Annapolis

Annapolis ist die Hauptstadt von Maryland, eine der geschichtsträchtigsten Ortschaften von Amerika.
Man erreicht die Stadt von Washington aus z.B. mit dem Taxi (auch wenn die Fahrt weit ist, ist der Preis recht günstig ca. bis 35-40 USD inkl. Tip)
- Geschichte:
1649 kamen die ersten Siedler ins heutige Stadtgebiet. Es waren Puritaner die Schutz vor religiöser Verfolgung suchten. Wenige Jahre später
erwarb die Gegend um die Stadt den Status eines Countys, dieser wurde nach der Frau des zweiten Lords von Baltimore "Anne Arundel" County genannt.
1694 wurde die Stadt der Sitz des britischen "royal governor of Maryland". 1695 wurde die Stadt nach Prinzessin Anne in Annapolis benannt. 1708 erhielt die Stadt das Stadtrecht.
Bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Stadt eine blühende Handelsmetropole. Der Wohlstand unter den Kaufleuten wuchs ebenso wie ihr Selbstbewußtsein,
und viele begannen sich eher als Amerikaner denn als Engländer zu fühlen.
Die Menschen hatten die Bevormundung durch die britische Krone satt. 1774 wurde Tee und die verhasste Steuer
auf seine Einfuhr zu einem Auslöser für die Revolution in Annapolis. Die Brig "Peggy Stuart" kam im Hafen von Annapolis mit 2000 Pfund Tee an. Der einheimische Kaufmann Antony Stuart
bezahlte in Erwartung seiner Ladung die hohe Steuer. Als die Bevölkerung von der Ladung und der hohen Steuer erfuhr geriet sie in Zorn. Man nahm Stuart übel die Steuern bezahlt zu haben und
somit das Boykott durchbrochen zu haben. Um nicht geteert und gefedert zu werden fuhr er mit seinem Schiff auf den Severn Fluß hinaus und verbrannte es. Seine Tochter Peggy konnte dies von der Terrasse
des Peggy Stuart Hauses beobachten.
1776 erklärten die Kollonien anlässlich des Kontinentalkongresses in Philadelphia ihre Unabhängigkeit. Vier berühmte Einwohner von Annapolis unterzeichneten auch die
Unabhängigkeitserklärung. Es waren Charles Carroll, William Paca, Samuel Chase und Thomas Stone.
Nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges traf sich der Kongress in Annapolis. Im State Haus legte George Washington sein Amt als Oberbefehlshaber zurück, wodurch die Zivilverwaltung wieder in Kraft gesetzt
wurde. Deshalb war Annapolis vom 26. November 1783 bis zum 13. August 1784 die Hauptstadt der USA. Der Vertrag von Paris wurde in Annapolis vom Kongress ratifiziert.
Bei der Convention von 1786 legten zwei ihrer Teilnehmer, Alexander Hamilton und James Madison den Grundstein zur Verfassung der USA. 1787 wurde sie in Philadelphia ratifiziert. Obwohl sie ihren Ursprung in Annapolis hatte
verweigerte William Paca seine Unterschrift. Ihm waren die individuellen Rechte zu wenig geschützt. Dies führte zur Entwicklung der Bill of Rights.
- Sehenswürdigkeiten:
The William Paca Residence: ein prachtvolles Anwesen im "georgian Style" mit einem riesigen Garten. Es ist originalgetreu eingerichtet mit vielen originellen artefakten aus dieser Zeit und kann im Rahmen einer
interessanten Führung besichtigt werden.
Der Garten vom Paca Haus ist mit seltenen Pflanzen im originalen Stil bepflanzt sowie mit Zierbauten versehen.
Maryland State House: Es besitzt die höchste hölzerne Kuppel der USA. Es wurde 1771 errichtet.
- Besondere Gebäude: Chase Lloyd Haus, Hammond Harwood House, Upton Scott Haus, St. Annes Church, Charles Carroll of Carrolton House, St. John´s College.
- US Naval Academy: 1845 wurde diese Institution gegründet, etwa 4000 Navy - Kadetten werden hier zu Offizieren gebildet. Die Academy beinhaltet sehr viele alte Gebäude und Monumente unter denen die in Glas eingefasste Fahne von Commodore
Oliver Hazard Perry am berühmtesten ist. Er ließ sie 1813 bei der Schlacht am Erie See hissen, und sie zeigt die noch heute für Seefahrer fundamentale Nachricht "Dont give up the Ship".
Es gibt viele berühmte Absolventen unter denen Albert A. Michelson, der erste amerikanische Nobelpreisträger, Chester Nimitz, Alan B. Shepard, und Jimmy Carter die bekanntesten sind.
Es finden sich in Annapolis verschiedene Tavernen die unter anderem auch Krabbenkuchen anbieten.
- Weitere Links: