen.

1613 Christoph von Prankh zu Pux und Goppelsbach kauft von Philibert Schranz von Schranzegg Gülten bei Leibnitz.

1628 Johann Christoph von Prankh, Hofkriegsrat, Truchsess und Vorschneider, Herr auf Pux, Poppendorf, Rheintal und Fronsberg, Ritter samt allen Blutsverwandten wird vom Kaiser Ferdinand II. in den Freiherrnstand erhoben. Aus diesem Anlass wird sein Wappen mit dem der Kolaus (Schwiegereltern) vereinigt.

1635 Wolf Ehrnreich von Prankh pfändet Gülten ein.

1651 die von Prankh werden in Salzburg landständisch.

1653 Georg Seifrid von Prankh übernimmt die Gülten von Wolf Ander von Prank.

1719 Ferdinand Josef und Georg Wilhelm, Herr von Schönau, Hallenau und Zinzendorf, werden von Kaiser Karl VI. in den Grafenstand erhoben.

1739 Polykarp Desiderius Gottlieb von Prankh, ist auf der salzburgischen Landestafel vertreten.

1765 Leopold Graf von Prankh, „des löblichen 2. bayerischen Craisregiments Obrister Commandant“, wird salzburgischer Landmann.

1870 Sigmund Freiherr von Prankh, General-Lieutenant und Kriegsminister von Bayern.