Frauen spielen in der traditionellen österreichischen Geschichtsschreibung kaum eine Rolle, wenn man von den weit über die Landesgrenzen berühmten "Kaiserinnen" Maria Theresia und Sissi absieht. Daher gestaltet sich auch die Analyse der Frauen der Seeauer im Mittelalter und der frühen Neuzeit nicht gerade einfach, jedem noch so kleinen Hinweis in Richtung Ehefrauen und Mütter wird daher sorgfältig nachgegangen.

Als Ergänzung ist in der Enzyklopädie eine Monografie über Eheformen und -gestaltung, sowie der Heiratspolitik im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit vorhanden.

 

   
Entfernungs-Barriere  

Um Ehen über weite Entfernungen stiften zu können bedarf es in erster Linie einer sozialen, genealogischen und/oder geschäftlichen Verbindung zwischen den betroffenen Familien.

Eine eheliche Verbindung von zwei Familien aus derart weit entfernten Gegenden wie dem Salzkammergut und der Pfalz ist natürlich auch ein finanzielles Problem.

Die Hochzeitsgäste aus der Pfalz sind für die Hochzeit im Salzkammergut wohl drei Monate unterwegs und es müssen in dieser Zeit Verpflegung und Unterkunft für die gesamte Hochzeitsgesellschaft berappt werden.

Das innere Salzkammergut ist noch bis ins 19. Jahrhundert schwer erreichbar, zum Teil nur über Saumpfade und Wasserwege. Ebenso aufwändig und kostspielig sind die regelmäßigen Verwandtenbesuche, die eine Frau wohl nie alleine unternimmt. Demnach sind derartige Eheschließungen nur bei entsprechendem Stand und Vermögen möglich und können nur unter bestimmten gesellschaftlichen Bedingungen erstrebenswert sein.

 

   
Sprach-Barriere  

Zur Entfernung kommen auch noch allgemeine Verständigungsprobleme im deutschen Sprachraum. Eine einheitliche Hoch- oder Schriftsprache gibt es im Mittelalter nicht und die deutschen Dialekte sind vielfältig und farben- und facettenreich und unterscheiden sich von Ort zu Ort, so dass es schwierig ist, eine Verständigung zwischen zwei entfernten Dialekten herbeizuführen, wenn keine gemeinsame Hochsprache als Leitlinie herangezogen werden kann. So gibt es erhebliche Unterschiede im Dialekt der Pfalz und des Salzkammerguts, die wohl im Mittelalter eine erhebliche Sprachbarriere bedeutet haben. Pfälzisch ist eine deutsche Dialektgruppe mit fränkischen, alemannischen und französischen Einflüssen. Der Dialekt im inneren Salzkammergut basiert wie alle Dialekte der habsburgischen Stammlande auf dem Mittelbayerischen und hat sich durch die große Abgeschiedenheit der Orte in eine besondere Richtung entwickelt.

Die Dialekte des Mittelbairischen (Donaubairisch) nehmen den größten Raum des Bairischen im oberen Donauraum und am mittlerem und unteren Inn ein. Sie erstrecken sich bereits im frühen Mittelalter vom Lech über das Flachland an Isar und Donau Ober- und Niederbayerns mit den Hauptteilen Ober- und Niederösterreichs über Pressburg (Bratislava) hinaus.

Die Dialekte des Mitteldeutschen umfassen Rheinfränkisch (mit Hessisch, Pfälzisch, Lothringisch), Mittelfränkisch (mit Moselfränkisch, Ripuarisch, Luxemburgisch, Siegerländisch) und Ostmitteldeutsch (mit Thüringisch, Sächsisch, Lausitzisch, Schlesisch, Hochpreußisch).

 

   
Erste Frauen der Seeauer  

Die ersten belegten Ehefrauen der frühen Seeauer sind Rosina Pfeffinger und Magdalena von Cronenberg (Peter Seeauer), Martha von der Thaan (Thomas Seeauer), Katharina Reich von Reichenstein (Wolf Seeauer) und Anna von Altorf (Achaz Seeauer).

Aus Verbindungen zu dieser Zeit (1480-1580) kann man mit einiger Sicherheit auf die Ebenbürtigkeit der Seeauer mit den Familien ihrer Ehefrauen schließen, deren Adel zu dieser Zeit nachgewiesen ist. Diese Ehefrauen sind in den Stammbäumen der Seeauer, den Wappenrollen der Familie, den Dokumenten zur Adelsprobe und im Siebmacher dokumentiert. Die Geschlechter der Frauen sind alte Adelsgeschlechter aus Nassau und der Pfalz und sind dort bereits familiär im Hochmittelalter eng miteinander verbunden. Der gemeinsame Besitz von Burgen und Lehen, sowie Dutzendfache eheliche Vernetzungen sind für die fragliche Zeit belegt.

VI. Peter Seeauer (~1460-1520)

1.oo Rosina Pfeffinger, † 1480
(aus Pfeffingen, Pfalz)

2.oo Magdalena von Cronenberg
(aus Kronberg, Nassau)

VII. Thomas Seeauer (~1490-1584)

oo Martha von der Thaan
(aus Dahn, Pfalz)

VIII. Wolf Seeauer (~1539-1592)

oo Katharina Reich von Reichenstein
(aus Basel, Schweiz)

Achaz Seeauer (~1538-1600)

oo Anna von Altorf
(Krobsburg, Pfalz)


Linie

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Ebenzweier-Puchberg
 

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Würting-Helfenberg

Die Geburts- und Sterbejahre dieser Seeauer sind nicht bekannt, also bleibt nichts anderes übrig, als sie aus den Lebensdaten zu schätzen. Die Ahnenreihe der Seeauer ist zwar seit Berthold Seeauer (~1280-1360) in Namensreihen und seit Peter (~1460-1520) in Vater-Sohn Abfolge belegt, aber über die weiblichen Familienmitglieder wird im Allgemeinen nur die Eheschließung und der Tod berichtet. Das trifft nicht nur für die Seeauer zu, sondern auch für die verbundenen Familien. Über die Männer wird aber Näheres auch nur dann berichtet, wenn sie aus dem Rahmen fallen. Um Spuren in der Geschichte zu hinterlassen, bedarf es einer außergewöhnlichen Tat, ob großartig oder verwerflich.

Diese Abstammung lässt sich Graf Anton Nikolaus Franz aus der Linie Ebenzweier-Puchberg, von drei Verwandten d. d. Frankfurt am Main 26. 3. 1698 bestätigen: Hartmann XI. Graf von Cronenberg, Franz Lothar Freiherr von der Tann und Erasmus Freiherr von Altorf. Etwas irreführend, da ja nur die Linien Würting und Helfenberg von Achaz Seeauer und Anna von Altorf abstammen; die Linien Ebenzweier und Puchberg (der Anton Nikolaus angehört) jedoch von Wolf Seeauer und der Katharina Reich von Reichenstein.

 

 
   

Bei den weibliche Linien der Mutterstämme geht es um die Familien der „eingeheirateten“ Frauen und deren Darstellung in strukturierter Form. Es geht hier also nicht um die in der Genealogie dominierenden Vater-Sohn Folgen, sondern um die Mütter der Seeauer. Durch diese Abstammungsfolgen kann die Rechts-, Erben- und Traditionsgemeinschaft umfassend dokumentiert werden und es entsteht das solide Bild des Geschlechter- und Sippenverbandes. Ausgehend von der Ebenbürtigkeit lassen sich vor allem die Fragen des aktuellen Standes und der familiären Mobilität beantworten. Die Familie Seeau gehört wohl seit die Habsburger regieren zu den Ersten Familien des Salzkammerguts, mit Jahrhunderte langen besten Verbindungen zum Herrscherhaus.

Viele der Einschätzungen über die Entwicklung und Stellung der Familie Seeau haben sich durch diese Untersuchung der weiblichen Linien als ungenau, unrichtig oder auch grob falsch heraus gestellt. Manchmal ist es mir vorgekommen, dass mehr Falsches als Richtiges berichtet wurde. Also aus ganz gewöhnlichen Vorurteilen, aus Schlampigkeiten und der unzulässigen Verallgemeinerungen von Induktionsschlüssen entstanden.

 

   
Frauen der späteren Seeauer  

Viele der Frauen der späteren Seeauer kommen aus den hochadeligen Geschlechtern Österreichs ob der Enns, der Steiermark, aus Salzburg und aus dem Uradel Vorderösterreichs, deren miteinander vielfach verwandte Geschlechter fast immer bis ins Hochmittelalter nachgewiesen sind. Diese genealogischen Verbindungen sind bereits für die frühen Seeauer und dann sowohl für die Ebenzweier Linie als auch für die Helfenberger Linie typisch. Viele Geschlechter aus den Österreichischen Vorlanden sind über verschiedene Generationen mit den Seeau verbunden.

Die wichtigsten genetischen Wurzeln der Seeauer liegen in mehreren Regionen des deutschsprachigen Europa: Österreich ob der Enns (Salzkammergut und Mühlviertel), Innerösterreich (Steiermark, Kärnten), Erzbistum Salzburg (Salzburg, Ruppertigau, Zillertal), der Pfalz, Nassau und Vorderösterreich (Schwaben, Basler Land, Elsass). Im Werden und Wachsen der Familie, die im Laufe der Jahrhunderte in einem weiten Gebieten Österreichs ob der Enns ihre Wohnsitze hatte, offenbart sich immer ein Stück Zeit und ein Abschnitt der Geschichte. So ist es eine dankbare Aufgabe, dem frühesten Herkommen der Wurzeln nachzuforschen und die Entwicklung bis in die Gegenwart hinein zu verfolgen.

Edle Frauen, Freiinnen und Gräfinnen ziehen ein halbes Jahrtausend lang ins Salzkammergut, um einen Seeauer zu heiraten. Sie begleiten ihre Männer durch die Zeiten und nehmen manchmal auch ganz bewusst ihr Schicksal und das ihrer Familie in die Hand. Der Bogen reicht von den ersten Frauen aus der Pfalz (Magdalena von Cronenberg, Martha von der Thaan, Anna von Altorf), über Susanna Magdalena Alt von Altenau (der Enkelin des herrschsüchtigen Wolf Dietrich von Raitenau und der reizenden Salome Alt), bis herauf zu Maria Franziska Kreszentia Schertel von Burtenbach (eine Nachfahrin des berühmten Landsknechtführers).

 

   
   

Namen der Geschlechter sind Schall im Rauch der Geschichte – und sie dienen der Orientierung. Diese Namen ändern sich über die Jahrhunderte in den verschiedenen Sprachräumen gemäß den Sprech- und Schreibgewohnheiten.

Wegen ihrer „oft verderbten Schreibweise“ und mitunter wechselnden sprachlichen Form ist es nicht immer möglich die Namen aus den Dokumenten, Sagen und Berichten mit den heutigen Schreibweisen in Einklang zu bringen. Die wichtigsten Quellen aus älterer Zeit sind Urbare, Lehnbriefe, Kirchenbücher, Besitzverzeichnisse, Kriegsberichte, Berichte über Helden- und Schandtaten, aber auch Sagen und Legenden.

Die früheste Erwähnung eines Namens und deren Auffindung hängen von Zufälligkeiten ab und beweist nur, dass das Geschlecht damals schon Einfluss und Macht hat. Zwischen der ersten urkundlichen Erwähnung in einer Gegend und der Niederlassung der Familie besteht aber ein großer Unterschied.

Nach der familiengeschichtlichen Forschung deuten die ältesten uns überlieferten Namensformen bereits auf sehr unterschiedliche Kulturkreise hin, wobei viele Schreibweisen und Endungen im Zusammenhang mit Personennamen auftreten und gleichzeitig auch den Besitz anzeigen.

Anfangs lassen sich sporadische Beinamen und feste Familiennamen schwer unterscheiden. Daher kann man oft keine präzisen Angaben über die zeitliche und räumliche Ausbreitung der Familiennamen geben.

Hier nur die wichtigsten Schreibweisen der Geschlechter der ältesten Eheverbindungen der Seeauer, wie sie in den Urkunden vorkommen:

Aufzählung

Pfeffing, Pfeffinger

Aufzählung

von Cronenberg, von Cronberg, von Cronenburg, von Coronini, von Kronberg, von Kronenberg...

Aufzählung

von der Thaan, von Thann, von Thaan, von Than, von Tann, de Tannicka, von Tan, von Dahn...

Aufzählung

von Altorf, von Altdorf, von Altorff, von Altorf genannt Krobsberg, Altdorf von Krobsberg, von Cropfesberc, von Grobsberg...

Man kann bereits an diesen Beispielen sehen, wie weit Schreibweisen und Formulierungen von dem abweichen, was man heute als Standard kennt.

 

   
   

Die Adelsgeschlechter der Pfeffinger, von Cronenberg, von Thaan und von Altorf sind miteinander verwandt und gehören zum Adel als Vasallen und Ministerialen des Hauses Habsburg. Demnach haben sie, vor allem in der Pfalz, vom König Besitz an Land und Leuten erhalten mit dem Auftrag, Heerfolge zu leisten und Aufgaben der Verwaltung und der niederen Gerichtsbarkeit zu übernehmen.

Die Erste der bekannten Frauen der Seeauer ist Rosina Pfeffinger. Pfeffingen liegt zwischen der Burg Cronberg und der Krobsburg, auf der die von Altorf sitzen. Rosina Pfeffinger ist die erste, Magdalena von Cronberg die zweite Frau des Peter Seeauer. Anna von Altorf die Ehefrau seines Enkels Achaz Seeauer.

Die Altorf von Krobsberg saßen Jahrhunderte lang mit den Kämmerern von Dalberg und den von Cronberg auf der gleichen Ganerbenburg, der Kropsburg.

Die Herrn von Thann sind im Hochmittelalter Ortsherren von Rhodt und Herrn auf der Reichsfeste Geißburg als Schwertlehen, bevor sie eigene Burgen errichten. Das kaiserliche Schwertlehen bestand in der Reichsfeste Geißburg mit den Orten Burrweiler, Flemlingen und Wernersberg. Zur Vermehrung ihrer Einkünfte verschrieben sie sich hohen geistlichen und weltlichen Herren als ergebene Gefolgsmannen. Dadurch kamen sie in Besitz vieler Lehensgüter.

Die Herrn von Thann errichtet im Hochmittelalter die Burgen Altdahn, Burgthann, Neudahn, Grafendahn. Die Burgen entstehen durch Erbteilung auf einem Felsen unter den Brüdern und werden vom Kaiser als Erblehen verliehen.

1100 die Herren von Dahn gründen die Burg Altdahn (Altenthann). Die Burganlage liegt oberhalb von Dahn. Die Stammburg Altdahn wird von den Herren von Dahn auf Grund und Boden der Speyerer Kirche erbaut. Die Dahner wohnten als Lehnsleute der Bischöfe auf der Burg.

1141 die Herren von Thann, Reichsministerialen, erbauen die Burg Burgthann bei Nürnberg, ihr ursprünglicher Sitz lag in Altenthann. Der mächtige Bergfried (27 m hoch), der Burgbrunnen (30 m tief), hohe Mauern, Teile des Wehrgangs und der weiträumige Burghof erinnern noch heute an diese erste Anlage. Die Herren von Thann waren als kaiserliche Ministerialen an den Kreuzzügen beteiligt und brachten es dabei zu einem gewissen Vermögen. Doch dieser Reichtum hält nicht lange an, bereits 1287 müssen sie einen großen Teil des Schlosses an Herzog Ludwig von Bayern verkaufen. Im darauf folgenden Jahr gelangte dieser Besitz über Kaiser Rudolf an die Burggrafen von Nürnberg.

1203 Covnrad Altorf von Cropfesberc erbaut die Kropsburg. Höchstwahrscheinlich entstammt er der Familie von Thann, die Ortsherren von Rhodt sind und auf der Reichsveste Geisburg sitzen. Die Kropsburg wurde gemeinsam mit anderen Rittern in St. Martin an der Weinstraße als Ganerbenburg errichtet, d.h. als eine im gemeinschaftlichen Besitz stehende Burg. Sie wurde während der Kämpfe der Gegenkönige Philipp von Schwaben und Otto IV., dem Welfen, von den umwohnenden Ritterfamilien als Zufluchtsort erbaut. Als Ritter genannt werden die Herrn von Edenkoben bzw. Breitenstein, von Venningen, von Altdorf, von Duttweiler, von Böblingen, von Gommersheim, von Lachen, von Freisbach, von Weingarten und andere. Damals entsteht zuerst die Oberburg, auf der eine Familie ständig wohnen muss, die sich dann nach der Burg von Crophisberg nennt.

1210 Heinrich von Crophisberg macht mit Kaiser Otto IV. den Italienzug mit, bei dem das Königreich Sizilien erobert und mit dem Deutschen Reich vereinigt werden soll.

Die Kropsburg wurde schon in der Generation nach der Gründung in zwei Hälften ausgebaut. Die eine Hälfte gegen Berg besitzt 1271 Marquard von Friesenheim und die andere Hälfte gegen das Land besitzt Ritter Heinrich von Hohenecken. 1281 verkauft Heinrich von Hoheneck seine Hälfte an Johannes von Lichtenstein. Der hatte 1280 im Auftrage der Stadt Speyer und als deren Hauptmann seine väterliche Burg bei Neidenfels zerstört, weil seine dort sitzenden Vettern Speyerer Kaufleute ausgeplündert hatten. Mit der von der Stadt Speyer erhaltenen Entschädigung kauft er sich nun in die Kropsburg ein.

Zur Kropsburg gibt es anfangs außerhalb des Burgfriedensbezirks kein Grundeigentum, selbst der nahe gelegene Ort St. Martin gehörte nicht zur Kropsburg, sondern zur Rietburg. Die Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg, erwerben erst nach und nach Besitz, Titel und Rechte auf die umgebenden Fluren auf dem Lehensweg.

1220 Peter von Cronberg gründet die Burg Kronberg. In dieser Zeit schützen die Staufer ihren Besitz durch Reichsburgen gegen Übergriffe der Territorialherren. Zusammen mit den Königsteinern überwachen die Ritter von Cronberg die alte Handelsstraße, die vom Süden über Frankfurt, Köln und Aachen in die Niederlande führt.

1230 Heinrich Mursal von Tan, aus einer Seitenlinie der Ritter von Dahn, errichtet die Burg Neudahn im Wald drei Kilometer nordwestlich vom Ort Dahn zwischen Altdahn und Tanstein. Durch einen konsequenten Ausbau Anfang des 16. Jahrhunderts stellte sich die Burg auf die Pulvergeschütze ein, die mächtigen Batterietürme verteidigen den Zugang zur Unterburg und sind noch heute in der beeindruckenden Höhe von drei Geschossen erhalten. Im Osten ist eine Schiffsbug-Bastion als Schildmauer errichtet.

1238 Heinrich von Kropfsberg, als kaiserlicher Minister.

1260 die Herren von Thann bauen die neue Burg in Burgthann. 1287 kam die Burg in den Besitz der Burggrafen von Nürnberg.

1287 Konrad Mursel von Tan baut neben der Burg Altdahn die Burg Grafendahn direkt daneben, da die Burg für die wachsende Zahl der Familienmitglieder zu klein geworden war.

1305 Johannes von Tan und "andere vil rittere und knehte zu Wernhersberge“ sind in einem Vertrag zwischen Rittern und der Stadt Speyer aufgeführt. Damals war Wernersberg ein Lehen der Ritter von Dahn. Fundstelle: Urkunde vom 3. Juli 1305 (Nr. 557, Staatsarchiv Speyer).

1372 Kaiser Karl IV. belehnt Diether Kämmerer von Dalberg als Vormund der Kinder von dessen Schwester Julian, Witwe Heinrichs von Than, mit den Reichslehen Geißberg und den dazugehörigen Dörfern Bubenwiler, Flemeringen und Wernherßberg mit aller Gerechtigkeit und Zubehör, so vom römischen Reich zu Lehen rühren.

1389 der Ort Pfeffingen trägt eine Burg der Grafen von Homburg und ist Mittelpunkt der Grafschaft Pfeffingen. Die Burg liegt im Ungsteiner Weistum, das längst vor 1400 entstanden sein muss.

Erbengemeinschaften und Familienbande bestehen ehedem in der Pfalz, wie in vielen anderen Gegenden des Reichs. Ein großer Teil des Gemeindebannes gehört nicht einzelnen Einwohnern des Dorfes, aber auch nicht der Gemeinde, sondern einer Gemeinschaft von adeligen Erben, der Erbengemeinschaft. Wie diese Erbengüter einmal entstanden sind, lässt sich nicht mehr feststellen. Die neuen Ansiedler haben dann - so kann man vermuten – nach Katastrophen das herrenlose Land in Besitz genommen und gemeinsam weiter behalten.

 

   
Linie Würting-Helfenberg  

Eheverbindungen der Linie Würting-Helfenberg

 

Seeau

Mutter der Nachkommen

Herkunft

VI.

Peter

Rosina Pfeffinger

Pfalz

Magdalena von Cronenberg Nassau

VII.

Thomas

Martha von der Thaan

Pfalz

VIII.

Achaz

Anna von Altorf

Pfalz

IX.

Michael

Katharina Hüebmer

Österreich ob der Enns

X.

Elias

Susanna Magdalena Alt von Altenau

Fürsterzbistum Salzburg

Maria Elisabeth Prankh zu Pux

Steiermark

XI.

Johann Ehrenreich

Maria Barbara Herrin von Gera
 

Steiermark

XII.

Franz Anton

Maria Franziska Kreszentia Schertel von Burtenbach

Österreichische Vorlande

XIII.

Cajetan Adam

Maria Franziska von Gablkofen

Steiermark
 

XIV.

Franz Seraf

Aloisia von Rumerskirch

Österreich ob der Enns

XV.

Franz de Paula

Magdalena Bayer

Österreich ob der Enns

XVI.

Karl

Anna Zadubsky von Schönenthal auf Cernetitz

Böhmen

XVII.

Otto

Anna Fischer vom See

Österreich ob der Enns

 

   
Linie Ebenzweier-Puchberg  

Eheverbindungen der Linie Ebenzweier-Puchberg

 

Linie Seeau

Mutter der Nachkommen

Herkunft

VI.

Peter

Rosina Pfeffinger

Pfalz

Magdalena von Cronenberg Nassau

VII.

Thomas

Martha von der Thaan

Franken
Pfalz

VIII.

Wolfgang

Katharina Reich von Reichenstein

Basel

IX.

Thomas II.

Eufrosyna zu Nütz Freiin von Warttenburg

Österreich ob der Enns

X.

Johann Philibert

Franziska Katharina Pflügl von Goldenstein

Fürsterzbistum Salzburg

X.

Johann Maximilian

Maria Anna Schmid zu Schwarzenhorn

Österreichische Vorlande

XI.

Anton Nikolaus Franz Xaver

Maria Eusebia Susanna Freiin von Kageneck auf Munzingen

Österreichische Vorlande

XII. Josef Anton Anna Gräfin von Gatterburg

Österreich unter der Enns

XIII.

Carl Josef von Seeau

Sidonia Gräfin von Sprinzenstein

Österreich ob der Enns