Schreibweisen   von Thann, von Thaan, von der Thaan, von Than, von Tann, de Tannicka, von Tan, von Dahn...

 

   
Abstammung   Das Adelsgeschlecht ist Fränkischer Uradel und kommt ursprünglich aus Thann bei Zolling. Bei den Altdahner Burgen handelt es sich um eine Gruppe von 3 Felsenburgen auf einem Felsrücken oberhalb von Dahn. Die drei Burgen heißen: Altdahn, Grafendahn und Tanstein

 

   
Verbindung   Thomas Seeauer der Alte (1474-1584), oo mit Martha, Tochter von Johann von der Thaan und der Anna Zollner. (1) Johann, (2) Achaz, (3) Wolfgang.

 

   
Wappen I   Wappen in Siebmachers Wappenbuch von 1605 auf Tafel 102 als Fränkisches Adelsgeschlecht. In Rot ein mit Kopf und Schwanz unter sich zusammen gekrümmter silberner Huchen mit roten Flecken. Auf dem Helm mit silber-roten Decken ein spitzer roter Hut mit dem Huchen davor und zwei Straußenfedern.

 

   
Wappen II   Variation Stammwappen: In Rot eine rechts gewendete, mit Kopf und Schwanz abwärts gebogene, silberne Forelle mit goldenen Flossen. Das Kleinod ist eine gekrönte rote Säule, belegt mit der Forelle und oben besteckt mit einer roten Feder zwischen 2 silbernen oder auch einer silbernen zwischen 2 roten Federn. Decken rot-schwarz.

 

   
Wappen III  

Als Feld im Wappen der Seeau von 1697-1699, beschrieben im Siebmacher: in Rot ein mit Kopf und Schwanz unter sich zusammen gekrümmter schwarzer Huchen.

 

   
Wappen IV   Freiherrnwappen von 1704: Von Silber und Gold geviert, mit dem Stammwappen als Mittelschild. 1 und 4 auf grünem Boden eine grüne Tanne. 2 und 3 ein rechts gewendeter gekrönter blauer Löwe. Drei gekrönte Helme: Auf dem 1. Helm mit rot-schwarzen Decken wachsend eine einwärts gekehrte rot gekleidete Jungfrau mit fliegendem Haar, kurzen Ärmeln, auf dem Kopfe einen blauen (auch roten) Reichsapfel tragend und eine silberne Sichel vorhaltend, welche auf der äußersten Biegung mit 4 Pfauenfedern besteckt ist. Auf dem 2. Helm mit rot-schwarzen Decken die Forelle aus dem Stammwappen. Auf dem 3. Helm mit blau-goldenen Decken wachsend ein geharnischter Ritter mit offenem Visier, einer blauen zwischen zwei goldenen Federn auf dem Helm, in der Rechten ein Schwert empor haltend, die Linke in die Seite gestemmt.

 

   
Wappen V  

Siebmacher von 1857ff: Stammwappen in Rot eine rechts gewendete, mit Kopf und Schwanz abwärts gebogene, silberne Forelle mit goldenen Flossen. Das Kleinod mit rot-silbernen Decken eine golden gekrönte rote Säule, belegt mit der Forelle und nach oben besteckt mit einer roten Feder zwischen zwei silbernen, oder auch einer silbernen zwischen zwei roten Federn.

 

   
Gemeindewappen  

Das Gemeindewappen von Nordheim spiegelt die alten Besitzverteilung wider, in dem das frühere Wappensymbol der Freiherren von Thann, die gekrümmte Forelle, mit dem Fuldaischen Tatzenkreuz in Verbindung gebracht.

Das Wappen der Gemeinde Nordheim v.d. Rhön: Geteilt von Rot und Silber; oben eine nach rechts gewendete, gekrümmte Forelle; unten ein durchgehendes schwarzes Kreuz.

 

   
         
   

1033 Theobald von Thann (1033-1066). Geboren um 1033 zu Provins, östlich von Paris. Verzichtet auf Grafentitel und Reichtum, wird Eremit und macht mehrere große Wallfahrten, eine auch nach auch nach Santiago de Compostela, nach der er sich in die Einsamkeit zurückzieht. Gestorben am 30.6. 1066 und beigesetzt im Dom von Vicenza.

1150 Eberhard von Thann, Hofmeister von Friedrich Barbarossa,  † 1150

1073 Eppo von Thann, Edelfreier, ist von 1078-1098 zusammen mit seinem Ritter Aribo bezeugt und vor 1073, als „Eppo et miles eius Aribo“, die Zeugenschaft leisten. „Eppo de Tanna obtulit ad altare sancti Castuli XII iugera pra-torum post sui emissionem Spiritus ad altare sancti Castuli proprie respitientia empta de Herimanno Liutoldoapro se suisque debito-ribus. Huius rei testes sunt: Adalpero de Heschilipacn nobilis et Aripo nobilis de Mittiranstetin.” Fundstelle: Kollegiatstift St. Kastulus in Moosburg.

1078 Eppo von Thann überträgt zwölf Joch Wiesengrund, die er von Hermann und Liutold gekauft hat, zu seinem und seiner Schuldner Seelenheil auf Tod. Kollegiatstift St. Kastulus in Moosburg

1100< die Herren von Dahn gründen die Burg Altdahn. Die Burganlage liegt oberhalb des Ortes Dahn. Die Stammburg Altdahn wird von den Herren von Dahn auf dem Grund und Boden der Speyerer Kirche erbaut. Die Dahner wohnen als Lehensleute der Bischöfe von Speyer auf der Burg.

1120 Friedrich von Thann, bischöflicher Dienstmann, bezeugt 1120-1150, Kollegiatstift St. Kastulus in Moosburg. Der Bischof von Speyer übergibt Friedrich von Tan ein Lehen, das die Dörfer Dahn, Erfweiler, Schindhard, Bruchweiler, Fischbach, Hauenstein und einen Teil von Hinterweidenthal umfasst. Die Gemeinde Wernersberg gehört ursprünglich den Herren von Dahn und zwar zu deren Reichslehen Geisburg in der Herrschaft Burrweiler. Außerdem ist ihnen die Nutznießung der dazugehörigen Ländereien verliehen, was vor allem die Einhebung der verschiedenen Zehnten bedeutet, sowie die Ausübung der Gerichtsbarkeit und das Besetzungsrecht der beiden Pfarrstellen Dahn und Hauenstein.

1127 Anshelmus de Tannicka erstmals urkundlich erwähnt.

1130 Ortolf von Thann bezeugt 1130, Kollegiatstift St. Kastulus in Moosburg

1135-1145 Friedrich von Thann und Ortolf von Thann werden mehrfach genannt.

1140 Odino Truchsess aus dem Geschlecht der Grafen von Than und Waldburg wird nach Propst Burchard der erste Abt von Roth. Über ihn schreibt man: „Er war ein heiliger Mann im Umgang, voller Eifer für seinen Orden. Unter seiner Amtszeit zählte die Abtei Roth 200 Ordensmänner und 40 Ordensfrauen. Mehrere Prinzen und Adelige, die die Stiftung eines Prämonstratenser-Klosters im Sinn hatten, baten Odino, ihnen eine Gruppe von Ordensleuten zu senden. Auf diese Weise trug er zur Gründung der Abteien Wilten, Weißenau, Steingaden, Obermarchtal, Kaiserslautern und Adelberg bei. Nach 42 Jahren als Abt starb er im Jahre 1184. Das Volk nannte ihn einen Seligen.“

1141 die Herren von Thann, Reichsministerialen, erbauen die Burg Burgthann bei Nürnberg, ihr ursprünglicher Sitz liegt in Altenthann. Der mächtige Bergfried (27 m hoch), der Burgbrunnen (30 m tief), hohe Mauern, Teile des Wehrgangs und der weiträumige Burghof erinnern an diese erste Anlage. Die Herren von Thann beteiligen sich als kaiserliche Ministerialen an den Kreuzzügen und bringen es dabei zu einem gewissen Vermögen. 1287 müssen sie einen großen Teil des Schlosses Burgthann an Herzog Ludwig von Bayern verkaufen. 1288 gelangt dieser Besitz über Kaiser Rudolf I. an die Burggrafen von Nürnberg.

1150 Wernhard von Thann mehrfach bezeugt 1150-1561. Fundstelle: Kollegiatstift St. Kastulus in Moosburg

1160 Ritter „von Thann“ auf dem „Göckelsberg“ wird zum ersten Mal genannt. Der Stammsitz des Geschlechts, das auch Burgthann erbaut, liegt in Altenthann.

1189 Heinrich von der Tanne wird in einer Urkunde des Kaiser Friedrich I. „Barbarossa“ erwähnt. Die Burg Altdahn ist seitdem unmittelbares Reichslehen. In den folgenden Jahren werden noch Ulrich von Dahn und Konrad von Dahn als Reichministerialen erwähnt.

1194 Ulrich von Dahn, Reichsministeriale, erwähnt 1194, 1196, 1197, 1198.

1200 Konrad von Dahn erwähnt.

1216 Dietmar von Thann, Ministeriale von Kaiser Leopold 1216-1218.

1230 Heinrich Mursal von Tan, aus einer Seitenlinie der Ritter von Dahn, errichtet im Wald die Burg Neudahn, drei Kilometer nordwestlich vom Ort Dahn, zwischen den Burgen Altdahn und Tanstein. Durch einen konsequenten Ausbau Anfang des 16. Jahrhunderts stellt sich die Burg Neudahn auf die Pulvergeschütze ein, die mächtigen Batterietürme verteidigen den Zugang zur Unterburg und sind noch heute in der beeindruckenden Höhe von drei Geschossen erhalten. Im Osten eine Schiffsbug-Bastion (Schildmauer).

1232 Konrad von der Tann als Bischof von Speyer (1232-1237) erwählt.

1233 Heinrich I. von Waldburg-Thann, Erzischof von Konstanz (1233-1248) erwählt.

1234 Konrad von Dahn bekommt vom Kloster Klingenmünster die meisten Besitzungen und Gerechtsam am Orte Offenbach zu Lehen, wovon selbiges im Jahre 1235 den Pfarrsatz an das Speierische Domkapitel abtritt.

1236 Friedrich von Dahn, Lehensmann des Speyerer Bischofs. Die Burg Altdahn ist speyerisches Lehen. 1224-1250 in diversen Urkunden.

1248-1274 Eberhard II. von Waldburg-Thann, Erzischof von Konstanz

1250< Jutta von Thann auf Burgthann in Hagenhausen ist sehr begütert und sie schenkt dem St. Egidienkloster in Nürnberg drei Höfe, von König Heinrich VII. bestätigt.

1260 Heinrich von Tann ist mit Graf Hermann von Henneberg, Wolfram von Zabelstein, Herdegen von Gründlach, Hilpolt von Hilpoltstein sowie Albert und Eberhard von Aurach Verbündeter im Kampf gegen die Meranischen Erben. Am 14. Dezember wird endlich der schon über zehn Jahre lang andauernde Streit der Schwäger des verstorbenen Herzogs Otto VIII. von Meranien mit den Bamberger Bischöfen beigelegt. Im Februar 1249 hatte Bischof Heinrich I. von Bamberg die Grafschaft und das Landgericht in seinem Bistum, ein Drittel des Hauptsmoorwaldes, sowie die Burgen Giech, Niesten und Lichtenfels zu seinen Tafelgütern einziehen lassen.

1260 die Herren von Thann bauen die neue Burg in Burgthann. 1287 kommt die Burg in den Besitz der Burggrafen von Nürnberg. Vier Jahrhunderte ist sie der Sitz des Amtmanns der Hohenzollern.
1449 hält sie einer Belagerung durch die Nürnberger stand.
1552 wird sie niedergebrannt, aber wieder aufgebaut. Nach
1792 ist sie verlassen und verfällt mit der Zeit.
1988 erwirbt die Großgemeinde Burgthann die Burg, die in etwa dem früheren Gebiet des Amtes Burgthann entspricht.

1270 die Herren von Tann erhalten die Burg Auersburg als Lehen. 1290, nachdem man die in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Burg Eberstein aufgrund von Dauerzwistigkeiten zerstört hatte, wird das Bistum Würzburg als Besitzer der Burg genannt.

1279 Konrad Ritter von Altdorf nennt in einer Urkunde die Ritter von Than (Dahn), die das Lehen Geisburg mit den Dörfern Burrweiler, Flemlingen und Wernersberg bis zum Jahre 1603 innehaben.

1284 Eckert von Thann kommt in den Besitz des Schlosses Moosheim-Thanneck (Thonegg) bei Gröbming am Dachstein.

1287 Konrad Mursel von Tan, Enkel des Friedrich von Dahn, baut direkt neben der Burg Altdahn die Burg Grafendahn, da die Burg für die wachsende Zahl der Familienmitglieder zu klein geworden war.

1287 Burg Burgthann in Mittelfranken zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Burg wechselt vier Mal den Besitzer: Herzog Ludwig von Bayern, König Rudolf, schließlich Burggraf Friedrich III. von Nürnberg (Hohenzollern), der sie seinem Sohn Heinrich I. verleiht. Seit 1346 ist die Burg Sitz eines hohenzollerischen Pflegamtes.

1288 Mit dem Bau der Burgen Grafendahn, Tannstein und Neudahn erfolgen Teilungen, da die Untertanen der Dahner Herrschaft alle Burgherren unterhalten müssen. Ursprünglich war das Dahner Lehen eine geschlossene Einheit.

1305 Johannes von Tan und „andere vil rittere und knehte zu Wernhersberge“ errichten einen Vertrag zwischen Rittern und der Stadt Speyer in einer Urkunde vom 3. Juli. Damals ist Wernersberg Lehen der Ritter von Dahn. Zur Vermehrung, ihrer Einkünfte verschreiben sie sich hohen geistlichen und weltlichen Herren als ergebene Gefolgsmannen. Dadurch kommen sie in Besitz vieler Lehensgüter, darunter auch solche von Hornbach. Das kaiserliche Schwertlehen dagegen besteht in der Reichsfeste Geißburg mit den Orten Burrweiler, Flemlingen und Wernersberg. Fundstelle: Staatsarchiv Speyer Nr. 557.

1312 Eckert und Nikla von Thann, Markwart aus dem Tal kommen in den Besitz des Schlosses Moosheim-Thanneck in Salzburg.

1327 die von Heinrich Mursel von Tan begründete Linie der Neudahner stirbt aus und die Burg Neudahn fällt an die Altdahner Linie unter Johannes II. von Tan.

1328 die Grafendahner Linie stirbt aus und aus der Burg Grafendahn wird eine Ganerbenburg, an der auch die Grafen von Sponheim Anteile haben. 1339 erweben die Sponheimer die gesamte Burg und geben ihr den heutigen Namen Grafendahn. Nach dem Aussterben der Sponheimer zu Anfang des 15. Jahrhunderts fällt Grafendahn im Erbgang an die Grafen von Baden und 1464 schließlich an die Pfalzgrafen bei Rhein. Da die Burg Grafendahn der Burg Berwartstein zugeordnet ist, bekommt der berüchtigte Hans Drott von Berwartstein auch die Verfügungsgewalt über Grafendahn.

1328 Johann III. von Dahn erbaut als Ersatz für den verlorenen Besitz von Grafendahn die Felsenburg Tanstein oberhalb von Dahn, als „Festes Haus“, die ebenfalls Lehen des Bischofs von Speyer ist. Ende des 16. Jahrhunderts gilt die Burg als verfallen. Erhalten sind geringe Mauerreste, Einarbeitungen in Fels und die Zisterne. Bis 1523 ist die Burg im Besitz der Herren von Dahn, wegen der Verbindung der Herren von Dahn mit Franz von Sickingen (Fall von Nanstein) in anderen Besitzungen wird die Burg teilweise zerstört und ist seit 1571 nicht mehr bewohnbar.

1335 Volkholt von Thann, aus dem Geschlecht der Reichsministerialen von Burgthann, verkauft mit Zustimmung seines Schwiegersohnes seinen Besitz zu Leutenbach und Tauernfeld an das Kloster Seligenporten.

1335 Volkhold von Thann verkauft seinen Hof zu Tauernfeld Deining/Oberpfalz/Bayern an das Kloster Seligenporten.

1353 Adelheid von Triberg die Witwe Johannes von Than und ihr Sohn Symont überlassen dem Kloster Eußerthal als „Seelgeräte“ eine Geld- und Korngült zu Wernersberg. Fundstelle: Urkunde vom 9. Dezember 1353 - Staatsarchiv Speyer, Nr. 397.

1353 die Burgen Altdahn, Tanstein und die um 1235 oberhalb des Ortes Dahn erbaute Burg Neudahn werden in einer Hand vereinigt. Während Grafendahn seit dem Ende des 15. Jahrhunderts zu verfallen beginnt, wechseln die Besitzer der anderen Burgen mehrfach.

1356 Johannes IV. von Tan schließt den Blumensteiner Burgfriedensvertrag mit Walfram Graf von Zweibrücken. Die Herren von Dahn besitzen zu dieser Zeit dreiviertel der Burg Blumenstein auf einem Felsausläufer zwischen den Orten Schönau und Gebüg.

1363 die von Dahn haben eine Fehde mit den Fleckensteinern, die zur ersten Zerstörung der Burg Altdahn führt. Im Anschluss bemächtigt sich ein Edelknecht der Burg Altdahn, der sie wieder aufbaut.

1368 NN von Tan übernimmt von den Herrn von Fleckenstein und Rudolf von Hohenriet ihre Rechte und Zubehörden an der Burg Blumenstein. Die folgenden 150 Jahre liegt das Schicksal der Burg Blumenstein im Dunkeln.

1370 Waldislaw, Herzog der Teschen, beurkundet eine Klage der Agnes von Meckenheim gegen ihren Bruder Johann IV. von Than, Domherr zu Speyer, um ihr elterliches Erbe, worunter auch das Dorf Wernersberg benannt ist. Fundstelle: Urkunde vom 19. September 1370 - Staatsarchiv Speyer, Nr. 399.

1372 Wentzelaus von Böhmen belehnt als Reichsvikar von Kaiser Karl IV. Diether Kämmerer als Vormund der Kinder von dessen Schwester Julian, Witwe Heinrichs von Than, mit den Reichslehen Geißberg und den dazugehörigen Dörfern Bubenwiler, Flemeringen und Wernherßberg „mit aller Gerechtigkeit und Zubehör, so vom römischen Reich zu Lehen rühren“. Fundstelle: Urkunde vom 24. Mai 1372 - Staatsarchiv Speyer, Nr. 400.

1372 Heinrich von Neudahn stirbt und hinterlässt zwei unmündige Söhne, Johannes V. und Heinrich.

1372 die Burg Altdahn wird zerstört und wieder aufgebaut.

1378 Heinrich von Fleckenstein, Vormund der Kinder des Heinrich von Neudahn, räumt der Kurpfalz das Öffnungsrecht in der Burg ein.

1400 Friedrich von Than (Dahn) Klein-Arnsburg, oberhalb von Obersteinbach.

1401 Johannes V. von Tan wird von König Ruprecht mit der Geißburg belehnt. Dieser stirbt aber bereits 1403 unter Hinterlassung zweier Söhne, Friedrich und Heinrich.

1401 Ritter Johann von Than wird von Wentzelaus von Böhmen, Reichsvikar von Kaiser Karl IV., mit den Reichslehen Geißberg und den dazugehörigen Dörfern Bubenwiler, Flemeringen und Wernherßberg belehnt, „so vom römischen Reich zu Lehen rühren“. Fundstelle: Urkunde vom Samßtag nach sant Mathistag 1401 - München R.A., Copialbuch la44a.

1403 Johannes V. von Tan stirbt unter Hinterlassung zweier Söhne, Friedrich und Heinrich, und die Lehen müssen nun durch den Bruder Heinrich den Älteren empfangen werden, nämlich Alltan, Neutan und Tanstein von dem Bischof Raban im Februar und die Reichsfeste Geißburg, mit Burrweiler, Flemlingen und Wernersberg, im April, von König Ruprecht. Fundstelle: Lehmann „Burgen und Schlösser“, Band 1 - Urkunde vom 26. August 1432 - Heidelberg, Act. Nr. 403.

1406 die Burg Neudahn trägt im Vierherrenkrieg größere Beschädigungen davon.

1432 Heinrich der Ältere von Tan stirbt, Erben sind die Söhne von Johannes VI. und seine Brüder Friedrich und Heinrich der Jüngere.

1433 Kurfürst Ludwig III. von der Pfalz belehnt als Reichsvikar den Heinrich von Than gemäß dem wörtlich inserierten Lehensbriefe Kaiser Karl IV. für Diether Kämerer vom Jahre 1372 und des Reichsvikar Wenzel, Herzog von Lützelberg für Ritter Johann von Than vom Jahre 1370 mit der vom Reiche zu Lehen rührenden Veste Geißberg und den dazugehörigen Dörfern Bubenwiler, Flemeringen und Wernherßberg. Fundstelle: Urkunde vom 3. Dezember 1433 - Staatsarchiv Speyer, Nr. 404.

1435 Heinrich von Neutan unterstellt seine Dörfer Burweiler, Rosbach, Flemlingen und Wernersberg dem Schutze des Kürfürsten Ludwig II. von der Pfalz

1438 Heinrich der Jüngere von Tan schließt einen Vertrag mit Heinrich von Geroldseck um dessen Ansprüche auf die Burg zu erledigen. In diesem Vertrag wird ein durch Unglück verbranntes Schloss von Tan erwähnt, womit wahrscheinlich Neudahn gemeint ist.

1438 Beschädigung der Burg Grafendahn im Vierherrenkrieg. Die von Neudahn lassen die Burg für Feuerwaffen ausbauen, wie man am Bau des mächtigen Doppel-Geschützturmes erkennt.

1442 Lehensbrief Kaiser Sigismunds über Herrschaft Geißberg mit aller Zugehörung, Burrweiler, Flemlingen „... und dazu das Dorf Wernersberg mit ihren bannen, Leuten, Gerichten, Zinsen, Gülten und mit allen ihren Rechten“. 1435 unterstellt Heinrich von Neutan seine Dörfer Burweiler, Rosbach, Flemlingen und Wernersberg dem Schutze des Kürfürsten Ludwig II. von der Pfalz - die Dörfer müssen dafür jährlich 50 Malter Hafer liefern. Fundstelle: Urkunde zu Mentz am Freitag nach Bonifaz 1442 - Wien, Reichsregister.

1442 Heinrich von Tan empfängt nach dem Tode seines Vaters und seiner Vettern die Veste Geißburg mit Burrweiler, Flemlingen und Wernersberg. Fundstelle: Urkunde vom Heiligkreuztag 1442 - Wien, Reichsregister 326&127; 2.

1446 Heinrich der Jüngere von Tan stirbt.

1450< Anna von Thann, Gemahlin des Wolf von Windeck und Stifterin des Glasbildnisses, auf dem linken Arme Maria, auf dem rechten das Jesuskind tragend. In der Pfarrkirche zu Ottersweier, der Ottersweierer Zyklus stammt aus dem Glasmalerzentrum Straßburg, also aus dem unmittelbaren Umkreis Hans Baldungs (Schüler Dürers).

1450 Hans von der Tann kauft Burg Fürsteneck und Umland für 910 Gulden vom Kloster Fulda

1455 Nikolaus von Tan, der älteste Sohn von Heinrich dem Jüngeren, erscheint als Helfer des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz in einer Fehde gegen die von Hohenburg.

1460 Hans von der Tann wird vom Fuldaer Abt als Amtmann auf Fürsteneck eingesetzt

1463 Graf Heinrich von Henneberg scheitert bei dem Versuch, Burg Fürsteneck zu erobern.

1474 Dietz von der Thann wird zum Hauptmann auf dem Gebirg der Plassenburg. Auf der Burg findet sich neben dem Hauptmann eine siebzehnköpfige Grundbesatzung bestehend aus dem Türmer, je zwei Torwarten pro Tor, vier Wächtern im Schloss, vier im Zwinger, und vier Bankriesen. Das Gehalt eines Hauptmanns unter Markgraf Albrecht Achilles beträgt 600 Gulden, sowie Futter für 20 Pferde, freie Wohnung, Jagd, Fischerei und Wolfsaas. Davon sind Torwart, Türmer, Wächter, Bankriesen und auch ein Kellner zu besolden und zu verköstigen. Freie Verpflegung genießen zudem die beiden Priester, ein adeliger Untervogt und der Gegenschreiber. Wir wissen außerdem, dass auch der margkräfliche Büchsenmeister zu Kulmbach, sooft er auf der Burg zu arbeiten hat, mit seinen Gehilfen auf der Burg an den Mahlzeiten teilnimmt. Wie aus den Bestallungen des Peter von Gera, Cunz Wedler und Cunz Oswald zu Hauptleuten auf dem Gebirg aus den Jahren 1474-1478 hervorgeht, muss sich der Hauptmann weiterhin verpflichten, ein Pferd in voller Kriegsausrüstung ständig bereitzuhalten. Außerdem hat er im Kriegsfall die Verteidigung der Plassenburg, gegebenenfalls auch des Markgrafen selbst, mit 200 Fußknechten, davon die Hälfte mit Armbrüsten und Kettenhemden ausgerüstet, zu gewährleisten.

1479 Philipp und Ulrich von Dahn haben Erbstreitigkeiten mit Cuno von Cropsberg, der vom Bischof Ludwig belehnt wird und die Hälfte des Zehnten von Duttweiler für 110 Gulden erhält.

1480 Nikolaus von Tan wird Herr über alle Dahner Herrschaften, nach dem Ludwig von Altdahn gestorben war.

1489 Nikolaus von Tan stirbt ohne leibliche Nachkommen.

1512 Niclas von Thann und sein Bruder Heinrich von Tan bekommen nach dem Tod ihres Vaters die Geisburg und Burrweiler, Flemlingen mit 1/4 Zehent Wein und Korn, dazu das Dorf Wernersberg. Fundstelle: Urkunde vom 15. November 1512.

1512 Heinrich von Dahn kommt durch einen Teilungsvertrag in den Besitz von Altdahn und Neudahn. Heinrich ist ein Freund und Mitstreiter Franz' von Sickingen. Nach der Niederlage und dem Tod des Burgherrn übernimmt Bischof Heinrich von Speyer die Anlage, aber die Dahner Burgen beginnen bereits zu verfallen. Ohne Funktion sind die Ruinen aber nicht, im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), im pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) und im Zweiten Weltkrieg (1938-1945) dienen sie der Bevölkerung der umliegenden Ortschaften als Zuflucht.

1523 Besetzung der Burg Grafendahn in der Sickingischen Fehde.

1524 Martin von Thann, heraldischer Grabstein außen am Chor der Pfarrkirche St. Stephan in Hilgertshausen.

1525 die Burg Neudahn wird im Bauernkrieg leicht beschädigt.

1528 Christoph von Neudahn und Christoph von Trotha (Sohn von „Hans Trapp“) legen, durch Vermittlung von Kaiser Karl V., Streitigkeiten bei.

1532 NN von der Tann verkauft Burg Fürsteneck an das Kloster Fulda zurück. Von da an sitzen nur noch fuldische Amtsleute auf Fürsteneck.

1530 Hans von Thann, der vergoldete Stundenschläger den Zytgloggeturms von Bern wird errichtet. Der Zytgloggeturm ist heute noch ein markantes, wuchtiges Wahrzeichen der Stadt Bern, mit Kalenderuhr und der Spielerker mit den vorbeimarschierenden Bären. Ganz oben in der Turmspitze glänzt ein Ritter in goldener Rüstung, das ist Hans von Thann, der mit einem Hammer die Stunden schlägt.

1534 Christoph von Neudahn stirbt.

1535 Caspar Angelroth von Thann * um 1485 Thann (Elsass), † nach 1535, Sohn des Nikolaus von Thann. oo 1511 Margareth Öder. 1511 kommt Angelroth als Goldschmied nach Basel. Durch die Bürgschaft seines Bruders Balthasar erhält er das Zunft- und Bürgerrecht. 1511 und 1518 Stubenmeister, 1511 Kieser (Wahlmann) der Schmiedenzunft, 1515 Geschäftsreise zur Strassburger Messe, 1516 in Angelroth baut er für die Theodulkirche in Sachsen eine Turmmonstranz mit Heiligenfiguren im spätgotischen Stil. 1535 flieht er deshalb aus Basel, weil er wegen „unsteten Lebens“ wiederholt vom Gericht vorgeladen wird.

1544 Bernhard von Dahn stirbt und unter den Söhnen wird eine Teilung hinsichtlich der Einkünfte und Nutzungen erreicht. Die Teilung wird zwischen Jacob, Reinhardt, Philipp und Simon Wecker vorgenommen. Laut dieser Teilungsurkunde entfallen auf Bruchweiler acht Familien, von denen in Zukunft jedem der vier Erben zwei Familien zufallen sollten. Mit dem Aussterben des Dahner Rittergeschlechts im Jahr 1603 fällt das Lehen an den Bischof von Speyer zurück, ab dann wird es nicht mehr weiter verliehen, sondern bleibt als Amt Dahn unter der unmittelbaren Hoheit des Bischofs und wird fortan von einem Keller verwaltet, der auf der Burg Neudahn residiert. Obwohl in unmittelbarer Nähe von Bruchweiler auf dem gegenüberliegenden Wieslauterufer gelegen, teilt der Ort Bärenbach nicht dessen Geschichte unter der Herrschaft der Grafen von Dahn, sondern liegt auf dem Gebiet des Weißenburger Mundatwaldes, gehört also zur Herrschaft Berwartstein, die auch die Orte Niederschlettenbach, Bobenthal, Bundenthal und Finsternheim umfasst.

1546 Christoph von Neudahn wagt im Einverständnis seiner Familie, die Reformation in allen Dahner Besitzungen einzuführen, so auch in den zur Geißburg gehörigen Orten, die von den Bischöfen von Speyer lehenrührig sind. Nicht zuletzt deshalb weil sich der Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz, der Schirmherr des Herren von Dahn, der Reformation günstig gezeigt hatte. Im Jahre 1556 ist das Reformationswerk vollendet. Solange das Dahner Geschlecht nun fortblüht, gedeiht das evangelische Kirchenwesen in ihrem Gebiet.

1550< die Herren von Dahn errichten im Ortskern von Burrweiler ein neues Schloss und ein Amtshaus (heute Winzergaststätte), von dem der südliche Torbogen erhalten ist. Die Steine für den Neubau sind wohl aus der zerfallenen Feste Geisburg gebrochen worden.

1552 Christoph der Jüngere von Neudahn empfängt Heinrich II. König von Frankreich bei seinem Zug von Weißenburg das Wieslauterer Tal hinauf und gibt ihm Kost und Quartier.

1557-1563 Eberhard von der Tann errichtet im Zuge der Stadtbefestigung in der Gemeinde Tann/Rhön das Stadttor.

1558 NN Reichsfreiherr von der Tann errichtet das Rote Schloss in der Gemeinde Tann.

1560 Christoph der Jüngere von Neudahn stirbt und hinterlässt vier unmündige Kinder. Das Vormundschaftsgericht bestellt den Vogt von Bruchsal und den Amtmann von Gräfenstein als Vormund der Kinder.

1567 Cuntz von der Tann (1567-1639) wird am 13.11.1567 in Nordheim/Rhön geboren, Ritterhauptmann und Bewohner des Schlosses Hanstein in Ostheim/Rhön. Cuntz von der Tann lässt im Dach des Schlosses einen Beobachtungsraum einrichten, seine wertvollen astronomischen Instrumente sind zum Teil heute noch vorhanden. In seinen Tagebuchaufzeichnungen beschreibt er, dass er mit Tycho de Brahe und Johannes Kepler in Verbindung steht. Es existiert eine Ausstellung der Instrumente im Orgelbaumuseum Schloss Hanstein in Ostheim/Rhön. Die Akten über die astronomischen Aktivitäten des Cuntz von der Tann dazu sind bisher noch nicht ausgewertet. Fundstelle: Archiv der Familie von Tann im Deutschen Adelsarchiv, Schwanalle 21, 35037 Marburg.

1570 Hans Christoph von Neudahn, der älteste Sohn von Christoph dem Jüngeren, heiratet.

1571 Erbteilung unter den Brüdern Christoffel, Heinrich und Bernhard von Dahn. Durch Los fällt die Burg Neutan an Christoph, Tanstein an Heinrich und Alttan an Bernhard. Alles übrige aber, die Untertanen, Güter, Rechte und Gerechtigkeiten in den Dörfern Dahn, Fischbach, Hinterweidenthal, Hauenstein, Wernersberg, Erfweiler, Schindhart und Bruchweiler bleiben vorläufig noch im gemeinsamen Besitz der Brüder. 1517 zieht der Kurfürst die Lehen ein und belehnt damit das Haus Hohengeroldseck, weil es die Dahner Ritter mit Franz von Sickingen gehalten hatten. 1533 wird durch die Kurpfalz das Lehen den beiden Brüdern Bernhard und Christoph von Dahn zurückgegeben. Nicht lange danach beginnt die Einführung der Reformation in allen Dörfern der Dahner Besitzungen.

1574 NN Reichsfreiherr von der Tann errichtet das Blaue Schloss in der Gemeinde Tann.

1589 Hans Christoph von Neudahn stirbt. 1597 stirbt sein einziger Sohn Johann Friedrich.

1601 Christoph von Dahns Witwe, geborene von Helmstadt, nimmt, nachdem ihr jüngster Sohn Sebastian gestorben und der älteste Sohn Hans Christoph, 1570 sich mit Maria von Walbrun vermählt hatte, mit ihm und seinen Geschwistern Ludwig und Margarethe eine Erbteilung vor. Dabei erhält Ludwig von Dahn die Burg Dahnstein mit allen zugehörigen Lehen und Eigengütern und Renten (Speyerisches Lehen), den Burgstadel Geißburg (Reichslehen), samt dem Neubau zu Burrweiler, der Eigentum ist, und alle Lehen und Eigengüter zu Burrweiler und Wernersberg.

1601 Ludwig von Tan schreibt an den Amtmann zu Madenburg, Adam Andreas Riedesel von Kamberg, wegen einer Jagd, die dieser und seine Angehörigen am 24. Februar, am Hellerberge (Höllenberg), in der tanischen „Ober- und Gerechtigkeit“ des Dorfes Wernersberg „gewaltthätig“ vorgenommen hatten. Fundstelle: Lehmann „Urkundliche Geschichte der Burgen und Bergschlösser in dem ehemaligen Speyergaue“, Band I, Seite 175.

1603 Ludwig von Dahn stirbt am 15. September in seinem Schlösschen zu Burrweiler ohne männliche Nachkommen. Mit ihm stirbt das Geschlecht der Dahner im Mannesstamm aus. Sein Lehen Geißburg ist ein „Mannlehen“ und kann demnach nur auf männliche Nachkommen übergehen. Daher lässt das Hochstift Speyer sogleich von drei Viertheilen der Herrschaft Tan, so wie auch von Roßbach, als heimgefallenen speyerischen Lehen, Besitz ergreifen. Auch wird nach bestehendem Recht und Gebrauche, in allen, zu diesem Gebiet gehörigen Ortschaften, der evangelischen Gottesdienst aufgehoben und der katholische wieder eingeführt, wozu sich die Untertanen bequemen müssen, so sie nicht auswandern wollen. Die Dahner Herrschaft ist damit beendet und Kaiser Matthias überträgt das Reichslehen seinem Hofkriegsrat Johann Reichard von Schönenburg.

1608 St.-Nikolaus Friedhofskirche (Rhönstraße) der Gemeinde Tann, im Innern das prachtvolle Grabmal für Melchior Arnak von der Tann und seine Gattin Agneta von Milchling.

1611 Hans Reichard von Schönenburg lässt am 13. Juni die Grenzen seines Landbezirkes in einer Bezirksrenovation festlegen, „im Beisein des ehrenhaften Verpächters Hans Eberlein, Schöneburgischer Amtmann zu Burrweiler, und Josef Rapp, Schultheiß zu Wernersberg“.

1617 Friedrich von Schönenburg übernimmt von seinem verstorbenen Vater das Amt Burrweiler.

1622 die Burg Neudahn wird von mansfeldischen Truppen eingenommen.

1633 Friedrich von Schönenburg findet vermutlich in den erneuten Kriegsstürmen im Dreißigjährigen Krieg den Tod und so kommt das Dorf Wernersberg durch des Kaisers Gnade an die Grafen von Traudmannsdorf.

1686 Schlossbrunnen, Barockbau mit dem Wappentier - der springenden Forelle als Wasserspeier - des von der Tann'schen Geschlechts wird im Rhönstädtchen Tann erbaut.

1689 die Burg Neudahn wird im Pfälzischen Erbfolgekrieg endgültig zerstört. Von der Burganlage sind nur mehr Mauerreste und Felsenkammern erhalten.

1704 Heinrich von und zu der Tann, fürstlicher Fuldaischer Geheimrat, Obersthoffeldmarschall und Ritterhauptmann des Kantons Rhön und Werra (…-1714) erlangt für sich und seine Nachkommen den Reichsfreiherrnstand.

1714 NN Reichsfreiherr von der Tann errichtet das Gelbe Schloss in der Gemeinde Tann. Mit dem Bezirksamt Gersfeld wird später auch Lahrbach preußisch, aber auch das Schloss Tann, aus dessen gelber Linie General Ludwig von der Tann stammt.

1848 Ludwig Reichsfreiherr von der Tann (1815-1861), hoch dekorierter bayrischer Heerführer, kommandierender General des 1. Bayrischen Armeekorps, besiegt als Mayor im Deutsch-Dänischen Krieg die Dänen am 21. April im Gefecht bei Altenhof. 1870 erobert er als General im Franzosenkrieg 1870-1871 in wechselvollen blutigen Winterschlachten mit seinen bayerischen Soldaten am 5. und 4. Dezember Orleans. Er ist Anfang November mit nur 25.000 Mann vor Orleans. General D'Aurelle, der Orleans verteidigt, kann gegen die Bayern mit 100.000 Mann operieren. D'Aurelle tut was in einem solchen Fall üblich ist: Er umgeht die Flanken der Bayern und stellt besonders hinter ihrer rechten Flanke so viele Truppen auf, dass von der Tann sofort gezwungen ist, sich auf seine Reserven zurückzuziehen; Tann nützt diese Strategie für sich und gewinnt die Schlacht gegen die Franzosen.

1900 Denkmal des Ludwig Reichsfreiherr von der Tann, errichtet in Rathsamhausen, gearbeitet vom Atelier Pfannenschmidt, Berlin.

1914 „Von der Tann“ heißt im Ersten Weltkrieg zu Ehren des Generals Ludwig von der Tann ein Schlachtkreuzer der deutschen Hochseeflotte.